Rechtssatz RS0120234
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0120234
Entscheidungsdatum
20.01.2020
Rechtssatz
Der Hinweis auf die Volkszugehörigkeit eines Menschen als Kriterium für die Strafzumessung zieht Urteilsnichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 dritter Fall nach sich.Der Hinweis auf die Volkszugehörigkeit eines Menschen als Kriterium für die Strafzumessung zieht Urteilsnichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, dritter Fall nach sich.
Entscheidungstexte
- 13 Os 97/05x
Entscheidungstext OGH 12.10.2005 13 Os 97/05x
- 12 Os 78/06x
Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 78/06x
Vgl aber; Beisatz: Die erhöhte Berücksichtigung generalpräventiver Erfordernisse bei der Sanktionsfindung im Fall gewerbsmäßig handelnder, ersichtlich von einer deliktischen Strategie geleiteter, aus dem Ausland einreisender Täter ist nicht auf deren Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe, sondern darauf ausgerichtet, einem evidentermaßen einschlägig auffälligen Risikobereich, der sich keineswegs ethnisch definiert, gezielt entgegenzuwirken. (T1)
- 14 Os 58/14g
Entscheidungstext OGH 17.06.2014 14 Os 58/14g
Vgl aber; Beisatz: Die unter dem Aspekt der Generalprävention erfolgte Bezugnahme auf die Einreise in das Bundesgebiet rein zu „kriminaltouristischen Zwecken“ bewirkt keinen unvertretbaren Verstoß gegen Bestimmungen über die Strafzumessung (Z 11 dritter Fall) und stellt keinen Nichtigkeitsgrund her. (T2)
- 11 Os 85/17k
Entscheidungstext OGH 13.09.2017 11 Os 85/17k
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2
- 12 Os 111/17s
Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 111/17s
Auch
- 14 Os 121/17a
Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 121/17a
Vgl
- 12 Os 143/19z
Entscheidungstext OGH 20.01.2020 12 Os 143/19z
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120234
Zuletzt aktualisiert am
25.02.2020
Dokumentnummer
JJR_20051012_OGH0002_0130OS00097_05X0000_001