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Rechtssatz RS0120333×

Rechtssatz RS0120333

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120333

Geschäftszahl

12Os114/05i (12Os115/05m)

Entscheidungsdatum

17.11.2005

Rechtssatz

Ein Diversionsverbot besteht in jenen Fällen, in denen die Tat den Tod eines Menschen zur Folge hatte. Dies ergibt sich - wie das Klammerzitat des Paragraph 90 b, StPO zeigt- ferner aus dem letztenSatz des Paragraph 7, Absatz eins, JGG, der bestimmt, dass das Gericht bei Einstellung des Verfahrens in jedem Fall die für den Staatsanwalt geltenden Bestimmungen des HauptstückesIXa der Strafprozessordnung, somit ua Paragraph 90 a, Absatz 2, Ziffer 3, StPO zu beachten hat. Paragraph 6, JGG hingegen muss für die darin autonom geregelte schlichte (dh nicht intervenierende) Diversion deren Ausschluss bei Tötung eines Menschen - mangels eines durch Verweisung positiv anzuwendenden anderen Gesetzes - ausdrücklich anordnen. Der Strafausschließungsgrund des Paragraph 4, Absatz 2, Ziffer 2, JGG kann im Gegensatz dazu -lege non distinguente - selbst bei einer Tat mit Todesfolge angewendet werden.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120333

Dokumentnummer

JJR_20051117_OGH0002_0120OS00114_05I0000_001