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Rechtssatz RS0120997

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120997

Geschäftszahl

3Ob98/06t

Entscheidungsdatum

30.05.2006

Norm

EO §54
EO §87
EO §133
ZPO §269
1.Euro-JuBeG ArtI §5 Abs3

Rechtssatz

Bei der Zwangsversteigerung einer Liegenschaft zur Hereinbringung einer Geldforderung in der Fremdwährung von Staaten, die nicht der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (Drittstaaten) angehören (in casu: US-Dollar) hat der betreibende Gläubiger schon im Exekutionsantrag wegen des Verbots von bücherlichen Eintragungen auf Währungen von Drittstaaten (ArtI§5 Abs3 1. Euro-JuBeG) eine Umrechnung der betriebenen Forderung in Euro vorzunehmen. Eine amtswegige Umrechnung durch das Exekutionsgericht findet nicht statt. Ein Verbesserungsverfahren zur nachträglichen Umrechnung ist wegen der rangbegründenden Wirkung der Anmerkung der Einleitung des Zwangsversteigerungsverfahrens dann nicht zulässig, wenn der Exekutionsantrag beim Buchgericht eingebracht wird.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 98/06t
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 98/06t
    Veröff: SZ 2006/81

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120997

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2008

Dokumentnummer

JJR_20060530_OGH0002_0030OB00098_06T0000_001