Rechtssatz RS0121116
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0121116
Entscheidungsdatum
16.12.2021
Rechtssatz
Nicht nur der Erwerb einer Marke, sondern auch die Geltendmachung von darauf beruhenden Ansprüchen kann sittenwidrig (rechtsmissbräuchlich) sein.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 89/06a
Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 89/06a
- 4 Ob 125/06w
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 125/06w
Vgl aber; Beisatz: Abgesehen von dem Verwirkungstatbestand nach § 9 Abs 5 UWG iVm § 58 MSchG dient die Durchsetzung älterer Kennzeichenrechte grundsätzlich legitimen Interessen des Inhabers. Sie kann daher, wenn überhaupt, nur in ganz engen Ausnahmefällen sittenwidrig sein. (T1)
- 4 Ob 122/13i
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 122/13i
- 4 Ob 252/16m
Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 252/16m
Auch; Beisatz: Auch das Geltendmachen von Rechten aus einer Marke kann sittenwidrig sein, wenn es in unlauterer Weise Mitbewerber behindert. Dies könnte aber, wie auch der bösgläubige Markenrechtserwerb ieS, im Regelfall nur einen Einwand gegen Ansprüche begründen, die aus der Marke abgeleitet werden: Darüber hinaus könnte ein betroffener Mitbewerber mit dieser Begründung auch aktiv gegen eine Schutzrechtsverwarnung des Markeninhabers vorgehen. (T2)
- 4 Ob 184/21v
Entscheidungstext OGH 16.12.2021 4 Ob 184/21v
Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0121116
Zuletzt aktualisiert am
14.03.2022
Dokumentnummer
JJR_20060620_OGH0002_0040OB00089_06A0000_002