Rechtssatz RS0121785
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0121785
Entscheidungsdatum
30.03.2020
Rechtssatz
Bei Beurteilung der Irreführungseignung einer Arzneimittelwerbung ist auch dann ein strenger Maßstab anzulegen, wenn sie sich an Fachleute richtet. Die Werbung mit für den Werbenden günstigen Teilergebnissen einer medizinischen Studie kann dann zur Irreführung geeignet sein, wenn sie nicht zugleich deutlich macht, welche primären Ziele die zitierte Studie verfolgte und zu welchen Ergebnissen sie in Bezug auf diese Ziele gelangte.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 233/06b
Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 233/06b
- 4 Ob 58/07v
Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 58/07v
Vgl; Beisatz: Bei der Prüfung, ob die Beklagte mit gutem Grund annehmen konnte, ihre Werbung verstoße nicht gegen die einschlägigen Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes, ist wegen des unmittelbaren Wettbewerbsbezugs dieser Vorschriften und des hohen Werts des damit geschützten Rechtsguts (der Gesundheit der Patienten) bei der Prüfung der Vertretbarkeit - ebenso wie bei jener der Irreführungseignung einer Arzneimittelwerbung - ein strenger Maßstab anzulegen. (T1)
- 4 Ob 78/07k
Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 78/07k
nur: Bei Beurteilung der Irreführungseignung einer Arzneimittelwerbung ist auch dann ein strenger Maßstab anzulegen, wenn sie sich an Fachleute richtet. (T2)
- 4 Ob 174/07b
Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 174/07b
nur T2
- 4 Ob 96/14t
Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 96/14t
Vgl auch
- 4 Ob 184/15k
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 184/15k
Auch
- 4 Ob 136/17d
Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 136/17d
Auch
- 4 Ob 200/19v
Entscheidungstext OGH 30.03.2020 4 Ob 200/19v
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121785
Zuletzt aktualisiert am
04.06.2020
Dokumentnummer
JJR_20070213_OGH0002_0040OB00233_06B0000_001