Rechtssatz RS0121906
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0121906
Entscheidungsdatum
21.10.2014
Rechtssatz
Hat das Vertragsunternehmen seine in den AGB des Händlervertrags angeführten Sorgfaltspflichten erfüllt, trägt die Kreditkartengesellschaft das Risiko eines Missbrauchs der Kreditkarte durch Dritte. Ist der Vertragsunternehmer jedoch seinen vertraglichen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen, entsteht keine (abstrakte) Zahlungsverpflichtung der Kreditkartengesellschaft.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 2/07y
Entscheidungstext OGH 28.03.2007 6 Ob 2/07y
Beisatz: Ein vereinbarungswidrig sorgloses Verhalten des Vertragsunternehmens hat im Verhältnis zur Kreditkartengesellschaft nur dann keine konkreten Auswirkungen, wenn der Karteninhaber tatsächlich Zahlung an die Kreditkartengesellschaft leistet; in diesem Fall kann das Vertragsunternehmen die ausstehende Zahlung von der Kreditkartengesellschaft fordern. (T1)
- 10 Ob 23/13z
Entscheidungstext OGH 23.07.2013 10 Ob 23/13z
Beis wie T1
- 4 Ob 133/14h
Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 133/14h
Vgl; Beisatz: Bei den „Sorgfaltspflichten“ handelt es sich richtigerweise um bloße Obliegenheiten. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121906
Zuletzt aktualisiert am
09.12.2014
Dokumentnummer
JJR_20070328_OGH0002_0060OB00002_07Y0000_001