Rechtssatz RS0121944
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0121944
Entscheidungsdatum
22.06.2011
Rechtssatz
Eine Klausel, wonach der Kreditgeber jederzeit das Recht hat, die Vorführung des Deckungsobjektes an einem von ihm zu bestimmenden Ort zu verlangen, ist als schwerwiegender Eingriff in das Gebrauchsrecht des Kreditnehmers unwirksam im Sinne des § 879 Abs 3 ABGB.Eine Klausel, wonach der Kreditgeber jederzeit das Recht hat, die Vorführung des Deckungsobjektes an einem von ihm zu bestimmenden Ort zu verlangen, ist als schwerwiegender Eingriff in das Gebrauchsrecht des Kreditnehmers unwirksam im Sinne des Paragraph 879, Absatz 3, ABGB.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 221/06p
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 221/06p
Beisatz: Hier: AGB für Ankauf- und Barkredite. (Klausel 2) (T1)
- 3 Ob 12/09z
Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 12/09z
Vgl; Beisatz: Hier: Klausel in Finanzierungsleasingvertrag. (T2)
- 4 Ob 59/09v
Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 59/09v
Vgl; Beisatz: Eine Klausel, wonach der Leasingnehmer bei Beendigung des Leasingvertrags - aus welchem Grund immer - verpflichtet ist, den Leasinggegenstand auf eigene Kosten an die vom Leasinggeber angegebene inländische Übernahmestelle zurück zu liefern (Klausel 12), verstößt gegen § 879 Abs 3 ABGB. (T3)
- 2 Ob 198/10x
Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 198/10x
Vgl; Vgl Beis wie T3; Beisatz: Eine Klausel, die den Leasinggeber zur Sicherstellung des Leasingobjekts bei jeglichem Verstoß gegen vertragliche Pflichten durch den Leasingnehmer berechtigt und keineswegs nur bei qualifizierten Verletzungen der AGB, ist unzulässig. (T4); Bem: Klausel 19. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121944
Zuletzt aktualisiert am
30.04.2025
Dokumentnummer
JJR_20070320_OGH0002_0040OB00221_06P0000_003