Rechtssatz RS0122128
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0122128
Entscheidungsdatum
17.11.2015
Rechtssatz
Die Auffassung, dass § 50a Abs 3 Z 3 AMG idF des BG BGBl I 153/2005 (früher § 50 Abs 2 Z 3 AMG aF) nicht verlangt, dass Werbeaussagen zu Arzneimitteln von der Fachinformation positiv (ausdrücklich) gedeckt sein müssen, ist mit guten Gründen vertretbar. Gegen § 1 UWG iVm § 50a Abs 3 Z 3 AMG verstößt eine Werbung daher nur dann, wenn sie Angaben enthält, die mit dem Inhalt der Fachinformation im engeren Sinn unvereinbar sind, dh in einem sachlichen Widerspruch dazu stehen.Die Auffassung, dass Paragraph 50 a, Absatz 3, Ziffer 3, AMG in der Fassung des BG Bundesgesetzblatt Teil eins, 153 aus 2005, (früher Paragraph 50, Absatz 2, Ziffer 3, AMG aF) nicht verlangt, dass Werbeaussagen zu Arzneimitteln von der Fachinformation positiv (ausdrücklich) gedeckt sein müssen, ist mit guten Gründen vertretbar. Gegen Paragraph eins, UWG in Verbindung mit Paragraph 50 a, Absatz 3, Ziffer 3, AMG verstößt eine Werbung daher nur dann, wenn sie Angaben enthält, die mit dem Inhalt der Fachinformation im engeren Sinn unvereinbar sind, dh in einem sachlichen Widerspruch dazu stehen.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 58/07v
Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 58/07v
- 4 Ob 78/07k
Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 78/07k
Beisatz: Für Arzneimittelspezialitäten, die nicht in die gesetzlich strenger geregelte Gruppe der Homöopathika fallen, ist daher die Werbung mit (tatsächlich zutreffenden) Wirkungen, die in der Fachinformation nicht genannt sind, den dort enthaltenen Informationen aber auch nicht widersprechen, nicht unlauter (iS eines Verstoßes gegen §1 UWG). (T1); Beisatz: Hier: Hinweis auf Reduktion der Diabetesinzidenz in Werbung an Ärzte, obwohl Arzneimittel nur für Bluthochdruck zugelassen ist. (T2)
- 4 Ob 174/07b
Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 174/07b
nur: Gegen § 1 UWG iVm § 50a Abs 3 Z 3 AMG verstößt eine Werbung nur dann, wenn sie Angaben enthält, die mit dem Inhalt der Fachinformation im engeren Sinn unvereinbar sind, dh in einem sachlichen Widerspruch dazu stehen. (T3); Beis ähnlich wie T1 jedoch: Eine (nicht irreführende) Werbung mit Wirkungen, die nicht in der Fachinformation genannt sind, ist grundsätzlich zulässig. (T4)
- 4 Ob 184/15k
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 184/15k
Auch; Beisatz: Hier: § 50a Abs3 Z3 AMG idF BGBl I 110/2012. (T5), nur T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122128
Zuletzt aktualisiert am
13.01.2016
Dokumentnummer
JJR_20070522_OGH0002_0040OB00058_07V0000_001