Rechtssatz RS0122476
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0122476
Entscheidungsdatum
30.10.2018
Rechtssatz
Das neue Außerstreitgesetz kennt keine der bisherigen Annahme der Erbserklärung entsprechende Vorgehensweise mehr. Es muss auch bei unschlüssigen Erbantrittserklärungen ein Verfahren über die Feststellung des Erbrechts mit mündlicher Verhandlung unter Beteiligung aller Übrigen geführt werden.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 117/07y
Entscheidungstext OGH 11.09.2007 1 Ob 117/07y
- 3 Ob 272/07g
Entscheidungstext OGH 27.02.2008 3 Ob 272/07g
Auch; Beisatz: Das Verlassenschaftsgericht hat im Außerstreitverfahren mit einheitlicher Entscheidung über das Erbrecht des/der Berechtigten zu entscheiden und die übrigen Erbserklärungen abzuweisen. (T1)
- 5 Ob 186/09b
Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 186/09b
nur: Das neue Außerstreitgesetz kennt keine der bisherigen Annahme der Erbserklärung entsprechende Vorgehensweise mehr. (T2)
- 6 Ob 81/13z
Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 81/13z
Vgl; Beisatz: Eine unrichtig nach schweizerischem Recht abgegebene Erbantrittserklärung ist nicht zurückzuweisen, sondern, weil sie in Widerspruch zur Erbantrittserklärung der erblasserischen Töchter steht, nach § 161 Abs 1 AußStrG über das Erbrecht zu entscheiden. (T3)
- 4 Ob 120/13w
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 120/13w
Beis wie T1
- 10 Ob 50/13w
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 10 Ob 50/13w
nur T2; Veröff: SZ 2014/42
- 5 Ob 167/14s
Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 167/14s
nur T2
- 2 Ob 88/18g
Entscheidungstext OGH 30.10.2018 2 Ob 88/18g
Veröff: SZ 2018/88
- 2 Ob 71/17f
Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 71/17f
Vgl; Beisatz: Hier: Offenlassend, ob Erbantrittserklärungen zurückgewiesen werden können. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122476
Zuletzt aktualisiert am
16.11.2021
Dokumentnummer
JJR_20070911_OGH0002_0010OB00117_07Y0000_001