Rechtssatz RS0123018
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0123018
Geschäftszahl
14Bkd8/07; 27Os4/15p; 25Os3/15a; 20Os15/16f; 12Os86/20v (12Os87/20s; 12Os88/20p); 24Ds6/23a
Entscheidungsdatum
13.09.2023
Rechtssatz
Wenn sich ein Rechtsanwalt auf einen Rechtsirrtum beruft, kann nicht grundsätzlich von der Geringfügigkeit eines Verschuldens ausgegangen werden. Es ist in jedem einzelnen Fall konkret zu prüfen, ob noch von einem geringfügigen Verschulden die Rede sein kann.
Entscheidungstexte
- 14 Bkd 8/07
Entscheidungstext OGH 19.11.2007 14 Bkd 8/07
Beisatz: Hier: Geringfügiges Verschulden wegen falscher Rechtsansicht, Treuhandgeschäfte, die nach dem BTVG abgewickelt werden, unterlägen nicht den Bestimmungen des Statut, des Treuhandverbands, (noch) bejaht. (T1)
- 27 Os 4/15p
Entscheidungstext OGH 24.09.2015 27 Os 4/15p
Beisatz: Bei einer Berufung auf einen Rechtsirrtum durch einen Rechtsanwalt kann eine Geringfügigkeit des Verschuldens nur in besonderen Ausnahmefällen zum Tragen kommen. (T2)
- 25 Os 3/15a
Entscheidungstext OGH 01.12.2015 25 Os 3/15a
Auch; Beis wie T2
- 20 Os 15/16f
Entscheidungstext OGH 14.02.2017 20 Os 15/16f
- 12 Os 86/20v
Entscheidungstext OGH 16.12.2020 12 Os 86/20v
Vgl
- 24 Ds 6/23a
Entscheidungstext OGH 13.09.2023 24 Ds 6/23a
Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0123018
Zuletzt aktualisiert am
15.11.2023
Dokumentnummer
JJR_20071119_OGH0002_014BKD00008_0700000_002