Rechtssatz RS0123246
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0123246
Entscheidungsdatum
20.12.2011
Rechtssatz
Ein Verstoß gegen spezielle Normen des UWG - insbesondere durch Anwendung einer nach dessen Anhang jedenfalls unzulässigen Geschäftspraktik - fällt nicht in die Fallgruppe „Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch". Denn dort hat schon der Gesetzgeber die für das lauterkeitsrechtliche Unwerturteil erforderliche Abwägung vorgenommen und auf dieser Grundlage Sanktionen angeordnet.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 225/07b
Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 225/07b
Beisatz: Ob es auch außerhalb des UWG Bestimmungen mit spezifisch lauterkeitsrechtlichem Charakter gibt und wie deren Verletzung zu behandeln wäre, ist hier nicht zu entscheiden. (T1); Veröff: SZ 2008/32
- 4 Ob 27/08m
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
Auch; Beisatz: Hier: Wurde ausdrücklich offen gelassen, ob die Werberegelungen des Arzneimittelrechts - als Ausprägungen des allgemeinen Irreführungsverbots - spezifisch lauterkeitsrechtlichen Charakter haben. (T2)
- 4 Ob 199/08f
Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
Vgl; Beisatz: Offen bleibt, ob die RL Arzt und Öffentlichkeit idF WerbeRL spezifisch lauterkeitsrechtlichen Charakter hat, sodass es auf die Unvertretbarkeit der Rechtsansicht möglicherweise nicht ankäme. (T3)
- 4 Ob 176/11b
Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 176/11b
Vgl; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Werberichtlinien der Österreichischen Ärztekammer nach § 35 Abs 1 ZahnärzteG. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123246
Zuletzt aktualisiert am
13.02.2013
Dokumentnummer
JJR_20080311_OGH0002_0040OB00225_07B0000_008