Rechtssatz RS0123333
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0123333
Entscheidungsdatum
30.06.2010
Rechtssatz
Zur gültigen Errichtung einer Vorsorgevollmacht muss der Vollmachtgeber im Zeitpunkt der Vollmachtserteilung jene Entscheidungsfähigkeit haben, welche erforderlich ist, um über die Angelegenheiten bestimmen zu können, die Inhalt der Vollmacht sind. Damit bedarf es auf Seiten des Vollmachtgebers der Geschäftsfähigkeit bzw - sofern Agenden der Personensorge übertragen werden - der Einsichts- und Urteilsfähigkeit.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 9/08d
Entscheidungstext OGH 21.02.2008 6 Ob 9/08d
- 10 Ob 102/08k
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 10 Ob 102/08k
Beisatz: Kann der Betroffene hingegen keine rechtsgültige Vollmacht erteilen, ist das Subsidiaritätsprinzip des § 268 Abs 2 ABGB nicht anwendbar. (T1)
- 7 Ob 118/09t
Entscheidungstext OGH 16.12.2009 7 Ob 118/09t
Auch
- 3 Ob 68/10m
Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 68/10m
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123333
Zuletzt aktualisiert am
09.08.2010
Dokumentnummer
JJR_20080221_OGH0002_0060OB00009_08D0000_001