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Rechtssatz RS0123453×

Rechtssatz RS0123453

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0123453

Entscheidungsdatum

06.09.2016

Norm

FinStrG §3

Rechtssatz

Die Norm des Paragraph 3, FinStrG ist in Bezug auf das gerichtliche Finanzstrafverfahren dahin zu verstehen, dass der allgemeine Teil des StGB - von Sonderregelungen (zum Beispiel Paragraph 23, Absatz 2, FinStrG) abgesehen - in Finanzstrafsachen nicht anzuwenden ist. Der Gesetzgeber hat mit der (auch) die nunmehr geltende Fassung des Paragraph 3, FinStrG einfügenden Finanzstrafgesetznovelle 1975 Bundesgesetzblatt 335 (ua) das Ziel verfolgt, die allgemeinen Bestimmungen des StGB zum Zweck der Rechtsvereinheitlichung in das FinStrG zu übernehmen, soweit dies mit den besonderen Bedürfnissen des Finanzstrafrechts vereinbar ist. Hieraus folgt - arg e contrario - dass alle nicht übernommenen Normen in diesem Bereich als nicht anwendbar oder überflüssig erachtet worden sind.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 16/08i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2008 13 Os 16/08i
  • 13 Os 97/08a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 97/08a
    Vgl auch
  • 13 Os 87/08f
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 13 Os 87/08f
    Auch
  • 13 Os 119/10i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2010 13 Os 119/10i
    Auch; Beisatz: Die Abschöpfung der Bereicherung ist im FinStrG nicht vorgesehen (Nichtigkeit nach Z 11 erster Fall). (T1)
  • 13 Os 95/15t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 95/15t
    Auch
  • 13 Os 76/16z
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 76/16z
    Auch; Beisatz: § 31a StGB ist in gerichtlichen Finanzstrafverfahren analog anzuwenden. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123453

Im RIS seit

23.05.2008

Zuletzt aktualisiert am

17.10.2016

Dokumentnummer

JJR_20080423_OGH0002_0130OS00016_08I0000_001