Rechtssatz RS0123874
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0123874
Entscheidungsdatum
25.01.2012
Rechtssatz
Bei einer voraussichtlich länger als 24Stunden dauernden oder wiederholt erforderlichen (sonstigen) Freiheitsbeschränkung muss deren Anordnung nicht für jede dieser Einzelmaßnahmen gesondert erfolgen, sondern genügt die einmalige Anordnung durch den Arzt. Das selbe gilt auch für eine Freiheitsbeschränkung durch die anlassbezogene Verabreichung von Medikamenten.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 77/08z
Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 77/08z
Beisatz: Selbst die therapeutisch indizierte medikamentöse Behandlung ist als Freiheitsbeschränkung zu beurteilen, wenn sie primär der Unterbindung von Unruhezuständen und der Beruhigung (also zur „Ruhigstellung" des Bewohners) dient (vergleiche 7 Ob 2423/96s und 1 Ob 251/00v zum UbG). (T1)
- 7 Ob 235/11a
Entscheidungstext OGH 25.01.2012 7 Ob 235/11a
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123874
Zuletzt aktualisiert am
21.03.2012
Dokumentnummer
JJR_20080529_OGH0002_0020OB00077_08Z0000_008