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Rechtssatz RS0124434×

Rechtssatz RS0124434

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0124434

Entscheidungsdatum

20.11.2024

Rechtssatz

Die Erlassung einer einstweiligen Verfügung setzt die Bescheinigung eines konkreten Verhaltens des Antragsgegners voraus, das Gewaltanwendung im weiteren Sinn beinhaltet. Die Bescheinigung des bloßen Verdachts, der Antragsgegner verhalte sich gewalttätig - die Ausübung sexueller Gewalt ist von diesem Begriff selbstverständlich umfasst - reicht für die Annahme, das Verhalten des Antragsgegners mache das weitere Zusammenleben/Zusammentreffen unzumutbar, nicht.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 198/08a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 198/08a
  • 7 Ob 132/14h
    Entscheidungstext OGH 10.09.2014 7 Ob 132/14h
  • 7 Ob 138/18x
    Entscheidungstext OGH 09.07.2018 7 Ob 138/18x
  • 7 Ob 186/24i
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.11.2024 7 Ob 186/24i
    Beisatz: Die bloße Unterlassung der adäquaten Beaufsichtigung einer Person – selbst vor dem Hintergrund einer allfällig damit einhergehenden Gefährdung ihrer körperlichen Unversehrtheit – stellt keinen körperlichen Angriff iSd §§ 382b, 382c EO dar. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124434

Im RIS seit

16.01.2009

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2025

Dokumentnummer

JJR_20081217_OGH0002_0030OB00198_08A0000_001