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Rechtssatz RS0125315×

Rechtssatz RS0125315

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0125315

Entscheidungsdatum

29.02.2024

Rechtssatz

Da ein Unzuständigkeitsurteil keine endgültige Beendigung des Hauptverfahrens, sondern bloß eine formale Zwischenerledigung in einem noch laufenden Verfahren darstellt (Lendl, WK-StPO Vorbem zu Paragraphen 259, 260, Rz 4), womit die Tatfrage selbst nicht geklärt, sondern lediglich ausgesprochen wird, dass nach Ansicht des angerufenen Gerichts die Entscheidung in eben dieser Frage einem Gericht höherer Ordnung obliegt, ist Paragraph 516, Absatz eins, erster Satz StPO teleologisch dahingehend zu reduzieren, dass nur erstinstanzlichen Endurteilen - das sind demnach solche, die durch Entscheidung in der Sache selbst die Anklage erledigen - eine die früheren Verfahrensbestimmungen (vorerst) perpetuierende Wirkung zukommt.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 118/09a
    Entscheidungstext OGH 22.09.2009 11 Os 118/09a
  • 11 Os 85/13d
    Entscheidungstext OGH 23.07.2013 11 Os 85/13d
    Beisatz: Das Unzuständigkeitsurteil löst als Formalurteil weder das Verbot nochmaliger Anklage noch ein Verbot der Entscheidung in derselben Sache aus. (T1)
  • 12 Os 13/24i
    Entscheidungstext OGH 29.02.2024 12 Os 13/24i
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125315

Im RIS seit

22.10.2009

Zuletzt aktualisiert am

24.04.2024

Dokumentnummer

JJR_20090922_OGH0002_0110OS00118_09A0000_001