Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0126170×

Rechtssatz RS0126170

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126170

Geschäftszahl

2Ob1/09z; 2Ob198/10x

Entscheidungsdatum

22.06.2011

Rechtssatz

Eine Klausel, die bei einer vom Leasinggeber verschuldeten vorzeitigen Auflösung des Leasingvertrags den Ausschluss einer Schadenersatzpflicht des Leasinggebers vorsieht, verstößt gegen Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer 9, KSchG; insofern der Leasingnehmer darüber hinaus selbst Schadenersatz (in Höhe des für die restliche Vertragsdauer bzw bis zum Ende des Kündigungsverzichts des Leasingnehmers noch ausstehenden Leasingentgelts zuzüglich des kalkulatorischen Restwerts) zu leisten hätte, bewirkt die Klausel eine gravierende und gröblich benachteiligende Abweichung vom dispositiven Recht (Klausel 25).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 1/09z
    Entscheidungstext OGH 22.04.2010 2 Ob 1/09z
    Bem: So schon 3 Ob 12 /09z. (Klausel 16) (T1); Veröff: SZ 2010/41
  • 2 Ob 198/10x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 198/10x
    Auch; Beisatz: Eine Klausel, welche die Gewinnmarge des Leasinggebers bei aus seinem Verschulden aufgelösten Verträgen in gleicher Weise regelt wie bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung aus anderen Gründen ist gröblich benachteiligend (hier: gleiche Abzinsung). (T2); Bem: Klausel 22. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126170

Im RIS seit

05.10.2010

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2013

Dokumentnummer

JJR_20100422_OGH0002_0020OB00001_09Z0000_019