Rechtssatz RS0126460
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0126460
Entscheidungsdatum
27.01.2026
Rechtssatz
Die dem § 488 Abs 4 ZPO nachgebildete Vorschrift des § 52 Abs 2 AußStrG bezieht sich nach ihrem ausdrücklichen Wortlaut nur auf in erster Instanz unmittelbar aufgenommene Beweise. Soweit das Erstgericht seine Feststellungen nicht aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf daher das Rekursgericht die Feststellungen des Erstgerichts abändern oder auch ergänzen, ohne die in § 52 Abs 2 AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten.Die dem Paragraph 488, Absatz 4, ZPO nachgebildete Vorschrift des Paragraph 52, Absatz 2, AußStrG bezieht sich nach ihrem ausdrücklichen Wortlaut nur auf in erster Instanz unmittelbar aufgenommene Beweise. Soweit das Erstgericht seine Feststellungen nicht aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf daher das Rekursgericht die Feststellungen des Erstgerichts abändern oder auch ergänzen, ohne die in Paragraph 52, Absatz 2, AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten.
Entscheidungstexte
- 10 Ob 80/10b
Entscheidungstext OGH 30.11.2010 10 Ob 80/10b
- 8 Ob 19/11v
Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 19/11v
Auch; Veröff: SZ 2011/32
- 10 Ob 34/12s
Entscheidungstext OGH 10.09.2012 10 Ob 34/12s
Auch
- 10 Ob 35/15t
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 10 Ob 35/15t
- 10 Ob 71/16p
Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 Ob 71/16p
Auch; Beisatz: Soweit das Erstgericht seine Feststellungen aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf das Rekursgericht diese weder abändern noch ergänzen, ohne die in § 52 Abs 2 AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten. (T1)
- 9 Ob 12/19h
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
- 3 Ob 210/22m
Entscheidungstext OGH 15.12.2022 3 Ob 210/22m
Vgl; Beisatz: Hier: Kein Verstoß des Rekursgerichts gegen den Unmittelbarkeitsgrundsatz, weil das Erstgericht die bekämpften und vom Rekursgericht ohne Beweiswiederholung abgeänderten Feststellungen nicht aufgrund unmittelbarer Beweisaufnahmen, sondern bloß auf Basis von Sachverständigengutachten und Urkunden getroffen hat. (T2)
- 7 Ob 5/23w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.02.2023 7 Ob 5/23w
vgl; Beisatz: Hier: Ergänzung der Feststellungen durch das Rekursgericht zum Betreuungs- und Pflegebedürfnis eines Bewohners ohne Beweisergänzung (T3)
- 2 Ob 44/24w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.04.2024 2 Ob 44/24w
Beisatz: hier: Feststellungen zum Sachbezug aufgrund des vorgelegten Lohnzettels. (T4)
- 3 Ob 179/25g
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.01.2026 3 Ob 179/25g
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126460
Zuletzt aktualisiert am
26.02.2026
Dokumentnummer
JJR_20101130_OGH0002_0100OB00080_10B0000_001