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Rechtssatz RS0126631×

Rechtssatz RS0126631

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0126631

Entscheidungsdatum

23.02.2023

Rechtssatz

Wird durch die ungewöhnliche Vertragsgestaltung zu einem Arbeitsverhältnis zu Lasten des Insolvenz-Entgelt-Fonds eine Ausbeutungssituation geschaffen und diese Situation vom Arbeitnehmer in einer einem Fremdvergleich nicht standhaltenden Weise (hier rund 15 Jahre) bewusst in Kauf genommen, so ist der Arbeitnehmer verpflichtet, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bei Unterbleiben solcher Maßnahmen ist die Überwälzung des Finanzierungsrisikos auf den Fonds grundsätzlich als rechtsmissbräuchlich zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 8 ObS 2/11v
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObS 2/11v
    Veröff: SZ 2011/22
  • 8 ObS 6/12h
    Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 ObS 6/12h
    Auch
  • 2 Ob 214/11a
    Entscheidungstext OGH 25.10.2012 2 Ob 214/11a
    Vgl; Veröff: SZ 2012/114
  • 8 ObS 4/13s
    Entscheidungstext OGH 04.03.2013 8 ObS 4/13s
    Auch
  • 8 ObS 8/22t
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2023 8 ObS 8/22t
    vgl; Beisatz: Vereinbarungen oder Verhaltensweisen, die zu einer bewussten Überwälzung des Finanzierungsrisikos des Arbeitgebers auf den Insolvenzentgeltfonds führen, begründen nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs im Allgemeinen Rechtsmissbrauch. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126631

Im RIS seit

05.05.2011

Zuletzt aktualisiert am

28.04.2023

Dokumentnummer

JJR_20110222_OGH0002_008OBS00002_11V0000_001