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Rechtssatz RS0126969×

Rechtssatz RS0126969

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0126969

Geschäftszahl

15Os52/10a (15Os187/10d, 15Os188/10a); 15Os132/11t; 15Os133/11i (15Os134/11m)

Entscheidungsdatum

16.11.2011

Rechtssatz

Mangels planwidriger Gesetzeslücke besteht auch dann kein Anspruch des Medieninhabers gegenüber dem Privatankläger oder Antragsteller, ihm die in Paragraph 39, MedienG nicht angeführten Kosten der Urteilsveröffentlichung (unter anderem nach Paragraph 8 a, Absatz 6, MedienG) zu ersetzen, wenn dieser rechtskräftige Ausspruch infolge Antrags auf Erneuerung des Verfahrens gemäß Paragraph 363 a, StPO nachträglich aufgehoben wird. Vielmehr sind derartige Ansprüche gegebenenfalls im Wege des Amtshaftungsverfahrens durchzusetzen.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 52/10a
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 52/10a
  • 15 Os 132/11t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2011 15 Os 132/11t
    Auch; Beisatz: Wird im Wege einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes oder einer Verfahrenserneuerung nach § 363a StPO ein für den Medieninhaber günstiger Verfahrensausgang herbeigeführt, steht diesem für eine „Gegenmitteilung“ zu einer ihm rechtskräftig nach § 8a Abs 6 MedienG aufgetragenen Urteilsveröffentlichung mangels planwidriger Gesetzeslücke kein Kostenersatzanspruch gegen den Privatankläger oder Antragsteller nach § 39 Abs 1 MedienG (analog) zu. (T1)
  • 15 Os 133/11i
    Entscheidungstext OGH 16.11.2011 15 Os 133/11i
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126969

Im RIS seit

02.08.2011

Zuletzt aktualisiert am

22.01.2016

Dokumentnummer

JJR_20110504_OGH0002_0150OS00052_10A0000_002