Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0127026×

Rechtssatz RS0127026

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0127026

Geschäftszahl

15Os106/10t (15Os49/11m, 15Os50/11h); 15Os175/10i

Entscheidungsdatum

29.06.2011

Rechtssatz

Tatbestandsmäßig nach Paragraph 111, Absatz eins, StGB ist nicht nur der Vorwurf der Begehung einer eine gerichtlich strafbare Handlung verwirklichenden Tat, sondern schon die Äußerung eines dementsprechenden Tatverdachts, mithin die Behauptung, es gäbe Anhaltspunkte dafür, dass der Betreffende eine solche Tat begangen habe. Die Äußerung eines (bloßen) Tatverdachts, die in aller Regel die Annahme impliziert, die Tatbegehung sei dem Betreffenden jedenfalls zuzutrauen, ist nämlich die abgeschwächte Form des Tatvorwurfs selbst.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127026

Im RIS seit

26.08.2011

Zuletzt aktualisiert am

22.01.2016

Dokumentnummer

JJR_20110629_OGH0002_0150OS00106_10T0000_001