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Rechtssatz RS0127783×

Rechtssatz RS0127783

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht, Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0127783

Entscheidungsdatum

23.01.2014

Rechtssatz

Die Vereinbarung zwischen einer Prostituierten und ihrem Kunden ist nicht generell sittenwidrig iSd Paragraph 879, Absatz eins, ABGB. Es entsteht dadurch zwar kein klagbarer Anspruch auf Vornahme oder Duldung einer sexuellen Handlung. Wurde die sexuelle Handlung gegen vorher vereinbartes Entgelt vorgenommen oder geduldet, so begründet diese Vereinbarung eine klagbare Entgeltforderung. Dieser Grundsatz besteht auch im Verhältnis zwischen Bordellbetreiber und Kunden.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 45/12g
    Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 45/12g
    Veröff: SZ 2012/45
  • 6 Ob 124/12x
    Entscheidungstext OGH 13.09.2012 6 Ob 124/12x
  • 12 Os 90/13x
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 12 Os 90/13x
    Auch; nur: Die Vereinbarung zwischen einer Prostituierten und ihrem Kunden ist nicht generell sittenwidrig iSd § 879 Abs 1 ABGB. (T1)
    Beisatz: Der Vorwurf von Prostitution (Sexarbeit) ist geeignet, die diese verrichtende Person in der öffentlichen Meinung herabzusetzen und demnach ehrenrührig und somit taugliches Drohmittel iSd § 74 Abs 1 Z 5 StGB. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127783

Im RIS seit

02.07.2012

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2014

Dokumentnummer

JJR_20120418_OGH0002_0030OB00045_12G0000_001