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Rechtssatz RS0127795

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0127795

Entscheidungsdatum

11.08.2014

Norm

MeldeG §18 Abs6
§15 Abs3 StGB
§302 Abs1 StGB

Rechtssatz

Der unmittelbare Täter kann nur dann iSd Paragraph 302, Absatz eins, StGB mit auf Schädigung des Staates an dessen Gebührenanspruch gerichtetem Vorsatz handeln, wenn er zu der den Gebührenanspruch auslösenden Amtshandlung befugt ist.

Entscheidungstexte

  • 17 Os 1/12v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2012 17 Os 1/12v
  • 17 Os 20/12p
    Entscheidungstext OGH 10.12.2012 17 Os 20/12p
    Vgl; Beisatz: Das Recht auf Gebühreneinhebung nach § 18 Abs 6 MeldeG kommt als Bezugspunkt des Schädigungsvorsatzes hier nicht in Frage, weil Gerichtsbedienstete in Ausübung ihrer Abfragebefugnis nicht als Meldebehörde (vgl § 13 Abs 1 MeldeG) tätig werden. (T1)
  • 17 Os 18/14x
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 18/14x
    Auch; Beisatz: Der Vorsatz, einen anderen an seinen Rechten in Betreff eines Vermögensanspruchs zu schädigen, ist nur bei Existenz eines solchen Anspruchs taugliche Grundlage für eine Tatbeurteilung nach § 302 Abs 1 StGB. (T2)
    Beisatz: Hier: Beamter der Niederösterreichischen Landesregierung. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127795

Im RIS seit

10.07.2012

Zuletzt aktualisiert am

07.10.2014

Dokumentnummer

JJR_20120618_OGH0002_0170OS00001_12V0000_001