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Rechtssatz RS0130175

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0130175

Geschäftszahl

9Ob14/15x; 7Nc25/25y

Entscheidungsdatum

26.11.2025

Norm

Brüssel IIa-VO Art15 Abs1 litb
HESÜ Art8

Rechtssatz

Der von einem österreichischen Gericht auf Grundlage von Artikel 15, Brüssel IIa-VO gefasste Beschluss, die Kindschaftssache zu übertragen, ist nach allgemeinen Regeln anfechtbar. Da ein Übertragungsersuchen nur dann zulässig ist, wenn die in Artikel 15, Brüssel IIa-VO für eine Übertragung normierten materiellen Voraussetzungen vorliegen, muss das Fehlen einer solchen Voraussetzung im Rechtsmittelverfahren gegen diesen Beschluss geltend gemacht werden können. Nach Rechtskraft dieses Beschlusses ist dieser im Sinn des Artikel 15, Absatz eins, Litera b, der Brüssel IIa-VO an das Gericht des Zweitstaats zu übermitteln.

Entscheidungstexte

  • 9 Ob 14/15x
    Entscheidungstext OGH 24.06.2015 9 Ob 14/15x
    Veröff: SZ 2015/62
  • 7 Nc 25/25y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2025 7 Nc 25/25y
    vgl; Beisatz: Hier: Zuständigkeitsübertragung nach Art 8 HESÜ. (T1)
    Beisatz: Auch bei der Zuständigkeitsübertragung nach Art 8 HESÜ gelten mangels einer Regelung im HESÜ § 36 Abs 1 AußStrG und § 45 Satz 1 AußStrG, wonach das Gericht in Außerstreitsachen in Form von Beschlüssen zu entscheiden hat und diese Beschlüsse grundsätzlich anfechtbar sind. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130175

Im RIS seit

28.08.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20150624_OGH0002_0090OB00014_15X0000_003