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Rechtssatz RS0130519×

Rechtssatz RS0130519

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0130519

Entscheidungsdatum

03.11.2020

Rechtssatz

Auf dem Bildschirm erstellte und elektronisch unterfertigte Verträge sind mangels der für die Erfüllung des Urkundenbegriffs nach Paragraph 74, Absatz eins, Ziffer 7, StGB notwendigen schriftlichen Verkörperung der Gedankenerklärung keine Urkunden und solcherart kein Täuschungsmittel des Urkundenbetrugs nach Paragraph 147, Absatz eins, Ziffer eins, erster Fall StGB.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 78/15k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 12 Os 78/15k
    Beisatz: Ausdrucke solcher Verträge können jedoch Urkunden sein, wenn sie nach ihrem äußeren Erscheinungsbild sowie Inhalt und Art ihrer Verwendung das Original im Rechtsverkehr vertreten. (T1)
    Beisatz: Wird bei der elektronischen Erstellung und Unterfertigung eines Vertrags zudem der Eindruck erweckt, dass die verwendeten Daten von einem anderen Aussteller stammen, und werden diese zur Täuschung verwendet, liegt die Qualifikation des § 147 Abs 1 Z 1 dritter Fall StGB vor. (T2)
  • 12 Os 66/20b
    Entscheidungstext OGH 10.09.2020 12 Os 66/20b
    Vgl
  • 14 Os 102/20m
    Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 102/20m
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130519

Im RIS seit

02.02.2016

Zuletzt aktualisiert am

01.02.2021

Dokumentnummer

JJR_20151119_OGH0002_0120OS00078_15K0000_001