Rechtssatz RS0130762
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0130762
Entscheidungsdatum
28.08.2024
Rechtssatz
Für die arglistige Täuschung reicht bedingter Vorsatz (dolus eventualis) aus.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 54/16s
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 54/16s
- 7 Ob 34/16z
Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 34/16z
- 7 Ob 54/17t
Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 54/17t
- 7 Ob 119/17a
Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 119/17a
Veröff: SZ 2017/116
- 7 Ob 218/23v
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.01.2024 7 Ob 218/23v
vgl; Beisatz: Arglist ist die (bedingt) vorsätzliche Herbeiführung oder die Ausnützung eines schon vorhandenen Irrtums. (T1)
- 7 Ob 117/24t
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.08.2024 7 Ob 117/24t
vgl; Beisatz nur wie T1
Beisatz: Eine arglistige Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht gemäß § 22 VersVG ist gegeben, wenn der Versicherungsnehmer nicht nur die verschwiegene oder unrichtig angezeigte Tatsache kannte, sondern um die Erheblichkeit dieser Tatsache für den Versicherer wusste. Arglist liegt demnach vor, wenn der Getäuschte absichtlich oder doch bewusst durch unrichtige Vorstellungen zur Einwilligung in einen Vertragsabschluss gebracht wurde (T2)
Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen des (gemäß § 22 VersVG anwendbar bleibenden) § 870 ABGB erfüllt sind, kommt es maßgeblich auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130762
Zuletzt aktualisiert am
14.10.2024
Dokumentnummer
JJR_20160427_OGH0002_0070OB00054_16S0000_001