Rechtssatz RS0132357
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0132357
Entscheidungsdatum
19.11.2025
Rechtssatz
Die Unschuldsvermutung (§ 8 StPO; Art 6 Abs 2 MRK) ist verletzt, wenn das Gericht bei der Strafbemessung auf die Begehung einer Straftat als tatsächlichen Anknüpfungspunkt abstellt, die nicht Gegenstand des im angefochtenen Urteil gefällten oder eines sonstigen, rechtskräftigen Schuldspruchs ist.Die Unschuldsvermutung (Paragraph 8, StPO; Artikel 6, Absatz 2, MRK) ist verletzt, wenn das Gericht bei der Strafbemessung auf die Begehung einer Straftat als tatsächlichen Anknüpfungspunkt abstellt, die nicht Gegenstand des im angefochtenen Urteil gefällten oder eines sonstigen, rechtskräftigen Schuldspruchs ist.
Entscheidungstexte
- 11 Os 108/18v
Entscheidungstext OGH 11.12.2018 11 Os 108/18v
- 13 Os 66/22p
Entscheidungstext OGH 19.10.2022 13 Os 66/22p
- 12 Os 101/22b
Entscheidungstext OGH 07.11.2022 12 Os 101/22b
Vgl
- 14 Os 13/23b
Entscheidungstext OGH 28.02.2023 14 Os 13/23b
Vgl
- 15 Os 86/23w
Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 86/23w
Beisatz: Hier: Keine Verletzung der Unschuldsvermutung durch die Erwähnung, dass sich der Angeklagte erst seit 2015 in Österreich aufhalte und daher über die Zeit davor keine Informationen über ein allfällig strafrechtlich relevantes Vorleben vorliegen würden, im Zusammenhang mit der Annahme des Milderungsgrundes der Unbescholtenheit trotz fortgeschrittenen Alters. (T1)
- 11 Os 148/24k
Entscheidungstext OGH 21.01.2025 11 Os 148/24k
vgl
- 13 Os 110/25p
Entscheidungstext OGH 19.11.2025 13 Os 110/25p
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2018:RS0132357
Zuletzt aktualisiert am
09.01.2026
Dokumentnummer
JJR_20181211_OGH0002_0110OS00108_18V0000_002