Rechtssatz RS0132652
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0132652
Entscheidungsdatum
23.04.2026
Rechtssatz
Eine Wertsicherungsklausel in einem Mietvertrag ist durch das legitime Bedürfnis des Vermieters gerechtfertigt, das Entgelt – insbesondere bei längeren Vertragslaufzeiten – an die tatsächliche Geldentwertung anzupassen und damit das Äquivalenzverhältnis zu wahren.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 226/18f
Entscheidungstext OGH 25.04.2019 6 Ob 226/18f
Beisatz: Hier: Angemessener Mietzins nach § 16 Abs 1 MRG. (T1)
- 1 Ob 64/24d
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.05.2024 1 Ob 64/24d
Beisatz: Hier: Mietverhältnis im Teilanwendungsbereich des MRG. (T2)
Beisatz: Eine Wertsicherung nach dem VPI entspricht vor allem bei längerer Vertragslaufzeit dem legitimen Bedürfnis des Vermieters, den Mietzins an die Geldentwertung anzupassen, um damit das Äquivalenzverhältnis zu wahren. (T3)
Beisatz: Die Geldwertveränderung führt zu einer Veränderung der ursprünglichen subjektiven Äquivalenz der Leistungen und zu einem Auseinanderfallen von deren Wertverhältnis. Da der VPI den Maßstab für die allgemeine Preisentwicklung (Entwicklung des inneren Geldwerts) ausdrückt, verhindert eine daran anknüpfende Wertsicherung des Mietzinses gerade eine solche Verschiebung des ursprünglichen Äquivalenzverhältnisses. (T4)
Beisatz: Die Wertsicherung des Mietzinses muss nicht zwingend auf die Wertentwicklung der konkreten Kosten des Vermieters abstellen. Die Entgeltanpassung muss einen Bezug zu den konkreten Leistungen oder zur subjektiven Wertäquivalenz aufweisen. Letzteres ist bei einer Anpassung des Mietzinses nach dem VPI der Fall. (T5)
- 10 Ob 54/24z
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2024 10 Ob 54/24z
Beisatz wie T4
- 5 Ob 162/25x
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 29.01.2026 5 Ob 162/25x
vgl; Beisatz: Hier: Preisänderungsklausel in einem Stromliefervertrag zwischen zwei Unternehmern. (T6)
- 1 Ob 87/25p
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 10.03.2026 1 Ob 87/25p
- 3 Ob 20/26a
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2026 3 Ob 20/26a
Beisatz wie T4
- 6 Ob 158/25s
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.04.2026 6 Ob 158/25s
Beisatz wie T4 nur: Die Geldwertveränderung führt zu einer Veränderung der ursprünglichen subjektiven Äquivalenz der Leistungen und zu einem Auseinanderfallen von deren Wertverhältnis. (T7)
- 1 Ob 37/26m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2026 1 Ob 37/26m
vgl; Beisatz wie T4 nur: Die Geldwertveränderung führt zu einer Veränderung der ursprünglichen subjektiven Äquivalenz der Leistungen und zu einem Auseinanderfallen von deren Wertverhältnis. (T8)
- 6 Ob 78/25a
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2026 6 Ob 78/25a
- 10 Ob 14/26w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2026 10 Ob 14/26w
- 6 Ob 67/25h
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2026 6 Ob 67/25h
- 10 Ob 17/26m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.04.2026 10 Ob 17/26m
Beisatz: Hier: Wertsicherungsklausel, deren Ausgangsmonat 12 Monate vor dem Abschluss des Mietvertrages liegt. Aufhebung der Urteile der Vorinstanzen, weil § 879a ABGB erst nach Schluss der Verhandlung erster Instanz in Kraft trat und die Parteien dazu kein Vorbringen erstatten konnten. (T9)
- 9 Ob 123/25s
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.04.2026 9 Ob 123/25s
Beisatz wie T4
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132652
Zuletzt aktualisiert am
06.08.2026
Dokumentnummer
JJR_20190425_OGH0002_0060OB00226_18F0000_001