Rechtssatz RS0132694
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0132694
Geschäftszahl
14Os50/19p (14Os51/19k); 13Os39/24w (13Os40/24t); 12Os143/24g; 15Os56/25m; 15Os84/25d; 13Os5/26y (13Os6/26w; 13Os7/26t; 13Os8/26i)
Entscheidungsdatum
18.03.2026
Rechtssatz
Ein Angeklagter, der die Verfahrenssprache nicht versteht, hat das Recht auf schriftliche Übersetzung des noch nicht rechtskräftigen Urteils und Zustellung derselben gemeinsam mit dem Urteil.
Entscheidungstexte
- 14 Os 50/19p
Entscheidungstext OGH 25.06.2019 14 Os 50/19p
Beisatz: Die Zustellung der (in deutscher Sprache abgefassten) Urteilsausfertigung löst die Frist zur Ausführung der Rechtsmittel aus. Ein Verstoß gegen § 56 Abs 1 und 3 StPO führt nicht zur Wirkungslosigkeit dieser Verfahrenshandlung, kann aber Grund für die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand sein. Überdies kann der Oberste Gerichtshof aufgrund einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes die Wirkungslosigkeit der Urteilszustellung anordnen. (T1)
- 13 Os 39/24w
Entscheidungstext OGH 26.06.2024 13 Os 39/24w
- 12 Os 143/24g
Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 143/24g
Beisatz wie T1
- 15 Os 56/25m
Entscheidungstext OGH 16.07.2025 15 Os 56/25m
- 15 Os 84/25d
Entscheidungstext OGH 10.09.2025 15 Os 84/25d
vgl; Beisatz: Das gilt auch für die Anklageschrift und deren Zustellung gemeinsam mit einer schriftlichen Übersetzung an den der Verfahrenssprache nicht mächtigen Angeklagten. (T2)
- 13 Os 5/26y
Entscheidungstext OGH 18.03.2026 13 Os 5/26y
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132694
Zuletzt aktualisiert am
09.04.2026
Dokumentnummer
JJR_20190625_OGH0002_0140OS00050_19P0000_001