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Rechtssatz RS0133834

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0133834

Entscheidungsdatum

15.07.2026

Rechtssatz

Bei zur Tatzeit Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Paragraph 19, Absatz 2, JGG) ist laut der durch das JGG‑ÄndG 2015 in Paragraph 5, Ziffer 6 a, JGG eingeführten „Härteklausel“ anhand einer umfassenden tat- und täterbezogenen Betrachtung zu prüfen, ob der Wertersatzverfall nach Paragraph 20, Absatz 3, StGB aus Gründen der Billigkeit zu mindern ist. Da es sich dabei um eine vermögensrechtliche Anordnung betreffende Ermessensausübung handelt, ist diese gemäß Paragraph 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO im Urteil zu begründen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 125/21f
    Entscheidungstext OGH 18.11.2021 12 Os 125/21f
  • 12 Os 17/22z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2022 12 Os 17/22z
    Vgl
  • 15 Os 5/23h
    Entscheidungstext OGH 29.06.2023 15 Os 5/23h
    vgl
  • 15 Os 33/26f
    Entscheidungstext OGH 15.07.2026 15 Os 33/26f
    vgl; Beisatz: Setzte der Angeklagte Tathandlungen sowohl als junger Erwachsener als auch als Erwachsener, ist zu prüfen und durch Feststellungen zu klären, welcher für den Ausspruch des Verfalls in Betracht kommende Teil auf vom Angeklagten vor Vollendung des 21. Lebensjahres gesetzte Tathandlungen entfiel. (T1)
    Beisatz: hier: Umsatz, den der Angeklagte durch Verkauf von Suchtgift teils vor und teils nach Vollendung des 21. Lebensjahres erwirtschaftete. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2021:RS0133834

Im RIS seit

17.01.2022

Zuletzt aktualisiert am

01.09.2026

Dokumentnummer

JJR_20211118_OGH0002_0120OS00125_21F0000_001