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Rechtssatz RS0134850

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0134850

Geschäftszahl

1Ob118/23v; 1Ob29/26k

Entscheidungsdatum

08.04.2026

Norm

AEUV Lissabon Art267
Flugsicherungsdienste-Verordnung Art8
Luftraum-Rahmenverordnung Art2
LFG §120
ACG-G §10
AHG §1 Abs1

Rechtssatz

Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Artikel 267, AEUV folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:

Ist Artikel 8, der Verordnung (EG) Nr 550 aus 2004, des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2004 über die Erbringung von Flugsicherungsdiensten im einheitlichen europäischen Luftraum („Flugsicherungsdienste-Verordnung“) in der durch die Verordnung (EG) Nr 1070 aus 2009, des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 geänderten Fassung in Verbindung mit Artikel 2, Nr 4 der Verordnung (EG) Nr 549 aus 2004, des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2004 zur Festlegung des Rahmens für die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums („Rahmenverordnung“) in der durch die Verordnung (EG) Nr 1070 aus 2009, geänderten Fassung dahin auszulegen, dass die Erbringung von Flugverkehrsdiensten auch dem Schutz des einzelnen Luftraumnutzers vor dem Eintritt eines reinen Vermögensschadens aufgrund rechtswidriger und schuldhafter Versäumnisse der mit den Flugsicherungsdiensten betrauten Flugsicherungsorganisation dient?

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 118/23v
    Entscheidungstext OGH 27.05.2024 1 Ob 118/23v
  • 1 Ob 29/26k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2026 1 Ob 29/26k
    Beisatz: Der EuGH hat darauf mit Urteil vom 12. Februar 2026, C-408/24, Austrian Airlines, wie folgt geantwortet:
    Art. 2 Nr. 4 der Verordnung (EG) Nr. 549/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2004 zur Festlegung des Rahmens für die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums („Rahmenverordnung“) und Art. 8 der Verordnung (EG) Nr. 550/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2004 über die Erbringung von Flugsicherungsdiensten im einheitlichen europäischen Luftraum („Flugsicherungsdienste-Verordnung“) in ihrer jeweils durch die Verordnung (EG) Nr. 1070/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 geänderten Fassung sind in Verbindung mit den Bestimmungen der Verordnung Nr. 550/2004 über die Erbringungen von Flugsicherungsdiensten und die Gebührenregelung für diese Dienste dahin auszulegen, dass alle diese Bestimmungen auch bezwecken, die Luftraumnutzer vor wirtschaftlichen Schäden zu schützen, die durch einen schuldhaften Verstoß des Dienstleisters für Flugverkehrsdienste gegen seine Verpflichtungen aus diesen Bestimmungen verursacht werden. (T1)

Schlagworte

Amtshaftung, Rechtswidrigkeitszusammenhang

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:RS0134850

Im RIS seit

30.07.2024

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20240527_OGH0002_0010OB00118_23V0000_000