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Rechtssatz RS0134926

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0134926

Geschäftszahl

16Ok6/23b

Entscheidungsdatum

16.10.2024

Norm

ZPMRK Art4 7.ZPMRK
StPO §190

Rechtssatz

Die Verfolgung der von einem Einstellungsbeschluss nach Paragraph 190, StPO erfassten Fakten im Weg eines kartellrechtlichen Geldbußenantrags nach Paragraph 29, KartG widerspricht wegen der fehlenden Strafbefugnis der Staatsanwaltschaft nicht dem Doppelverfolgungs- und bestrafungsverbot (ne bis in idem) nach Artikel 4, 7. ZPMRK.

Entscheidungstexte

  • 16 Ok 6/23b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.10.2024 16 Ok 6/23b
    Dies gilt auch für diversionelle Erledigungen, da auch hier der Staatsanwaltschaft keine Strafbefugnis im Sinn der Entscheidung des EGMR in der Rechtssache Mihalache zukommt und die diversionelle Erledigung des Strafverfahrens und die Feststellung nach § 28 KartG komplementäre Sanktionen im Sinn der Entscheidung in der Rechtssache A und B/Norwegen bilden (sh bereits 16 Ok 5/23f). (T1)

Schlagworte

Doppelverfolgungsverbot, ne bis in idem, Geldbußenantrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2024:RS0134926

Im RIS seit

05.11.2024

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2024

Dokumentnummer

JJR_20241016_OGH0002_0160OK00006_23B0000_001