Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Diese Fassung ist nicht aktuell
Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Herstellung von Kohlenwasserstoffen und organischen Grundchemikalien
Kundmachungsorgan
BGBl. II Nr. 7/1999Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 7 aus 1999,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 1Anlage eins
Abkürzung
AEV Petrochemie und organische Grundchemikalien
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Text
Anlage A
Emissionsbegrenzungen gemäß § 1Emissionsbegrenzungen gemäß Paragraph eins
| | I)römisch eins) | II)römisch zwei) |
| | Anforderungen an | Anforderungen an |
| | Einleitungen in ein | Einleitungen in eine |
| | Fließgewässer | öffentliche Kanalisation |
| | | |
A 1 | Allgemeine Parameter | | |
1. | Temperatur | 30°C | 40°C |
| | | a) |
2. | Toxizität | | |
| b) | | |
2.1 | Algentoxizität GA | 8 | c) |
2.2 | Bakterientoxizität GL | 4 | c) |
2.3 | Daphnientoxizität GD | 4 | c) |
2.4 | Fischtoxizität GF | 2 | c) |
3. | Abfiltrierbare | 30 mg/l | 150 mg/l |
| Stoffe | | |
| d) | | |
4. | pH-Wert | 6,5–8,5 | 6,5–10,0 |
| | | |
A 2 | Anorganische Parameter | | |
5. | Aluminium | 2,0 mg/l | durch Abfiltrierbare |
| ber. als Al | | Stoffe begrenzt |
6. | Blei | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Pb | | |
7. | Eisen | 3,0 mg/l | durch Abfiltrierbare |
| ber. als Fe | | Stoffe begrenzt |
8. | Kupfer | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Cu | | |
9. | Nickel | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Ni | | |
10. | Quecksilber | 0,01 mg/l | 0,01 mg/l |
| ber. als Hg | e) | e) |
11. | Zink | | |
| ber. als Zn | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
12. | Zinn | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| ber. als Sn | | |
13. | Ammonium | 5,0 mg/l | f) |
| ber. als N | | |
14. | Chlorid | durch Parameter | – |
| ber. als Cl | Nr. 2 begrenzt | |
15. | Cyanid leicht | 0,1 mg/l | 0,5 mg/l |
| freisetzbar | | |
| ber. als CN | | |
16. | Fluorid | 30 mg/l | 30 mg/l |
| ber. als F | | |
17. | Gesamter geb. | 40 mg/l | – |
| Stickstoff TNb | | |
| ber. als N | | |
| g) | | |
18. | Phosphor – Gesamt | 2,0 mg/l | – |
| ber. als P | | |
19. | Sulfat | – | 200 mg/l, im Einzelfall |
| ber. als SO4 | | nach Baustoffen und |
| | | Mischungsverhältnissen |
| | | in der öffentlichen |
| | | Kanalisation höhere Werte |
| | | zulässig (ÖNORM B 2503, |
| | | September1992) |
20. | Sulfid leicht | 0,5 mg/l | 1,0 mg/l |
| freisetzbar | | |
| ber. als S | | |
A 3 | Organische Parameter | | |
21. | Gesamter org. geb. | 25 mg/l | – |
| Kohlenstoff TOC | h) | |
| ber. als C | | |
22. | Chemischer | 75 mg/l | – |
| Sauerstoffbedarf CSB | i) | |
| ber. als O2 | | |
23. | Biochemischer | 20 mg/l | – |
| Sauerstoffbedarf BSB5 | | |
| ber. als O2 | | |
24. | Adsorbierbare org. | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| geb. Halogene AOX | j) | j) |
| ber. als Cl | | |
25. | Summe der | 5,0 mg/l | 20 mg/l |
| Kohlenwasserstoffe | | k) |
26. | Ausblasbare org. | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| geb. Halogene POX | | |
| ber. als Cl | | |
| l) | | |
27. | Phenolindex | 0,2 mg/l | 20 mg/l |
| ber. als Phenol | | |
28. | Summe der anionischen | 2,0 mg/l | keine Beeinträchtigungen |
| und nichtionischen | | des Betriebes der |
| Tenside | | öffentlichen Kanalisations- |
| | | oder |
| | | Abwasserreinigungsanlage |
29. | Summe der flüchtigen | 0,1 mg/l | 1,0 mg/l |
| aromat. Kohlenwasserstoffe | | m) |
| Benzol, Toluol, Xylole und | | |
| Ethylbenzol | | |
| BTXE | | |
| | | |
Bei Gefahr der Ausbildung von Dämpfen oder Vereisungen oder bei Gefahr der gesundheitlichen Belastung durch Dämpfe für das Betriebspersonal einer öffentlichen Kanalisationsanlage ist die Anforderung zu verschärfen.
Bei der Auswahl (§ 4 Abs. 1 erster Satz AAEV) des Toxizitätstests für die Abwasserüberwachung ist darauf zu achten, daß mit dem eingesetzten Testorganismus die empfindlichste Gruppe von Wasserorganismen berücksichtigt wird, die durch die Inhaltsstoffe des Abwassers gemäß § 1 Abs. 1 geschädigt werden kann. Der Parameter 2.4 (Fischtoxizität) ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß § 4 Abs. 3 bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß § 4 Abs. 2 einzusetzen.Bei der Auswahl (Paragraph 4, Absatz eins, erster Satz AAEV) des Toxizitätstests für die Abwasserüberwachung ist darauf zu achten, daß mit dem eingesetzten Testorganismus die empfindlichste Gruppe von Wasserorganismen berücksichtigt wird, die durch die Inhaltsstoffe des Abwassers gemäß Paragraph eins, Absatz eins, geschädigt werden kann. Der Parameter 2.4 (Fischtoxizität) ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 3, bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 2, einzusetzen.
Eine Abwassereinleitung gemäß § 1 Abs. 1 darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.Eine Abwassereinleitung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.
Die Festlegung für den Parameter Abfiltrierbare Stoffe erübrigt eine Festlegung für den Parameter Absetzbare Stoffe.
Bei Abwasser aus der Herstellung eines Stoffes gemäß § 1 Abs. 2, bei welcher Quecksilber oder eine Quecksilberverbindung als Katalysator eingesetzt wird, ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,02 g/t einzuhalten; diese Emissionsbegrenzung bezieht sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für den jeweiligen Stoff. Erfolgt bei einem Betrieb oder einer Anlage gemäß § 1 Abs. 2 die Herstellung dieses Stoffes neben anderen Tätigkeiten des § 1 Abs. 2, so sind die Anforderungen für Quecksilber am Abwasserteilstrom aus der Herstellung dieses Stoffes einzuhalten.Bei Abwasser aus der Herstellung eines Stoffes gemäß Paragraph eins, Absatz 2,, bei welcher Quecksilber oder eine Quecksilberverbindung als Katalysator eingesetzt wird, ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,02 g/t einzuhalten; diese Emissionsbegrenzung bezieht sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für den jeweiligen Stoff. Erfolgt bei einem Betrieb oder einer Anlage gemäß Paragraph eins, Absatz 2, die Herstellung dieses Stoffes neben anderen Tätigkeiten des Paragraph eins, Absatz 2,, so sind die Anforderungen für Quecksilber am Abwasserteilstrom aus der Herstellung dieses Stoffes einzuhalten.
Die Emissionsbegrenzung ist bei Gefahr von Geruchsbelästigungen oder bei Korrosionsgefahr für zementgebundene Werkstoffe im Bereich der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage festzulegen (ÖNORM B 2503, September 1992).
Summe von Org. geb. Stickstoff, Ammonium-Stickstoff, Nitrit-Stickstoff und Nitrat-Stickstoff.
Bei einer TOC-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 125 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer
TOC-Mindesteliminationsleistung von 80% zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der TOC-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.Bei einer TOC-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 125 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer, TOC-Mindesteliminationsleistung von 80% zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der TOC-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.
Bei einer CSB-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 375 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer
CSB-Mindesteliminationsleistung von 80% zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der CSB-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.Bei einer CSB-Zulaufkonzentration der Tagesmischprobe von größer als 375 mg/l (gemessen als arithmetisches Mittel der Konzentrationen eines Monates im Zulauf zur biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage) ist eine Ablaufkonzentration entsprechend einer, CSB-Mindesteliminationsleistung von 80% zulässig. Die Mindesteliminationsleistung bezieht sich auf das Verhältnis der CSB-Tagesfrachten im Zulauf bzw. im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage.
Für Abwasser aus der Herstellung nachstehend genannter Stoffe oder Stoffgruppen gelten folgende Emissionsbegrenzungen:
1. | Ethylbenzol, Cumol | 1,0 mg/l |
| | 20 g/t |
2. | Acetaldehyd, Vinylacetat | 1,0 mg/l |
| | 30 g/t |
3. | Vinylchlorid | 1,0 mg/l |
| | (VC) | 2,0 g/t |
4. | Trichlorphenol | 1,0 mg/l |
| | (TCP, alle Isomere) | 20 g/t |
5. | Trichlorbenzol | 0,2 mg/l |
| | (TCB, alle Isomere) | 2,0 g/t |
6. | Tetrachlormethan | 1,5 mg/l |
| | 3,0 g/t |
7. | Hexachlorbutadien | 1,5 mg/l |
| | (HCBD) | 2,0 g/t |
8. | 1,2-Dichlorethan | 1,0 mg/l |
| | (EDC) | 2,0 g/t |
9. | Trichlorethen | 1,0 mg/l |
| | (TRI) | 3,0 g/t |
10. | Tetrachlorethen | 1,0 mg/l |
| | (PER) | 3,0 g/t |
11. | Halogenorganische Lösemittel | 1,0 mg/l |
| ausgenommen 1,2,4-Trichlorbenzol | 10 g/t |
| und jene gemäß Z 6 bis 10und jene gemäß Ziffer 6 bis 10 | |
Die produktionsspezifische Emissionsbegrenzung der Z 1 bis 10 bezieht sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für den Einzelstoff; die produktionsspezifische Emissionsbegrenzung der Z 11 bezieht sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für das (die) jeweilige(n) halogenorganische(n) Lösemittel.Die produktionsspezifische Emissionsbegrenzung der Ziffer eins bis 10 bezieht sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für den Einzelstoff; die produktionsspezifische Emissionsbegrenzung der Ziffer 11, bezieht sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für das (die) jeweilige(n) halogenorganische(n) Lösemittel. |
Erfolgt bei einem Betrieb oder einer Anlage gemäß § 1 Abs. 2 die Herstellung von in Z 1 bis 11 genannten Stoffen oder Stoffgruppen neben anderen Tätigkeiten des § 1 Abs. 2, so sind die Anforderungen für AOX am Abwasserteilstrom aus der jeweiligen Herstellung einzuhalten.Erfolgt bei einem Betrieb oder einer Anlage gemäß Paragraph eins, Absatz 2, die Herstellung von in Ziffer eins bis 11 genannten Stoffen oder Stoffgruppen neben anderen Tätigkeiten des Paragraph eins, Absatz 2,, so sind die Anforderungen für AOX am Abwasserteilstrom aus der jeweiligen Herstellung einzuhalten. |
| | | |
Im Einzelfall ist eine höhere Emissionsbegrenzung zulässig, wenn
bei der wasserrechtlichen Bewilligung der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage auf die Einleitung gemäß § 1 Abs. 1 gesondert Bedacht genommen wurde undbei der wasserrechtlichen Bewilligung der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage auf die Einleitung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, gesondert Bedacht genommen wurde und
durch laufende Untersuchungen gemäß AAEV Anlage A Fußnote c) Z 1 oder 2 nachgewiesen wird,daß das Abwasser gemäß § 1 Abs. 1 keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorruft unddurch laufende Untersuchungen gemäß AAEV Anlage A Fußnote c) Ziffer eins, oder 2 nachgewiesen wird,daß das Abwasser gemäß Paragraph eins, Absatz eins, keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorruft und
im Ablauf der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage eine Emissionsbegrenzung von 2 mg/l eingehalten werden kann.
Vorschreibung nur erforderlich, wenn das Abwasser leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe enthält, die aus der Herstellung oder Verwendung derartiger Stoffe in Tätigkeiten des § 1 Abs. 2 stammen. Zusätzlich ist am Abwasserteilstrom aus einer derartigen Herstellung oder Verwendung leichtflüchtiger Halogenkohlenwasserstoffe vor Vermischung mit sonstigem (Ab)wasser eine Emissionsbegrenzung von
1,0 mg/l einzuhalten.Vorschreibung nur erforderlich, wenn das Abwasser leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe enthält, die aus der Herstellung oder Verwendung derartiger Stoffe in Tätigkeiten des Paragraph eins, Absatz 2, stammen. Zusätzlich ist am Abwasserteilstrom aus einer derartigen Herstellung oder Verwendung leichtflüchtiger Halogenkohlenwasserstoffe vor Vermischung mit sonstigem (Ab)wasser eine Emissionsbegrenzung von, 1,0 mg/l einzuhalten.
Fußnote k) kann sinngemäß für den Parameter BTXE angewendet werden; für den Ablauf der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage gilt in diesem Fall eine Emissionsbegrenzung von 0,1 mg/l.
Schlagworte
Sauerstoffbedarf, Kohlenwasserstoff, Mischungsverhältnis, Beeinträchtigung
Zuletzt aktualisiert am
21.10.2025
Dokumentnummer
NOR12143244
Alte Dokumentnummer
N8199913230U