Kurztitel
Versandbehälterverordnung 1996
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 368/1996 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 255/1997Bundesgesetzblatt Nr. 368 aus 1996, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 255 aus 1997,
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
Anl. 1/23Anlage eins /, 23
Text
Anlage A.13
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Versandbehälter für kohlensäurehältige Getränke
1. Für festverbundene Tanks, Aufsetztanks, Gefäß- oder
Tankbatterien, die auf Straßenfahrzeugen verwendet werden,
gelten die Bestimmungen der Anlage A.7 Teil 2 für
Silotransportbehälter.
2. Versandbehälter für kohlensäurehältige Getränke (zB
Schankcontainer, Keg, Blechdosen) bis zu einem Inhalt von 50 l und einem Füllungsdruck von 8 bar müssen sicherheitstechnischen Regeln entsprechen, welche die Ziele des Kesselgesetzes umsetzen.
2.1 Keg und Schankcontainer sind insbesondere ausreichend gegen äußere Beschädigung auszulegen oder zu schützen und derart zu kennzeichnen, daß der Hersteller identifizierbar ist. Die Erfüllung der Anforderungen ist vom Hersteller mittels geeigneter Prüfungen nachzuweisen und durch Ausstellen einer Konformitätserklärung zu dokumentieren. Der Hersteller hat technische Unterlagen, die eine Bewertung der Übereinstimmung des Druckgerätes mit den sicherheitstechnischen Anforderungen ermöglichen, zur Einsichtnahme durch die zuständige Behörde bereit zu halten.
2.2 Die Befüllung der Versandbehälter ist derart vorzunehmen, daß für die Ausdehnung der Flüssigkeit ein ausreichender Mindestfreiraum erhalten bleibt. Wiederbefüllbare Versandbehälter sind im Rahmen der Befüllung hinsichtlich sicherheitsrelevanter Mängel zu überprüfen.
3. Flaschen aus Glas.
3.1 Flaschen aus Glas, welche unter Druck befüllt und verschlossen
werden und zur mehrmaligen Verwendung bestimmt sind (Siphonflaschen), müssen folgende Bedingungen erfüllen:
Jede Flasche ist mit einem Erzeugerkennzeichen zu versehen und vom Erzeuger einer Druckprüfung mit 30 bar Überdruck zu unterziehen. In den Lieferpapieren hat der Erzeuger die Durchführung der Druckprüfung zu bestätigen.
Der Fülldruck beim Verschließen der Flaschen darf 10 bar nicht überschreiten.
Die Flaschen dürfen nur soweit befüllt werden, daß unter Einbeziehung der technisch und technologisch bedingten Füllmengenstreuung ein Mindestfreiraum von 5% des Nenninhaltes nicht unterschritten wird.
Der Freiraum bestimmt sich nach folgender Formel:
I - Vrömisch eins - römisch fünf
F = -------- x 100
V römisch fünf
hiebei bedeuten:
F ..................... Freiraum (%)
I ..................... mittleres Randvolumen der Flasche bei
20 Grad C (ml)
V ..................... Nenninhalt bei 20 Grad C (ml)
d) Offensichtlich beschädigte Flaschen dürfen nicht befüllt
werden.
3.2 Flaschen aus Glas für die einmalige oder mehrmalige Verwendung,
die mit Flüssigkeiten gefüllt sind, welche bei 20 Grad C einen Schütteldruck entwickeln können, der gleich oder größer als 2 bar ist, müssen folgende Bedingungen erfüllen:
Die Flaschen dürfen nur soweit befüllt werden, daß unter Einbeziehung der technisch und technologisch bedingten Füllmengenstreuung ein Mindestfreiraum von 2,5% des Nenninhaltes nicht unterschritten wird.
Es dürfen nur solche Flaschen verwendet werden, die für den Verwendungszweck geeignet sind. Der Berstdruck fabriksneuer Flaschen, bei solchen für mehrfache Verwendung nach standardisierter Abnützungsbehandlung, muß mindestens dem doppelten Schütteldruck der gefüllten Flaschen bei 20 Grad C, vermehrt um 1 bar entsprechen.
Offensichtlich beschädigte Flaschen dürfen nicht befüllt werden.
Anmerkung
Formeln nicht direkt darstellbar.