Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
01.01.2004 bis 10.11.2006 — BGBl. II Nr. 624/2003 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 111.11.200631.12.2007 § → § BGBl. II Nr. 419/2006 · aufgehoben
Anl. 101.01.200410.11.2006 BGBl. II Nr. 624/2003 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt Sonnberg als

Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 624 aus 2003,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2004BGBl. II Nr. 624/2003

Außerkrafttretensdatum

10.11.2006danach: BGBl. II Nr. 419/2006

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Ende des Bezugszeitraums vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm

Gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt Sonnberg
Der Justizanstalt Sonnberg sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
  • Strichaufzählung
    Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes.
  • Strichaufzählung
    Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.

  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt Sonnberg
    • Strichaufzählung
      Vollzug von Freiheitsstrafen an erwachsenen männlichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate übersteigt und zehn Jahre nicht übersteigt,
    • Strichaufzählung
      Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden oder Finanzbehörden verhängt worden sind, über deren Ersuchen,
    • Strichaufzählung
      Vollzug von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 23, Strafgesetzbuch an gefährlichen Rückfallstätern.
Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, das Landesgericht für Strafsachen Korneuburg, die Insassen der Justizanstalt Sonnberg sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt Sonnberg in Anspruch nehmen.

  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631,
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz
in der jeweils geltenden Fassung.

  1. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt Sonnberg

1.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standards angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrter Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Therapeutische Betreuung für Sexualstraftäter,
  • Strichaufzählung
    Betreiben der Drogenfreien Abteilung und Betreuung von Insassen mit Drogenproblemen,
  • Strichaufzählung
    Beschäftigung der Insassen mit sinnvoller Arbeit,
  • Strichaufzählung
    Berufsausbildung für geeignete Insassen,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 87 000 Hafttagen pro Jahr,
  • Strichaufzählung
    Betreiben der Freigängerhäuser für 17 Insassen ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung und
  • Strichaufzählung
    Inbetriebnahme der Freigängerhäuser,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten jeweiligen Mindestbesetzung:

- Psychologen .............................. 3 520 Stunden/jährlich,

- Diplomierte Sozialarbeiter ............... 3 520 Stunden/jährlich,

- Sachbearbeiter Sozialer Dienst ........... 1 173 Stunden/jährlich,

- Diplomierte Krankenpfleger  ..............   440 Stunden/jährlich.

Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfes bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge) durch Erschließung neuer Einnahmequellen,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 80 vH der Insassen.

  1. Ziffer 5
    Leistungskennzahlen

Kosten pro Hafttag

Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage.

Für das Jahr 2003 errechnet sich aus dem Saldo von 4 815 000 Euro und voraussichtlich 87 000 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 55,34 Euro pro Hafttag.

Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten.

Vollzugsquotient (VQ)

Der VQ ist eine Messgröße für das eingesetzte Personal im Verhältnis zu den Einschlusszeiten und enthält folgende Faktoren:

  BS = Bedienstetenstand

  IS = Insassenstand

  EZ = Einschlusszeiten (Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im

       Haftraum eingeschlossen ist)

  Formel: VQ = 1 - [(BS : IS) × (Einschlusszeit : 24)]

Der VQ ergibt immer eine Zahl zwischen 1 und 0; eine Annäherung zum Wert 1 bedeutet den Einsatz von wenig Personal bei geringeren Einschlusszeiten, eine Annäherung zum Wert 0 den Einsatz von viel Personal bei hohen Einschlusszeiten.

Justizanstalt Sonnberg: VQ = 1 - [(87,75 : 242) × (14,23 : 24)] = 0,79

Der VQ am Stichtag 1. Juli 2003 hat den Wert 0,79. Ziel ist bei möglichst sparsamem Personaleinsatz die Einschlusszeiten zu verringern.

Kontrolle der Beschäftigungsquote

In der Justizanstalt Sonnberg waren mit Stichtag 1. Juli 2003 80 vH Insassen beschäftigt. Ziel ist, die Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 80 vH der Insassen.

  1. Ziffer 6
    Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Planstellen:

____________________________________________________________________

                     Planstellenvorschau

____________________________________________________________________

                               Stellenplan       Vorschau

                            ________________________________________

                               2003      2004      2005      2006

____________________________________________________________________

Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

E1                              2         2         2         2

____________________________________________________________________

E2a/E2b *1)                    75        75        75        72

____________________________________________________________________

Ausbildungsplanstellen          4         3         0         0

____________________________________________________________________

A1                              2         2         2         2

____________________________________________________________________

Summe Beamte:                  83        82        79        76

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/

Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                              1,25      1,25      1,25      1,25

____________________________________________________________________

v2                              2         2         2         2

____________________________________________________________________

v3                              3         3         3         3

____________________________________________________________________

v4                              1,50      1,50      1,50      1,50

____________________________________________________________________

k4                              0         0,25      0,25      0,25

____________________________________________________________________

Summe Vertragsbedienstete:      7,75      8         8         8

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:                   90,75     90        87        84

____________________________________________________________________

____________________________________________________________________

*1) Anmerkung zu E2a/E2b: Ohne die für ein Mitglied des Zentralausschusses gebundene E2a Planstelle

  1. Ziffer 7
    Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

                                        erwarteter Erfolg

      Anmerkungen           ________________________________________

                               2003      2004      2005      2006

____________________________________________________________________

                                         Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT 0  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7              3379000   3397000   3397000   3397000

____________________________________________________________________

UT 3  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7                43000     43000     43000     82000

____________________________________________________________________

UT 7  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7               182000    182000    182000    182000

____________________________________________________________________

UT 8  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7              1284000   1284000   1284000   1245000

     _______________________________________________________________

      Kto. 7271-902 u. 903

      Vollzugkbei.             991000    991000    991000    991000

     _______________________________________________________________

      Z - Posten                73000     73000     73000     73000

____________________________________________________________________

       Summe der Ausgaben:    5970000   5970000   5970000   5970000

____________________________________________________________________

                                         Einnahmen in Euro

____________________________________________________________________

UT4   siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7               209000    209000    209000    209000

     _______________________________________________________________

      Kto. 8171

      Vollzugkostenbeiträge    945000    945000    945000    945000

____________________________________________________________________

UT 7  Bestandswirksame

      Einnahmen                  1000      1000      1000      1000

____________________________________________________________________

      Summe der Einnahmen:    1155000   1155000   1155000   1155000

____________________________________________________________________

                    Saldo:   -4815000  -4815000  -4815000  -4815000

____________________________________________________________________

Erläuterung zu Punkt 7

Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO nicht saldenwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt werden.

UT 0 - Personalbereich

Der Personalaufwand für die Jahre 2004, 2005 und 2006 ist auf der Basis der Jahre 2002 und 2003 und unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung berechnet worden.

Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe beim OLG Wien wird von der Justizanstalt Sonnberg ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

UT 3 - Anlagen

Die Ausgaben wurden auf Grund des folgenden "Anschaffungsplanes" budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht.

____________________________________________________________________

                                 2004         2005         2006

____________________________________________________________________

Lastkraftwagen             E                                  75000

____________________________________________________________________

Tischfräse                 E        10000

____________________________________________________________________

Wäschetrockner             E         7000

____________________________________________________________________

Kartoffelschälmaschine     E         4000

____________________________________________________________________

Waschmaschine              E                     10000

____________________________________________________________________

Muldenmangel               E                     11000

____________________________________________________________________

Kochkessel                 E         6000

____________________________________________________________________

Schutzgasschweißgerät      E                                   2000

____________________________________________________________________

Küchenrührwerk             E         7000

____________________________________________________________________

Schutzgasschweißgerät      E         3000

____________________________________________________________________

Gemüseschneidemaschine     E         7000

____________________________________________________________________

Format- u.

Besäumkreissäge            E                     10000

____________________________________________________________________

Kopierer                   E         3000

____________________________________________________________________

Sonstiges                  E         3000         5000         5000

____________________________________________________________________

Summe:                              43000        43000        82000

____________________________________________________________________

UT 7 - Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen)

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2002 und das erwartete Jahresergebnis 2003.

UT 8 - Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2002 und das erwartete Jahresergebnis 2003.

UT 4 - Einnahmen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2002 und das erwartete Jahresergebnis 2003.

Schlagworte

BGBl. Nr. 631/1975, BGBl. Nr. 599/1988, BGBl. Nr. 52/1991, Ersatzanschaffung, Formatsäge

Gesetzesnummer

20003125

Dokumentnummer

NOR40048875