Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
01.01.2005 bis 10.11.2006 — BGBl. II Nr. 513/2004 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 111.11.200631.12.2007 § → § BGBl. II Nr. 420/2006 · aufgehoben
Anl. 101.01.200510.11.2006 BGBl. II Nr. 513/2004 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt Graz-

Jakomini als Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 513 aus 2004,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2005BGBl. II Nr. 513/2004

Außerkrafttretensdatum

10.11.2006danach: BGBl. II Nr. 420/2006

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Ende des Bezugszeitraums vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm

Gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt Graz-Jakomini
Der Justizanstalt Graz-Jakomini sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
  • Strichaufzählung
    Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes in der Justizanstalt Graz-Jakomini und der Außenstelle Paulustorgasse.
  • Strichaufzählung
    Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.
  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt Graz-Jakomini
Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen und weiblichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt, und Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen weiblichen Insassen, deren Strafzeit ein Jahr nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen und weiblichen Insassen.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Schubhaften.
  • Strichaufzählung
    Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, das Landesgericht Graz und die Bezirksgerichte des Gerichtssprengels Graz, die Insassen der Justizanstalt Graz-Jakomini sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt Graz-Jakomini in Anspruch nehmen.
  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz in der jeweils geltenden Fassung.
  2. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt Graz-Jakomini

4.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 160 000 Hafttagen pro Jahr (Basis 2004), Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten Mindestbesetzung:
    Psychologen 4 160 Stunden jährlich Diplomierter Sozialarbeiter 8 320 Stunden jährlich Diplomierter Krankenpfleger 1 300 Stunden jährlich

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfes bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    Bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge) unter Zugrundelegung des erwarteten Erfolges des Jahres 2003,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 75 vH der Strafgefangenen und 20 vH der Untersuchungshäftlinge.
    1. Ziffer 5
      Leistungskennzahlen
Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage.
Für das Jahr 2004 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 8,758.000 Euro und voraussichtlich 160 000 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 54,74 Euro pro Hafttag. Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten. Vollzugsnutzungsquotient (VQ)
Der VQ ist eine Messgröße für das eingesetzte Personal im Verhältnis zu den Einschlusszeiten und enthält folgende Faktoren:

BS = Bedienstetenstand

IS = Insassenstand

EZ = Einschlusszeiten (Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im

Haftraum eingeschlossen ist) Formel: VQ = 1 – [(BS : IS) × (Einschlusszeit : 24)]
Der VQ ergibt immer eine Zahl zwischen 1 und 0; eine Annäherung zum Wert 1 bedeutet den Einsatz von wenig Personal bei geringen Einschlusszeiten, eine Annäherung zum Wert 0 den Einsatz von viel Personal bei hohen Einschlusszeiten. Justizanstalt Graz-Jakomini:
VQ = 1 – [(80 : 458) × (17,23 : 24)]= 0,88
Der VQ am Stichtag 1. Juli 2004 hat den Wert 0,88.
Ziel ist bei möglichst sparsamem Personaleinsatz die Einschlusszeiten zu verringern.
Kontrolle der Beschäftigungsquote
In der Justizanstalt Graz-Jakomini waren mit Stichtag 1. Juli 2004 15 vH der Untersuchungshäftlinge und 60 vH der Strafgefangenen beschäftigt.
Ziel ist die Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 20 vH bei Untersuchungshäftlingen und 75 vH bei Strafgefangenen.
  1. Ziffer 6
    Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Planstellen:

____________________________________________________________________

                                   Stellenplan        Vorschau

                                 ___________________________________

                                      2004        2005        2006

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Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

A1                                     3           2           2

____________________________________________________________________

A2                                     1           1           1

____________________________________________________________________

A4                                     1           1           1

____________________________________________________________________

E1                                     4           5           5

____________________________________________________________________

E2a/E2b *1)                          148         148         148

____________________________________________________________________

Ausbildungsplanstellen                 5           3           2

____________________________________________________________________

Summe Beamte:                        162         160         159

____________________________________________________________________

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                                       1,425     1,425     1,425

____________________________________________________________________

v2                                         3         3         3

____________________________________________________________________

v3                                         2         2         2

____________________________________________________________________

v4                                         1         2         2

____________________________________________________________________

h2                                         1         0         0

____________________________________________________________________

k4                                       0,625     0,625     0,635

____________________________________________________________________

Summe Vertragsbedienstete:               9,05      9,05      9,05

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:                           171,05    169,05 168,05

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*1) Von den E2a/E2b Planstellen in der Organisationseinheit „Wirtschaftsstelle“ können bis zu 2 mit Vertragsbediensteten v3/3 besetzt werden.

  1. Ziffer 7
    Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

             Anmerkungen                  erwarteter Erfolg

                              ______________________________________

                              2004        2005          2006

                                          Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT 0  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7              6 820 000    6 820 000    6 920 000

____________________________________________________________________

UT 3  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7                 85 000       85 000       40 000

____________________________________________________________________

UT 7  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7                135 000      135 000      135 000

____________________________________________________________________

UT 8  siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7              1 756 000    1 756 000    1 756 000

      ______________________________________________________________

      Kto. 7271-902 u. 903

      ______________________________________________________________

      Vollzugkbei.               950 000      950 000      950 000

      ______________________________________________________________

      Z - Posten                  94 000       94 000       94 000

____________________________________________________________________

         Summe der Ausgaben:   9 840 000    9 840 000    9 895 000

____________________________________________________________________

                                       Einnahmen in Euro

____________________________________________________________________

UT4   siehe Erläuterungen

      zu Punkt 7                 180 000      180 000      235 000

      ______________________________________________________________

      Kto. 8171

      Vollzugkostenbeiträge      900 000      900 000      900 000

____________________________________________________________________

UT 7  Bestandswirksame

      Einnahmen                    2 000        2 000        2 000

____________________________________________________________________

         Summe der Einnahmen:  1 082 000    1 082 000    1 137 000

____________________________________________________________________

                       Saldo: -8 758 000   -8 758 000   -8 758 000

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Erläuterungen zu Punkt 7
Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO nicht saldenwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt werden.

UT 0 – Personalbereich

Berechnungsbasis ist das Jahresergebnis 2003 bzw. die Prognose für das Jahr 2004 unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung. Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe beim OLG Graz wird von der Justizanstalt Graz-Jakomini ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

UT 3 – Anlagen

Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden „Anschaffungsplanes“ budgetiert, wobei (E) für Ersatzund (N) für Neuanschaffungen steht.

                                ____________________________________

                                        2005             2006

                                ____________________________________

                                          Ausgaben in Euro

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Geschirrspüler          N                 13.800

____________________________________________________________________

Abkantmaschine          N                 12.100

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2 Wäschetrockner        E                 11.600

____________________________________________________________________

2 Waschmaschinen        E                 12.300             18.100

____________________________________________________________________

Combidämpfer            E                                    21.900

____________________________________________________________________

Zahnarztstuhl           E                 25.000

____________________________________________________________________

Sonstiges              E/N                10.200

____________________________________________________________________

UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen) Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2003 bzw. die Prognose für 2004.

UT 8 – Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2003 bzw. die Prognose für 2004.

UT 4 – Einnahmen

Berechnungsbasis der Einnahmen bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2003 bzw. die Prognose für 2004.

Gesetzesnummer

20003844

Dokumentnummer

NOR40060768