Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
11.11.2006 bis 31.12.2007 — BGBl. II Nr. 420/2006
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 111.11.200631.12.2007 § → § BGBl. II Nr. 420/2006 · aufgehoben
Anl. 101.01.200510.11.2006 BGBl. II Nr. 513/2004 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt Graz-

Jakomini als Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 513 aus 2004, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 420 aus 2006,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

11.11.2006BGBl. II Nr. 420/2006

Außerkrafttretensdatum

31.12.2007

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Ende des Bezugszeitraums vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm

Gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt Graz-Jakomini
Der Justizanstalt Graz-Jakomini sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
  • Strichaufzählung
    Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes in der Justizanstalt Graz-Jakomini und der Außenstelle Paulustorgasse.
  • Strichaufzählung
    Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.

  1. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt Graz-Jakomini
Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen und weiblichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt, und Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen weiblichen Insassen, deren Strafzeit ein Jahr nicht übersteigt.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen und weiblichen Insassen.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
  • Strichaufzählung
    Vollzug von Schubhaften.
  • Strichaufzählung
    Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, das Landesgericht für Strafsachen Graz und die Bezirksgerichte des Landesgerichtssprengels Graz, die Insassen der Justizanstalt Graz-Jakomini sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt Graz-Jakomini in Anspruch nehmen.

  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631,
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz in der jeweils geltenden Fassung.

  1. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt Graz-Jakomini

4.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 181 100 Hafttagen pro Jahr (Basis 2006),
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten Mindestbesetzung:

    Psychologe ............................ 4 740 Stunden jährlich

    Diplomierter Sozialarbeiter ........... 9 480 Stunden jährlich

    Diplomierter Krankenpfleger ........... 1 480 Stunden jährlich

Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfes bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    Bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge) unter Zugrundelegung des erwarteten Erfolges des Jahres 2003,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 75 vH der Strafgefangenen und 20 vH der Untersuchungshäftlinge.

  1. Ziffer 5
    Leistungskennzahlen
Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage.
Für das Jahr 2006 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 9 556.000 Euro und voraussichtlich 181 100 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 52,77 Euro pro Hafttag. Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten.

Vollzugsnutzungsquotient (VQ)

Der VQ ist eine Messgröße für das eingesetzte Personal im Verhältnis zu den Einschlusszeiten und enthält folgende Faktoren:

BS = Bedienstetenstand

IS = Insassenstand

EZ = Einschlusszeiten (Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im

Haftraum eingeschlossen ist)

Formel: VQ = 1 – [(BS : IS) × (Einschlusszeit : 24)]

Der VQ ergibt immer eine Zahl zwischen 1 und 0; eine Annäherung zum

Wert 1 bedeutet den Einsatz von wenig Personal bei geringen

Einschlusszeiten, eine Annäherung zum Wert 0 den Einsatz von viel

Personal bei hohen Einschlusszeiten. Justizanstalt Graz-Jakomini:

VQ = 1 – [(80 : 458) × (17,23 : 24)] = 0,88.

Der VQ am Stichtag 1. Juli 2004 hat den Wert 0,88.

Ziel ist bei möglichst sparsamem Personaleinsatz die Einschlusszeiten zu verringern.

Kontrolle der Beschäftigungsquote

In der Justizanstalt Graz-Jakomini waren mit Stichtag 1. Juli 2004 15 vH der Untersuchungshäftlinge und 60 vH der Strafgefangenen beschäftigt.

Ziel ist die Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 20 vH bei Untersuchungshäftlingen und 75 vH bei Strafgefangenen.

  1. Ziffer 6
    Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Planstellen:

____________________________________________________________________

                               Stellenplan        Vorschau

____________________________________________________________________

                                    2004       2005       2006

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Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

A1                                   3          2          2

____________________________________________________________________

A2                                   1          1          1

____________________________________________________________________

A4                                   1          1          1

____________________________________________________________________

E1                                   4          5          5

____________________________________________________________________

E2a/E2b *1)                         148        148        148

____________________________________________________________________

Ausbildungsplanstellen               5          3          3

____________________________________________________________________

Summe Beamte:                       162        160        160

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/

Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                                 1,425      1,425      1,425

____________________________________________________________________

v2                                   3          3          3

____________________________________________________________________

v3                                   2          2          2

____________________________________________________________________

v4                                   1          2          2

____________________________________________________________________

h2                                   1          0          0

____________________________________________________________________

k4                                 0,625      0,625      0,625

____________________________________________________________________

Summe Vertragsbedienstete:          9,05       9,05       9,05

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:                       171,05     169,05     169,05

7. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen

Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

              Anmerkungen                erwarteter Erfolg

                               _____________________________________

                                  2003     2004     2005     2006

____________________________________________________________________

                                          Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT 0   siehe Erläuterungen zu   6500000  6820000 68200000  7480000

        Punkt 7

____________________________________________________________________

UT 3   siehe Erläuterungen zu     50000    85000    85000    40000

        Punkt 7

____________________________________________________________________

UT 7   siehe Erläuterungen zu    130000   135000   135000   155000

        Punkt 7

____________________________________________________________________

UT 8   siehe Erläuterungen zu   1650000  1756000  1756000  1974000

        Punkt 7

       _____________________________________________________________

        Kto. 7271-902 u. 903      950000   950000   950000   950000

        Vollzugkbei.

       _____________________________________________________________

        Z – Posten                 90000    94000    94000    94000

____________________________________________________________________

           Summe der Ausgaben:   9370000  9840000  9840000 10693000

____________________________________________________________________

                                         Einnahmen in Euro

____________________________________________________________________

UT4    siehe Erläuterungen zu    180000   180000   180000   235000

        Punkt 7

       _____________________________________________________________

        Kto. 8171                 900000   900000   900000   900000

        Vollzugkostenbeiträge

____________________________________________________________________

UT 7   Bestandswirksame            2000     2000     2000     2000

        Einnahmen

____________________________________________________________________

          Summe der Einnahmen:   1082000  1082000  1082000  1137000

____________________________________________________________________

                        Saldo:  -8288000 -8758000 -8758000 -9556000

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Erläuterungen zu Punkt 7

Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO nicht saldenwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt werden.

UT 0 – Personalbereich

Berechnungsbasis ist das Jahresergebnis 2003 bzw. die Prognose für das Jahr 2004 unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung. Für die Aufstockung der Belagsfähigkeit werden ab 1.1.2006 bis zu 13 Beamte (E2b) dienstzugeteilt.

Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe beim OLG Graz wird von der Justizanstalt Graz-Jakomini ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

UT 3 – Anlagen

Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden „Anschaffungsplanes“ budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht.

                      ____________________________________

                            2005                2006

                      ____________________________________

                                Ausgaben in Euro

__________________________________________________________

Geschirrspüler    N            13.800

__________________________________________________________

Abkantmaschine    N            12.100

__________________________________________________________

2 Wäschetrockner  E            11.600

__________________________________________________________

2 Waschmaschinen  E            12.300              18.100

__________________________________________________________

Combidämpfer      E                                21.900

__________________________________________________________

Zahnarztstuhl     E            25.000

__________________________________________________________

Sonstiges        E/N           10.200

__________________________________________________________

UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen) Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2004 bzw. die Prognose für 2006. Die Erhöhung um 20.000 Euro für 2006 ist auf Grund der gestiegenen Insassenzahl notwendig.

UT 8 – Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist das Jahresergebnis 2004 und die Prognose für 2006. Die Erhöhung um 218.000 Euro ist auf Grund der gestiegenen Insassenzahl notwendig.

UT 4 – Einnahmen

Berechnungsbasis der Einnahmen bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2003 bzw. die Prognose für 2004.

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*1) Von den E2a/E2b Planstellen in der Organisationseinheit

„Wirtschaftsstelle“ können bis zu 2 mit Vertragsbediensteten v3/3 besetzt werden.

Gesetzesnummer

20003844

Dokumentnummer

NOR40084373