Rechtstracker.at

Anl. 1 LLDG 1985

Fassungen
01.09.2005 bis 30.12.2005 — BGBl. I Nr. 87/2005

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Land- und forstwirtschaftliches Landeslehrpersonen-Dienstrechtsgesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 296 aus 1985, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 87 aus 2005,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.09.2005BGBl. I Nr. 87/2005

Außerkrafttretensdatum

30.12.2005danach: BGBl. I Nr. 165/2005

Abkürzung

LLDG 1985

Index

64/03 Landeslehrer

Text

                                                              Anlage

                                                              ------

Ernennungserfordernisse

Artikel römisch eins

  1. Absatz eins,Anstellungs- oder Definitivstellungserfordernisse oder Teile von solchen Erfordernissen, die nach den vor dem Inkrafttreten der Anlage geltenden Bestimmungen erfüllt wurden, gelten auch als nach den neuen Rechtsvorschriften dann als erfüllt, wenn die betreffende Verwendung in der Anlage nicht mehr vorgesehen ist.
  2. Absatz 2,Für Verwendungen gemäß Artikel römisch zwei Ziffer eins bis 5 der Anlage gelten Anstellungserfordernisse oder Teile von solchen Erfordernissen, die nach den Bestimmungen des Artikels römisch zwei Ziffer eins bis 5 der Anlage in der am 31. Dezember 2004 geltenden Fassung erfüllt werden, auch nach den ab 1. Jänner 2005 geltenden Erfordernissen als erfüllt.
  3. Absatz 3,Lehrer an zweisprachigen Schulen oder Klassen sowie an Schulen oder Klassen mit einer anderen als der deutschen Sprache als Unterrichtssprache haben die der Schulart entsprechende Befähigung zur Erteilung des Unterrichtes auch in der betreffenden Unterrichtssprache nachzuweisen, sofern sie in dieser Unterrichtssprache tatsächlich Unterricht zu erteilen haben.
  4. Absatz 4,Religionslehrer haben die kirchlich (religionsgesellschaftlich) erklärte Befähigung und Ermächtigung für die Erteilung des entsprechenden Unterrichtes an der betreffenden Schulart nach den hiefür geltenden kirchlichen (religionsgesellschaftlichen) Vorschriften nachzuweisen. Eine Nachsicht von diesem Erfordernis ist ausgeschlossen.
  5. Absatz 5,Für Inländer und für sonstige Personen mit der Staatsangehörigkeit eines Landes, dessen Angehörigen Österreich auf Grund eines Staatsvertrages im Rahmen der europäischen Integration dieselben Rechte für den Berufszugang zu gewähren hat wie Inländern, gelten hinsichtlich der besonderen Ernennungserfordernisse ergänzend die Absatz 6 bis 9,
  6. Absatz 6,Personen mit einem Diplom, das zum unmittelbaren Zugang zu einem Beruf im öffentlichen Dienst des Herkunftslandes berechtigt, erfüllen die entsprechenden besonderen Ernennungserfordernisse für eine Verwendung, die diesem Beruf im wesentlichen entspricht, wenn
    1. Ziffer eins
      diese Entsprechung gemäß Absatz 8, festgestellt worden ist und
    2. Ziffer 2
      1. Litera a
        eine Anerkennung gemäß Absatz 8, ohne Festlegung, zusätzlicher Erfordernisse ausgesprochen worden ist oder
      2. Litera b
        die in der Anerkennung gemäß Absatz 8, festgelegten zusätzlichen Erfordernisse erbracht worden sind.
  7. Absatz 7,Diplome nach Absatz 2, sind
    1. Ziffer eins
      Diplome, Prüfungszeugnisse oder sonstige Befähigungsnachweise gemäß Artikel eins, Buchstabe a der Richtlinie des Rates vom 21. Dezember 1988 über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige Berufsausbildung abschließen (89/48/EWG, ABl. Nr. L 19 aus 1989,, S 16),
    2. Ziffer 2
      Diplome, Prüfungszeugnisse oder Befähigungsnachweise gemäß Artikel eins, Buchstabe a bis c der Richtlinie des Rates vom 18. Juni 1992 über eine zweite allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise in Ergänzung zur Richtlinie 89/48/EWG (92/51/EWG, ABl. Nr. L 209 aus 1992,, S 25) und
    3. Ziffer 3
      Diplome, Prüfungszeugnisse oder sonstige Befähigungsnachweise gemäß Artikel 9, des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit, ABl. Nr. L 114 aus 2002,, S 6, Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 133 aus 2002,, Ziffer eins und 2 jeweils in der Fassung der Richtlinie 2001/19/EG, ABl. Nr. L 206 aus 2001,, S 1.
  8. Absatz 8,Die landesgesetzlich hiezu berufene Behörde hat auf Antrag eines inländischen Bewerbers oder auf Antrag eines anderen Bewerbers gemäß Absatz 5, um eine Inländern nicht vorbehaltene Verwendung im Einzelfall zu entscheiden,
    1. Ziffer eins
      ob ein im Absatz 6, genannter Beruf im öffentlichen Dienst des Herkunftslandes der angestrebten Verwendung im wesentlichen entspricht und
    2. Ziffer 2
      ob, in welcher Weise und in welchem Umfang es die Bedachtnahme auf die Erfordernisse der Verwendung verlangt, für die Anerkennung zusätzliche Erfordernisse gemäß Artikel 4, der im Absatz 3, Ziffer eins, genannten Richtlinie oder gemäß Artikel 4, 5, oder 7 der im Absatz 3, Ziffer 2, genannten Richtlinie festzulegen.
  9. Absatz 9,Auf das Verfahren gemäß Absatz 8, ist das AVG anzuwenden. Der Bescheid ist abweichend von Paragraph 73, Absatz eins, AVG spätestens vier Monate nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen des Betreffenden zu erlassen.

Artikel römisch zwei

  1. Ziffer eins
    VERWENDUNGSGRUPPE L 1

Ernennungserfordernisse: Eine der nachstehend angeführten Verwendungen und die Erfüllung der für die betreffende Verwendung vorgeschriebenen Erfordernisse.

____________________________________________________________________

           Verwendung                       Erfordernis

____________________________________________________________________

  1.1. Lehrer an land- und               a) Ein abgeschlossenes

forstwirtschaftlichen Fachschulen,          facheinschlägiges

soweit sie nicht in den folgenden           Diplom- oder

Verwendungen erfasst werden                 Magisterstudium gemäß

                                            § 87 Abs. 1 des

                                            Universitätsgesetzes

                                            2002 bzw. § 66 Abs. 1

                                            UniStG an der

                                            Universität für

                                            Bodenkultur Wien,

                                         b) überdies die

                                            Diplomprüfung für das

                                            Lehramt und die

                                            Befähigungsprüfung für

                                            den land- und

                                            forstwirtschaftlichen

                                            Beratungs- und

                                            Förderungsdienst.

  1.2. Lehrer für Religion an       Ein abgeschlossenes

land- und forstwirtschaftlichen     theologisches

Fachschulen                         Universitätsstudium durch den

                                    Erwerb eines Diplom- oder

                                    Magisterstudiums gemäß § 87

                                    Abs. 1 des Universitätsgesetzes

                                    2002 bzw. § 66 Abs. 1 UniStG.

  1.3. Lehrer für einzelne           (1) Eine den

Unterrichtsgegenstände an den in         Unterrichtsgegenständen

Z 1.1 angeführten Schulen.               entsprechende

                                         abgeschlossene

                                         Universitätsausbildung

                                         (Lehramt) durch den Erwerb

                                         eines Diplomgrades in zwei

                                         Unterrichtsfächern gemäß

                                         § 87 Abs. 1 des

                                         Universitätsgesetzes 2002

                                         bzw. § 66 Abs. 1 UniStG.

                                     (2) Soweit keine den

                                         Unterrichtsgegenständen

                                         entsprechende universitäre

                                         Lehramtsausbildung

                                         vorgesehen ist, werden die

                                         Erfordernisse des Abs. 1

                                         ersetzt durch

                                         a) eine den

                                            Unterrichtsgegenständen

                                            entsprechende

                                            abgeschlossene

                                            Universitätsausbildung

                                            durch den Erwerb eines

                                            Diplom- oder

                                            Magistergrades gemäß

                                            § 87 Abs. 1 des

                                            Universitätsgesetzes

                                            2002 bzw. § 66 Abs. 1

                                            UniStG mit

                                         b) einer vierjährigen

                                            einschlägigen

                                            Berufspraxis.

  1. Ziffer 2
    VERWENDUNGSGRUPPE L 2a 2

Ernennungserfordernisse: Eine der nachstehend angeführten Verwendungen und die Erfüllung der für die betreffende Verwendung vorgeschriebenen Erfordernisse.

____________________________________________________________________

           Verwendung                       Erfordernis

____________________________________________________________________

  2.1. Lehrer an land- und               a) Die erfolgreiche

forstwirtschaftlichen Berufs- und           Ablegung der

Fachschulen, soweit sie nicht in            Reifeprüfung an einer

den folgenden Verwendungen erfasst          höheren land- und

werden                                      forstwirtschaftlichen

                                            Lehranstalt,

                                         b) überdies die

                                            Diplomprüfung für das

                                            Lehramt und die

                                            Befähigungsprüfung für

                                            den land- und

                                            forstwirtschaftlichen

                                            Beratungs- und

                                            Förderungsdienst.

  2.2. Lehrer für Religion in            a) Die der Verwendung

land- und forstwirtschaftlichen             entsprechende

Berufsschulen                               Lehrbefähigung,

                                            erlangt auf Grund einer

                                            Ausbildung an einer

                                            Religionspädagogischen

                                            Akademie, oder

                                         b) durch den Erwerb eines

                                            Diplom- oder

                                            Magistergrades gemäß § 87

                                            Abs. 1 des

                                            Universitätsgesetzes 2002

                                            bzw. § 66 Abs. 1 UniStG

                                            der theologischen

                                            Studienrichtung.

  2.3. Lehrer für einzelne          Das den

Unterrichtsgegenstände an land-     Unterrichtsgegenständen

und forstwirtschaftlichen Berufs-   entsprechende Lehramt bzw.

und Fachschulen                     Diplom gemäß AStG an einer Land-

                                    und forstwirtschaftlichen

                                    berufspädagogischen,

                                    Pädagogischen oder

                                    Berufspädagogischen Akademie

                                    oder eine nach der Reifeprüfung

                                    nach schulrechtlichen

                                    Vorschriften erworbene

                                    gleichwertige Lehrbefähigung.

  2.4. Lehrer für den               Die Diplomprüfung für das

forstwirtschaftlichen               Lehramt und die

Fachunterricht an land- und         Befähigungsprüfung für den

forstwirtschaftlichen Berufs-       land- und forstwirtschaftlichen

und Fachschulen                     Beratungs- und Förderungsdienst

                                    und

                                         a) die erfolgreiche

                                            Absolvierung einer

                                            höheren Lehranstalt für

                                            Forstwirtschaft, oder

                                         b) die erfolgreiche

                                            Absolvierung einer

                                            Försterschule und eine

                                            sechsjährige

                                            Berufspraxis.

  1. Ziffer 3
    VERWENDUNGSGRUPPE L 2a 1

Ernennungserfordernisse: Eine der nachstehend angeführten Verwendungen und die Erfüllung der für die betreffende Verwendung vorgeschriebenen Erfordernisse.

____________________________________________________________________

           Verwendung                       Erfordernis

____________________________________________________________________

  3.1. Lehrer für einzelne           (1) Lehramt für Volksschulen an

Unterrichtsgegenstände an land-          einer Pädagogischen

und forstwirtschaftlichen Berufs-        Akademie oder die

und Fachschulen, soweit sie nicht        Diplomprüfung für das

die Erfordernisse für eine höhere        Lehramt und die

Verwendungsgruppe erfüllen               Befähigungsprüfung für den

                                         land- und

                                         forstwirtschaftlichen

                                         Beratungs- und

                                         Förderungsdienst.

                                     (2) Die Erfordernisse des

                                         Abs. 1 werden bei

                                         Religionslehrern ersetzt

                                         durch den Erwerb eines

                                         Diplom- oder Magistergrades

                                         gemäß § 87 Abs. 1 des

                                         Universitätsgesetzes 2002

                                         bzw. § 66 Abs. 1 UniStG der

                                         theologischen Studien oder

                                         ein Lehramt an einer

                                         Religionspädagogischen

                                         Akademie.

  1. Ziffer 4
    VERWENDUNGSGRUPPE L 2b 1

Ernennungserfordernisse: Eine der nachstehend angeführten Verwendungen und die Erfüllung der für die betreffende Verwendung vorgeschriebenen Erfordernisse.

____________________________________________________________________

           Verwendung                       Erfordernis

____________________________________________________________________

  4.1. Lehrer für einzelne           (1) Die erfolgreiche

Unterrichtsgegenstände an land-          Ablegung der Reifeprüfung

und forstwirtschaftlichen                an einer höheren land- und

Fachschulen, soweit sie nicht die        forstwirtschaftlichen oder

Erfordernisse für eine der               sonstigen höheren

Verwendungsgruppen L 2a oder eine        berufsbildenden

höhere Verwendungsgruppe erfüllen        Lehranstalt.

                                     (2) Die Erfordernisse des

                                         Abs. 1 werden ersetzt durch

                                         die Erlernung eines

                                         einschlägigen Lehrberufes,

                                         überdies eine nach

                                         Vollendung des

                                         18. Lebensjahres

                                         zurückgelegte sechsjährige

                                         Berufspraxis mit besonderen

                                         Leistungen auf dem in

                                         Betracht kommenden

                                         Fachgebiet.

  4.2. Lehrer für Leibesübung       Die erfolgreiche Ablegung der

                                         a) Befähigungsprüfung für

                                            Leibeserzieher an

                                            Schulen oder

                                         b) Abschlussprüfungen der

                                            staatlichen

                                            Sportlehrerausbildung

                                            mit dem Spezialfach

                                            Leibeserziehung an

                                            Schulen

                                    an einer Schule zur Ausbildung

                                    von Leibeserziehern.

  1. Ziffer 5
    VERWENDUNGSGRUPPE L 3

Ernennungserfordernisse: Eine der nachstehend angeführten Verwendungen und die Erfüllung der für die betreffende Verwendung vorgeschriebenen Erfordernisse.

____________________________________________________________________

           Verwendung                       Erfordernis

____________________________________________________________________

  5.1. Lehrer an land- und           (1) Die der Verwendung

forstwirtschaftlichen Fachschulen,       einschlägige Lehrbefähigung

soweit sie nicht die Erfordernisse       oder sonstige einschlägige

für eine der                             Befähigung nach den

Verwendungsgruppen L 2 oder eine         schulrechtlichen

höhere Verwendungsgruppe erfüllen        Vorschriften.

                                     (2) Die Erfordernisse des

                                         Abs. 1 werden ersetzt durch

                                         die erfolgreiche

                                         Absolvierung einer

                                         mittleren Schule gemeinsam

                                         mit einer nach dem

                                         18. Lebensjahr

                                         zurückgelegten dreijährigen

                                         Berufspraxis.

                                     (3) Bei Lehrern für Religion an

                                         Stelle der Erfordernisse

                                         des Abs. 1 die Erfüllung

                                         der Erfordernisse des

                                         Artikels I Abs. 4.

Schlagworte

besonderes Ernennungserfordernis

Zuletzt aktualisiert am

05.01.2021

Gesetzesnummer

10008567

Dokumentnummer

NOR40066866