Rechtstracker.at

Art. 9 § 2

Fassungen
ab 18.02.1947 — BGBl. Nr. 25/1947 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Art. 9 § 2 heute18.02.1947 BGBl. Nr. 25/1947 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Kurztitel

Nationalsozialistengesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 25 aus 1947,

Typ

BVG

Paragraph/Artikel/Anlage

Artikel 9, Paragraph 2

Inkrafttretensdatum

18.02.1947BGBl. Nr. 25/1947

Außerkrafttretensdatum

Index

10/11 Vereins- und Versammlungsrecht

Text

Abschnitt römisch zwei.
Laufende Sühneabgabe.

Ziffer 2 Die laufende Sühneabgabe besteht aus

  1. Litera a
    einem Zuschlag zur Einkommensteuer (Lohnsteuer) und
  2. Litera b
    einer besonderen Abgabe von dem Ertrag der grundsteuerpflichtigen Wirtschaftsgüter des Sühnepflichtigen.

Ziffer 3 (1) Die Sühneabgabepflicht gemäß Ziffer 2,, Litera a,, beginnt, wenn die Einkommensteuer veranlagt wird, mit dem Kalenderjahr 1945, wenn die Einkommensteuer im Abzugswege eingehoben wird (Lohnsteuer), mit dem Inkrafttreten dieses Bundesverfassungsgesetzes und endet

  1. Litera a
    für belastete Personen ((Paragraph 17,, Abs. (2), des Verbotsgesetzes 1947)) mit Ablauf des Kalenderjahres 1950,
  2. Litera b
    für minderbelastete Personen (Paragraph 17,, Abs. (3), des Verbotsgesetzes 1947) mit Ablauf des Kalenderjahres 1948.
  1. Absatz 2,Die Sühneabgabepflicht gemäß Ziffer 2,, Litera b,, beginnt mit dem Kalenderjahr 1945 und endet
    1. Litera a
      für belastete Personen ((Paragraph 17,, Abs. (2), des Verbotsgesetzes 1947)) mit Ablauf des Kalenderjahres 1950,
    2. Litera b
      für minderbelastete Personen ((Paragraph 17,, Abs. (3), des Verbotsgesetzes 1947)) mit Ablauf des Kalenderjahres 1948.

    Ziffer 4 (1) Der Zuschlag zur Einkommensteuer (Lohnsteuer) beträgt für belastete Personen 20 v. H., für minderbelastete Personen 10 v. H.

  2. Absatz 2,Die besondere Abgabe gemäß Ziffer 2,, Litera b,, beträgt für belastete Personen 20 v. H., für minderbelastete Personen 10 v. H. der von diesen Personen zu entrichtenden Grundsteuer. Im Falle eines Miteigentums an grundsteuerpflichtigen Wirtschaftsgütern ist die besondere Abgabe dem sühnepflichtigen Miteigentümer gesondert vorzuschreiben. Bemessungsgrundlage bildet in diesem Falle jener Teil der Grundsteuer, der dem Anteilverhältnis des Miteigentümers entspricht.

    Ziffer 5 (1) Bei der Haushaltsbesteuerung (Paragraphen 26 und 27 des Einkommensteuergesetzes) wird die Sühneabgabe gemäß Ziffer 2,, Litera a,, den sühnepflichtigen Personen von jenem Teil der veranlagten Einkommensteuer vorgeschrieben, der auf ihre Einkünfte verhältnismäßig entfällt.

  3. Absatz 2,Der Haushaltsvorstand haftet für die Sühneabgabe der Angehörigen seines Haushaltes.

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2022

Gesetzesnummer

10000215

Dokumentnummer

NOR12003659

Alte Dokumentnummer

N1194712022P

European Legislation Identifier (ELI)

https://ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1947/25/A9P2/NOR12003659