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Anlage A.14
LEHRPLAN DER WERKMEISTERSCHULE FÜR BERUFSTÄTIGE FÜR PAPIERINDUSTRIE
I. STUNDENTAFEL 1)römisch eins. STUNDENTAFEL 1)
(Gesamtausmaß der Unterrichtseinheiten und Unterrichtseinheiten pro
Unterrichtsgegenstand)
____________________________________________________________________
Unterrichtseinheiten Lehrver-
pflich-
A. Pflichtgegenstände Semester Summe tungs-
1. 2. 3. 4. gruppe
____________________________________________________________________
1. Religion ........... 20 20 20 20 80 (III)
2. Kommunikation und
Schriftverkehr ..... 20 20 - - 40 II
3. Wirtschaft und Recht - - 20 20 40 III
4. Mitarbeiterführung
und -ausbildung .... - - 20 20 40 III
5. Angewandte
Mathematik ......... 40 40 20 20 120 I
6. Chemie und
angewandte Chemie .. 30 - - - 30 (II)
7. Maschinen- und
Arbeitstechnik ..... 20 20 20 20 80 I
8. Mess-, Regelungs-
und
Prozessleittechnik . 30 40 20 20 110 I
9. Zellstoff- und
Papierherstellung .. 30 10 - - 40 I
10. Halbstoffherstellung 60 50 30 - 140 I
11. Papier- und
Kartonherstellung .. 25 35 45 35 140 I
12. Papierausrüstung und
Papierveredelung ... - 20 40 80 140 I
13. Betriebsorganisation - - 20 20 40 II
14. Arbeitssicherheit
und Umweltschutz ... - 20 20 - 40 II
15. Projektstudien ..... - - - 20 20 II
____________________________________________________________________
Summe A ... 275 275 275 275 1 100
____________________________________________________________________
B. Schulautonome
Pflichtgegenstände
Lebende Fremdsprache 20 20 20 20 80 (I)
Kommunikation und
Schriftverkehr ...... - - 20 20 40 II
____________________________________________________________________
Summe B ... 20 20 20 20 80
____________________________________________________________________
Gesamtsumme (A und B) .. 295 295 295 295 1 180
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Gesamtstundenrahmen (A
und B) für Abweichungen
durch schulautonome
Lehrplanbestimmungen
mindestens ........... 260 260 260 260 1 040
höchstens ............ 320 320 320 320 1 280
____________________________________________________________________
Unterrichtseinheiten Lehrver-
pflich-
C. Freigegenstände Semester Summe tungs-
1. 2. 3. 4. gruppe
____________________________________________________________________
Block A -
Unternehmerprüfung
Zusatzlehrgang für die
Unternehmerprüfung ... - - 40 40 80 II
Block B -
Weiterqualifikation für
(post)sekundäre
Einstiege
Deutsch .............. - - 80 80 160 (I)
Lebende Fremdsprache . - - 90 90 180 (I)
Angewandte Mathematik - - 90 90 180 I
__________________
Zur Erlassung schulautonomer Lehrplanbestimmungen siehe Abschnitt III.Zur Erlassung schulautonomer Lehrplanbestimmungen siehe Abschnitt römisch drei.
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZErömisch zwei. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage A.1.
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGENrömisch drei. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN
Siehe Anlage A.1.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHTrömisch vier. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage A.1.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDErömisch fünf. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE
UND AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
A. Pflichtgegenstände
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
Siehe Anlage A.1.
3. WIRTSCHAFT UND RECHT
Siehe Anlage A.1.
MITARBEITERFÜHRUNG UND -AUSBILDUNG
Siehe Anlage A.1.
5. ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage A.1.
Lehrstoff:
Grundrechenoperationen:
Rechnen mit Konstanten (einschließlich Brüchen) und mit Variablen;
Verhältnisse und Proportionen; Prozent- und Schlussrechnungen;
einfache Textaufgaben aus der betrieblichen Praxis der Papierindustrie.
Potenzen und Wurzeln:
Rechenregeln; einfache Textaufgaben aus der betrieblichen Praxis.
Geometrie:
Längen-, Flächen-, Oberflächen- und Volumsberechnungen; Einführung in die Trigonometrie und Anwendungen an technischen Beispielen.
Numerik:
Numerisches Rechnen (Überschlagsrechnen, Gleitkommazahlen), Gebrauch von in der Praxis üblichen Rechengeräten und Tabellen.
Funktionen:
Funktionsbegriff; Graphen; Lineare Gleichung, Gleichungssysteme mit zwei Variablen, quadratische Gleichungen; Exponenzialfunktion, logarithmische Funktion; Komplexe Textaufgaben aus der betrieblichen Praxis der Papierindustrie.
Geometrie des Raumes:
Oberflächen- und Volumsberechnungen geometrischer Körper (Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel, Kugel, Kugelteile); Anwendungen an technischen Beispielen aus der Zellstoff-, Karton- und Papierindustrie.
Technische Statistik:
Datenmengen, Mittelwerte und Häufigkeitsverteilung; Diagramme und grafische Darstellungsformen; angewandte Statistik in der Qualitätssicherung.
CHEMIE UND ANGEWANDTE CHEMIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
- die für die Lösung von Aufgaben in der Papier- und Zellstofferzeugung bedeutsamen chemischen Elemente, Verbindungen, organischen Stoffklassen und ihre Eigenschaften kennen.
Lehrstoff:
Aufbau der Materie:
Atommodell; Eigenschaften fester, flüssiger und gasförmiger Körper.
Allgemeine und anorganische Chemie:
Periodensystem, chemische Elemente, Begriffe, Gesetzmäßigkeiten chemischer Vorgänge, anorganische Verbindungen, Maßanalyse.
Organische Chemie:
Gesetzmäßigkeiten des Aufbaues und der Eigenschaften von organischen Verbindungen; Cellulose, Hemicellulose und Lignin.
MASCHINEN- UND ARBEITSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
- Aufbau, Bauarten und Funktion der in der Papier- und Zellstoffindustrie gebräuchlichen Maschinen kennen sowie bedienen, warten und entstören können.
Lehrstoff:
Baugruppen:
Absperr- und Regelorgane, Dichtungen, Pumpen.
Arbeitstechnik:
Allgemeine Bedienungs-, Reinigungs- und Entstörtechniken; Schmierung und Schmierstoffe.
Baugruppen:
Antriebe, Gebläse und Kompressoren, Walzen, Schaber.
Spezielle Maschinenkunde:
Maschinen der Stoffaufbereitung; Papiermaschinen (Stoffauflauf-, Sieb- und Pressenpartie).
Arbeitstechnik:
Bedienungs-, Reinigungs- und Entstörtechniken für Stoffaufbereitungsmaschinen und Pumpen.
Spezielle Maschinenkunde:
Papiermaschinen (Trockenpartie, Leimpresse, Glättwerk, Aufrollung, Antriebe).
Arbeitstechnik:
Bedienungs-, Reinigungs- und Entstörtechniken, Anfahren und Abstellen von Papiermaschinen; Papiersortenwechsel.
Baugruppen:
Messer; Transporteinrichtungen; hydraulische und pneumatische Anlagen.
Ausrüstungsmaschinen:
Rollenschneider, Querschneider, Planschneider, Kalander, Verpackungsmaschinen.
Dampfanlagen:
Wärme (Begriff, Übertragung); Dampfeinströmung, Dampfkopf, Kondensatableiter, Entlüfter.
Arbeitstechnik:
Prozesssteuerung; Entstörung bei Papierabrissen sowie bei mechanischen, elektrischen, hydraulischen, pneumatischen und regeltechnischen Fehlern.
MESS-, REGELUNGS- UND PROZESSLEITTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
Funktion, Aufbau und Bauarten der in der Papier-, Pappe- und Zellstoffindustrie gebräuchlichen Mess-, Steuer- und Regelanlagen und deren Geräte kennen;
einschlägige Normen und Richtlinien kennen sowie einfache und komplexe Regelkreise und Prozesszusammenhänge darstellen können;
mit eingesetzten Energieformen, insbesondere der elektrischen Energie und deren Anwendung im Zusammenhang mit der Regel- und Steuerungstechnik vertraut sein;
die Gefahren radioaktiver Isotope im Einsatz der MSR-Geräte und Qualitätsleitanlagen, sowie deren gesetzliche Richtlinien kennen;
Grundkenntnisse der zentralen und dezentralen Prozessleitanlagen und üblicher bzw. neuer Signalübertragung (Einheitssignale, Feldbus) erwerben;
Fehlerursachen erkennen und bei deren Behebung durch das MSR-Personal mitwirken können.
Lehrstoff:
Grundlagen der Messtechnik:
Geschichtliche Entwicklung der Automation, SI-System, Symbole, Darstellungsweisen, Genauigkeit und Sensibilität von Messinstrumenten; Interpretation verfahrenstechnischer Pläne von Stoffaufbereitungsanlagen und Papiermaschinen.
Grundlagen der Regeltechnik:
Der Regelkreis, einfache und vermaschte Regelkreise, Regelstrecken und deren bestimmende Größen; Simulationen und reale Trainingsanlagen.
Stellgeräte:
Wesentliche Stellglieder und Regelorgane in der Papier- und Zellstoffindustrie, Auswahl und Wirkungsweise.
Messtechnik:
Niveau, Stoffdichte, Druck, Durchfluss, Temperatur; Grundlagen der Physik.
Regeltechnik:
Regelstrategien für Stoffaufbereitungsmaschinen; Grundlagen der Fuzzy-Logic und deren Anwendung; Übung an Simulationsprogrammen.
Steuerungstechnik:
Interpretation von Verriegelungsplänen; Stromverteilung und Schutzmaßnahmen; Grundlagen der Elektrotechnik; Übung an Simulationsprogrammen und an Modellen.
Messtechnik:
Sondermessungen in der Stoffaufbereitung, an der Papiermaschine und an Zellstoffanlagen.
Regeltechnik:
Regelstrategien und Ausführungen von Regelkonzepten; Drehzahlregelung von Stoffpumpen und Wirkungsgradanalyse.
Prozessleittechnik:
Grundlagen der Prozessrechner und Prozessleitanlagen, zentrale/dezentrale Anlagen, Stellglieder (Sonderausführungen); Training an Simulationsprogrammen; Grundlagen der EDV.
Messtechnik:
Grundlagen der Strahlenphysik, Anwendung radioaktiver Strahlen in der Qualitätsmesstechnik (Scanner) und Prozessmesstechnik; Funktionsweise von Qualitätsleitanlagen und deren Messsysteme und Optimierungsrechnern (Anlagenleitsysteme, Qualitätssicherungssysteme).
Prozessleittechnik:
Vermaschte Regelkreise für qualitätsbezogene Größen; Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Prozessführung; Training an Simulationsprogrammen der Stoffaufbereitung, Papiermaschine und Ausrüstung.
ZELLSTOFF- UND PAPIERHERSTELLUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
- die in der Papier- und Zellstoffindustrie verwendeten Grund- und Hilfsstoffe sowie die einschlägigen Normen gründlich kennen sowie über deren Aufbereitung und Prüfung Bescheid wissen.
Lehrstoff:
Holzstoff:
Holz als Rohstoff, Holzstoffsorten, Zerfaserungsprozesse, Holzstofferzeugungsanlagen; Sortieren, Eindicken.
Zellstoff:
Holzvorbereitung, Grundlagen der Chemie und Technologie der Sulfit- und Sulfatzellstoffherstellung, Chemikalienrückgewinnung.
Altpapier:
Altpapiersorten, Recyclingkreislauf, Verunreinigungen von Altpapier und Hilfsmittel zur Aufbereitung von Altpapier.
Stoffaufbereitung:
Halbstoffauswahl.
Stoffprüfung:
Faserfraktionierung und Prüfblattherstellung.
Hilfsstoffe:
Chemischer Aufbau von Füllstoffen, Leimstoffen, Farbstoffen und anderen Hilfsstoffen, welche die Papiereigenschaften und die Produktion verbessern.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
die in der Papier- und Zellstoffindustrie verwendeten Halbstoffe und einschlägigen Normen sowie Anlagen und Verfahren zu deren Herstellung kennen;
prozessoptimierende Analysen durchzuführen können;
Halbstoffe prüfen können und den Einsatz von Hilfsstoffen kennen lernen.
Lehrstoff:
Holzstoff:
Einflussgrößen bei der Erzeugung von Steinschliff, Druckschliff und Refinerholzstoff; Holzstoffbleiche; Qualitätsfragen.
Zellstoff:
Chemische Technologie der Sulfit- und Sulfatzellstoffherstellung, Anlagen und Verfahren der Halbzellstoffherstellung; alternative Zellstoffverfahren; Zellstoffaufbereitung; Chemie und Technologie der Zellstoffbleiche.
Altpapier:
Auflösung, Reinigungs- und Sortiermaschinen, Deinking von Altpapier.
Stoffaufbereitung:
Auflösung, Reinigung, Entstippung und Lagerung.
Stoffmahlung:
Ziel der Mahlung, Stoffbegriffe, Mahlungszustände von Faserstoffen und Prüfung des Mahlungszustandes.
Stoffprüfung:
Stoffdichte- und Trockengehaltsbestimmungen, Bestimmung des Entwässerungsverhaltens.
Stoffmahlung:
Veränderung der Papiereigenschaften während der Mahlung, Aufbau und Schaltungen von Mahlanlagen.
Stoffprüfung:
Deinkingversuche, Ermittlung des Mahlverhaltens von Faserstoffen, Wirkung von Zusatzstoffen und Hilfsmitteln.
Stoffmahlung:
Einflussgrößen der Mahlung, Regelung von Mahlanlagen.
Hilfsstoffe:
Einsatz von Füllstoffen, Leimstoffen, Farbstoffen, optischen Aufhellern, Stärke, Retentionsmitteln, Schleimbekämpfungsmitteln, Entschäumern und anderen Hilfsstoffen, welche die Papiereigenschaften und die Produktion verbessern.
PAPIER- UND KARTONHERSTELLUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
die in der Papierindustrie verwendeten Anlagen und Verfahren der Papier- und Kartonherstellung sowie die einschlägigen Normen kennen;
prozessoptimierende Analysen durchführen, anspruchsvolle Prüfverfahren anwenden und somit vollständige Papieranalysen durchführen können.
Lehrstoff:
Stoff- und Wasserführung:
Wasserkreislaufsysteme, Charakterisierung der Abwässer, Verfahren der Wasseraufbereitung (Sedimentation, Flotation, Filtration).
Blattbildung:
Konstantteil der Papiermaschine, Blattbildungssysteme, Stoffauflauftypen und Funktion.
Pressen:
Pressvorgang, Pressentypen, Walzenmaterial und Härte.
Bespannung:
Entwässerungssieb (Material, Herstellung, Arten).
Papierprüfung:
Identifizierung von Faserstoffen mit dem Mikroskop (Holzstoffe, Zellstoffe); physikalische Grundlagen zur Papierprüfung, Normen.
Stoff- und Wasserführung:
Wasserhaushalt, spezifischer Abwasseranfall, spezifischer Frischwasserverbrauch, Frischwassereinsparung.
Blattbildung:
Turbulenzen, Blattbildung und Formation, Entwässerungselemente (Formierkästen, -walzen, Streichleisten).
Pressen:
Linienkräfte, Trockengehalte, Papier- und Filzführungen.
Trocknen:
Trocknungsarten, Heizdampf und Kondensat.
Bespannung:
Entwässerungssieb (Einfluss auf die Blattbildung und Entwässerung), Abrieb, Schäden.
Papierprüfung:
Flächenbezogene Masse, Papierfeuchte, Aschegehalt, Reißlänge und Dehnung, Berstfestigkeit, Durchreiß- und Weiterreißfestigkeit, Dicke, Dichte, Volumen, Rupffestigkeit, Falzzahl, Steifigkeit.
Stoff- und Wasserführung:
Stoffentlüftung (mechanisch, chemisch), Wasserkreislaufführung, Stoffverluste.
Blattbildung:
Sauger und Siebsaugwalze (Aufbau und Einstellung), Egoutteurarbeit, Stoffauflaufregelung.
Pressen:
Nassfilz im Betrieb; Vibrieren, Springen und Rupfen der Presswalzen; Papierfehler in der Pressenpartie.
Trocknen:
Trocknungsvorgang; Wärmeübergang; Kondensatabführung und Wärmerückgewinnung; Kontrolle der Trockenpartie.
Bespannung:
Nassfilz (Materialien, Herstellung, Typen, Reinigung, Einfluss auf die Papierqualität).
Papierprüfung:
Saugfähigkeitsprüfungen, Leimungsgrad, Glätte, Glanz, Weiße, Farbe, Luftdurchlässigkeit, Opazität.
Stoff- und Wasserführung:
Kreislaufschließung, Verknüpfung der inneren und äußeren Wasserkreisläufe, Umweltauswirkungen.
Blattbildung:
Profilkorrektur, Papierbahnabnahme vom Sieb, Überwachung der Siebarbeit.
Trocknen:
Feuchtigkeitsverhalten; Papierbahnführung; Einflüsse der Trocknung auf die Papiereigenschaften.
Bespannung:
Trockenfilz/Trockensieb (Materialien, Typen, Nähte, Einfluss auf die Trocknung).
Papierprüfung:
Wischtest, Fettdichtigkeit, Stauchprüfung, vollständige Papieranalysen an verschiedenen Papiersorten.
PAPIERAUSRÜSTUNG UND PAPIERVEREDELUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
die in der Papierindustrie verwendeten Anlagen und Verfahren der Papierausrüstung und -veredelung sowie die einschlägigen Normen kennen;
die für die gegebenen Aufgaben der Papierausrüstung und -veredelung technisch und wirtschaftlich günstigsten Anlagen und Verfahren auswählen können.
Lehrstoff:
Papierstabilisierung:
Klima; Feuchten, Konditionieren; Gleichgewichtsbeziehungen, Dimensionsstabilität.
Satinieren und Prägen:
Satinagevorgang und Einflussgrössen; Glätte- und Satinagemaschinen (Funktion, Bedienung, Wartung, Anlagenentstörung, Leistungsbedarf).
Schneiden:
Grundlegende Vorgänge beim Rollen-, Quer- und Planschneiden; Kleben und Klebemittel; Anlagenentstörung.
Satinieren und Prägen:
Qualitäts- und Wirkungsgradsteigerung an Satinageeinrichtungen (schnelle Walzentrennung, Querprofilausgleich, Bahnkantenentlastung); Matt-, Pergamin-, Friktions-, Hochglanzkalandrieren; Bürsten; Stricheinfluss auf die Satinage; Prägemaschinen und Prägearten, Einflussgrössen auf den Prägevorgang.
Schneiden:
Rollenschneiden, Querschneiden, Planschneiden; Vorgänge am Messer (Längs-, Querschnitt); Schnittgenauigkeit und Schnittkorrektur;
Gegenüberstellung verschiedener Schneidmaschinen; statistische Sortierung, Sortierung am Querschneider; Rollen- und Stapelqualität;
Anlagenentstörung.
Veredelung:
Imprägnieren, Beschichten, Kaschieren, Leimen, Pigmentieren, Streichen (Streichrohpapiere - Streichmassen - Streichverfahren); Eigenschaften und Verwendung von gestrichenen Papier- und Kartonsorten.
Finalvorgänge:
Sortieren und Zählen; Rollen- und Formatpacken, Palettieren; Normformate und Normgewichte, Toleranzen.
Druck:
Druckverfahren (Hochdruck, Tiefdruck, Offsetdruck, Durchdruck); moderne Drucksysteme für die Bürokommunikation; Anforderungen an die verschiedenen Druckpapiere.
13. BETRIEBSORGANISATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
- mit Organisationsaufgaben der Papier- und Zellstoffindustrie
vertraut sein und Rationalisierungsmaßnahmen planen und durchführen sowie in diesem Bereich die aktuellen Normen des Qualitätsmanagements anwenden können.
Lehrstoff:
Auftragsbearbeitung und Produktionsplanung:
Erstellung der Arbeitsbelege, Steuerung der Erzeugung, Rüstzeit, Personaleinsatz; Arbeitsgestaltung, Arbeitszeitmessung.
Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung:
Betriebsdatenerfassung, Auftragsbearbeitung.
Kostenrechnung:
Kostenarten-, Kostenträger-, Kostenstellenrechnung.
Rationalisierung:
Anlagen, Arbeitsabläufe, Personal.
Qualitätsmanagement:
Grundlagen, statistische Methoden, aktuelle Normen, Qualitätsbewusstsein als Haltung (Managementsystem).
ARBEITSSICHERHEIT UND UMWELTSCHUTZ
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
- Probleme der Arbeitssicherheit sowie umweltschädliche Faktoren
in der Papier- und Zellstoffindustrie identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ihrer Beseitigung angeben können.
Lehrstoff:
Rechtliche Grundlagen:
Arbeitsaufsicht, Arbeitnehmerschutz, Umweltgesetze.
Sicherheitstechnik:
Maschinenschutz und Sicherheitstechnik; Brand-, Elektro-, Gas-, Strahlenschutz.
Arbeitshygiene:
Vorbeugender Gesundheitsschutz, Verhütung von Berufskrankheiten; Erste-Hilfe-Leistung.
Umwelttechnologien:
Analyse der Umwelteinflüsse der Papier- und Zellstoffproduktion;
Abwasserbelastung, verfahrenstechnische Grundlagen der physikalisch-chemischen und biologischen Abwasserreinigung;
Reststofferfassung, verfahrenstechnische Grundlagen der Reststoffbehandlung; Abluftprobleme und ihre Bekämpfung;
Energieerzeugung und Umwelt, Kraft-Wärme-Kopplung; Lärmquellen und ihre Bekämpfung.
15. PROJEKTSTUDIEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Studierende soll
- die für den Lehrplan spezifischen Kenntnisse in einem Projekt
anwenden können.
Lehrstoff:
Projektmanagement und Projektarbeit(en) aus den Themenbereichen der lehrplanspezifischen Gegenstände.
B. schulautonome Pflichtgegenstände
LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage A.1.
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
Siehe Anlage A.1.
C. Freigegenstände
ZUSATZLEHRGANG FÜR DIE UNTERNEHMERPRÜFUNG
Siehe Anlage A.1.
DEUTSCH
Siehe Anlage A.1.
LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage A.1.
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Siehe Anlage A.1.