Rechtstracker.at

Anl. 1b

Fassungen
01.09.2006 bis 31.08.2016 — BGBl. II Nr. 226/2006
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
Anl. 1b01.09.200631.08.2016 BGBl. II Nr. 226/2006 · aufgehoben durch BGBl. II Nr. 75/2016

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an allgemeinbildenden höheren Schulen

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 89 aus 1984, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 75 aus 2016,

Typ

K

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins b

Inkrafttretensdatum

01.09.2006BGBl. II Nr. 226/2006

Außerkrafttretensdatum

31.08.2016aufgehoben durch BGBl. II Nr. 75/2016

Index

70/07 Schule und Kirche

Beachte

Aufsteigendes Inkrafttreten (Paragraph eins, Absatz 3,).

Text

Anlage 1b

Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an der Oberstufe allgemein bildender höherer Schulen unter besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung

1. Bildungs- und Lehraufgabe: 1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung

Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in besonderer Weise ihren Auftrag zur Mitwirkung an der religiösen Bildung (Paragraph 2, Schulorganisationsgesetz) in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes. Dieser versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule.

Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die entsprechend dem christlichen Menschenbild davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.

Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen.

Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt seinen Standpunkt aus der Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition.

Ökumenische und interreligiöse Anliegen sollen nach Möglichkeit Berücksichtigung finden und so ein gelebtes Zeichen des Dialogs zwischen Konfessionen und Religionen sein.

1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts

In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der jungen Frauen und Männer, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.

Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung sowie zur Gestaltung des Schullebens und der Schulkultur.

1.3 Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft

Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch.

Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler sich in Kirche und Gesellschaft sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren.

1.4 Stellung des katholischen Religionsunterrichts an der AHS-Oberstufe

Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages dieser Schulart mit ihren jeweiligen Schwerpunkten. Als Pflichtgegenstand im Fächerkanon leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Allgemein- und Persönlichkeitsbildung und ist Reifeprüfungsgegenstand.

Religiöse Bildung im Religionsunterricht ist ein kommunikatives und prozessorientiertes Geschehen. Sie befähigt die Schülerinnen und Schüler, sich selbst, die andere bzw. den anderen und die Welt in geschichtlicher und heilsgeschichtlicher Dimension zu verstehen und verantwortungsbewusst zu handeln. In ihrem Bemühen um Sach-, Sozial- und Personalkompetenz nimmt religiöse Bildung Rücksicht auf biografische, geschlechtsspezifische und entwicklungspsychologische Gegebenheiten. Sie bringt in diesen Bildungsprozess die dem christlichen Glaubensverständnis eigene Sicht von Gott, Mensch und Welt ein.

Der katholische Religionsunterricht versteht sich als Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu mündigen Erwachsenen. Er leistet einen eigenständigen Beitrag

  • Strichaufzählung
    zu kritischer Sinn- und Wertefindung,
  • Strichaufzählung
    zu Entdeckung und Förderung der persönlichen Religiosität und Spiritualität,
  • Strichaufzählung
    zu selbstbestimmter Entfaltung als Frau und Mann,
  • Strichaufzählung
    zu kreativer Lebens- und Weltgestaltung im Sinn der katholischen Soziallehre,
  • Strichaufzählung
    zu tieferem Verständnis der Bibel, der christlichen Tradition und der Erarbeitung eines erweiterten religiösen Wissens,
  • Strichaufzählung
    zu vernetzendem Denken und
  • Strichaufzählung
    zu humaner Schulkultur.

Religiöse Übungen bieten im Rahmen der Schule einen Raum, der für religiöse Erfahrungen förderlich ist.

2 Ziele:

  • Strichaufzählung
    Das Suchen und Fragen nach Gott zur Sprache bringen und sich mit dem trinitarischen Gott auf der Grundlage der Bibel, insbesondere mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, auseinander setzen.
  • Strichaufzählung
    Wirklichkeitszugänge von Religionen und Weltanschauungen kennen lernen, den Blick für das je Eigene und das bleibend Fremde schärfen und zum respektvollen und kritischen Dialog fähig werden.
  • Strichaufzählung
    Den Blick für Heils- und Unheilserfahrungen öffnen, Wege der Lebensgestaltung und Daseinsbewältigung aufzeigen und mit der Erlösung durch Jesus den Christus vertraut werden.
  • Strichaufzählung
    Freiheiten und Zwänge reflektieren, sich deren Herausforderungen bewusst werden und zu ethisch begründeten Urteilen und solidarischem Handeln aus der prophetisch befreienden Kraft der christlichen Botschaft fähig werden.
  • Strichaufzählung
    Sich mit dem Weg der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu in ausgewählten Themen der Kirchengeschichte auseinander setzen, religiöse Ausdrucksformen erschließen und zu einem vertieften Sakramentenverständnis gelangen.
  • Strichaufzählung
    Die Frage nach Mensch, Welt und Kosmos stellen, sich mit Antworten aus verschiedenen Kulturen, Wissenschaften und der christlichen Schöpfungstheologie auseinander setzen und für die Schöpfung Sorge tragen.

3 Beiträge zu den Aufgaben- und Bildungsbereichen der Schule:

Der Unterricht in katholischer Religion leistet mit seinen grundlegenden Zielen einen eigenständigen Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule sowie zu den einzelnen Bildungsbereichen Sprache und Kommunikation, Mensch und Gesellschaft, Natur und Technik, Kreativität und Gestaltung, Gesundheit und Bewegung, wie sie bereits im Lehrplan der Sekundarstufe römisch eins festgelegt wurden. Die dort definierten Beiträge sind altersadäquat weiter zu entwickeln und zu vertiefen.

4 Didaktische Grundsätze:

  • Strichaufzählung
    Der Abschnitt Lehrstoff ist in Ziele und Grundanliegen gegliedert. Diese sind verbindlich umzusetzen, da es sich um einen Kernbereichslehrplan handelt. Die zeitliche Gewichtung und die konkrete Umsetzung der Vorgaben obliegen allein den Lehrerinnen und Lehrern und ermöglichen somit eine flexible Anwendung.
  • Strichaufzählung
    Der Lehrplan der AHS-Oberstufe baut auf den Zielen und dem Kernbereich des Lehrplans der Sekundarstufe römisch eins auf. Diese werden erweitert, systematisiert und vertieft. Formen des fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterrichts sind anzustreben, um vernetzendes Denken zu fördern.
  • Strichaufzählung
    Das konkrete Leben der jungen Frauen und Männer, der Lehrerinnen und Lehrer und die biblisch–kirchliche Überlieferung kommen zur Sprache. Leben und Glaube werden im Sinne der Korrelation vielfältig zum Ausdruck gebracht, reflektiert und auf ihre Sinndimension hin erschlossen. Beide werden zueinander in Beziehung gesetzt und kritisch wechselseitig gedeutet.

Damit kann bisher Selbstverständliches in Frage gestellt werden, wodurch neue Deutungs- und Handlungsmöglichkeiten eröffnet werden.

Die allgemeinen didaktischen Grundsätze des Lehrplans der allgemein bildenden höheren Schule gelten auch für den Religionsunterricht.

5 Lehrstoff:

5. Klasse:

Ziel 1:

Das Suchen und Fragen nach Gott zur Sprache bringen und sich mit dem trinitarischen Gott auf der Grundlage der Bibel, insbesondere mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, auseinander setzen.

  • Strichaufzählung
    Sich mit der persönlichen Lebens- und Glaubensgeschichte als Ruf und Zuspruch Gottes auseinander setzen.
  • Strichaufzählung
    Die Bibel in der Spannung von Menschenwerk und Gotteswort verstehen lernen.

Ziel 2:

Wirklichkeitszugänge von Religionen und Weltanschauungen kennen lernen, den Blick für das je Eigene und das bleibend Fremde schärfen und zum respektvollen und kritischen Dialog fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Die religiöse Dimension des Sports als Teil der vielfältigen Erscheinungsformen von Religiosität sehen und dazu Stellung nehmen.

Ziel 3:

Den Blick für Heils- und Unheilserfahrungen öffnen, Wege der Lebensgestaltung und Daseinsbewältigung aufzeigen und mit der Erlösung durch Jesus den Christus vertraut werden.

  • Strichaufzählung
    Erfahrungen von Glück und Leid kommunizieren und neue Deutungs- und Handlungsperspektiven gewinnen.
  • Strichaufzählung
    Sich mit vielfältigen Sinn- und Wertangeboten der Gesellschaft und mit der Botschaft Jesu vom Reich Gottes in ihrer Bedeutung für ein gelingendes Leben auseinander setzen.

Ziel 4:

Freiheiten und Zwänge reflektieren, sich deren Herausforderungen bewusst werden und zu ethisch begründeten Urteilen und solidarischem Handeln aus der prophetisch befreienden Kraft der christlichen Botschaft fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Freiheiten und Zwänge in der Lebenswelt der Jugendlichen zur Sprache bringen, damit verbundene Werte und Grundhaltungen reflektieren und die Bedeutung eines gebildeten Gewissens verstehen lernen.
  • Strichaufzählung
    Die Bedeutung von Stars und Idolen für die eigene Identität sehen lernen.

Ziel 5:

Sich mit dem Weg der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu in ausgewählten Themen der Kirchengeschichte auseinander setzen, religiöse Ausdrucksformen erschließen und zu einem vertieften Sakramentenverständnis gelangen.

  • Strichaufzählung
    Der Wirkungsgeschichte des Christusereignisses an Beispielen der Kirchen-, Kunst- und Kulturgeschichte nachgehen.
  • Strichaufzählung
    Leben und Welt als Ort der Gotteserfahrung deuten und dadurch die Sakramentalität aller Wirklichkeit bewusst machen.

Ziel 6:

Die Frage nach Mensch, Welt und Kosmos stellen, sich mit Antworten aus verschiedenen Kulturen, Wissenschaften und der christlichen Schöpfungstheologie auseinander setzen und für die Schöpfung Sorge tragen.

  • Strichaufzählung
    Erfahrungen mit der Natur zur Sprache bringen, die positiven und negativen Seiten des Fortschritts aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht beleuchten und zu einer verantworteten Haltung gelangen.
  • Strichaufzählung
    Die Prägung unseres Lebens durch die Informations- und Kommunikationstechnologie bewusst machen und die Auswirkungen auf das alltägliche Leben kritisch hinterfragen.

6. Klasse:

Ziel 1:

Das Suchen und Fragen nach Gott zur Sprache bringen und sich mit dem trinitarischen Gott auf der Grundlage der Bibel, insbesondere mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, auseinander setzen.

  • Strichaufzählung
    Das Suchen und Fragen nach Gott provozieren und Spiel und Sport als möglichen Ort von Transzendenzerfahrung kennen lernen.
  • Strichaufzählung
    Mit der Vielfalt biblischer Gottesbilder vertraut werden und den einen Gott von Götzen unterscheiden lernen.

Ziel 2:

Wirklichkeitszugänge von Religionen und Weltanschauungen kennen lernen, den Blick für das je Eigene und das bleibend Fremde schärfen und zum respektvollen und kritischen Dialog fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Gemeinsames und Unterscheidendes der abrahamitischen Religionen als Grundlage für einen interreligiösen Dialog erarbeiten.

Ziel 3:

Den Blick für Heils- und Unheilserfahrungen öffnen, Wege der Lebensgestaltung und Daseinsbewältigung aufzeigen und mit der Erlösung durch Jesus den Christus vertraut werden.

  • Strichaufzählung
    Den Einsatz der katholischen Kirche für soziale Gerechtigkeit vor Ort und weltweit kennen lernen und Verantwortung für sich und die Mitmenschen wahrnehmen.

Ziel 4:

Freiheiten und Zwänge reflektieren, sich deren Herausforderungen bewusst werden und zu ethisch begründeten Urteilen und solidarischem Handeln aus der prophetisch befreienden Kraft der christlichen Botschaft fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Wesentliche Aspekte einer Ethik des Leistungssports an ausgewählten Beispielen erarbeiten.

Ziel 5:

Sich mit dem Weg der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu in ausgewählten Themen der Kirchengeschichte auseinander setzen, religiöse Ausdrucksformen erschließen und zu einem vertieften Sakramentenverständnis gelangen.

  • Strichaufzählung
    Feste und Festkreise als gelebte und gefeierte Theologie erschließen.
  • Strichaufzählung
    Die Entwicklung zentraler Glaubenswahrheiten in den ersten ökumenischen Konzilien kennen lernen.
  • Strichaufzählung
    Initiationsriten kennen lernen und mit den Initiationssakramenten Taufe, Firmung und Eucharistie in Beziehung setzen.

Ziel 6:

Die Frage nach Mensch, Welt und Kosmos stellen, sich mit Antworten aus verschiedenen Kulturen, Wissenschaften und der christlichen Schöpfungstheologie auseinander setzen und für die Schöpfung Sorge tragen.

  • Strichaufzählung
    Den Blick für die Einzigartigkeit und Würde des menschlichen Lebens öffnen und diese aus der Gottebenbildlichkeit begründen.
  • Strichaufzählung
    Sich als Frau bzw. Mann sehen und annehmen lernen und für einen verantworteten Umgang mit Leiblichkeit und Geschlechtlichkeit sensibel werden.

7. Klasse:

Ziel 1:

Das Suchen und Fragen nach Gott zur Sprache bringen und sich mit dem trinitarischen Gott auf der Grundlage der Bibel, insbesondere mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, auseinander setzen.

  • Strichaufzählung
    Das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus vor dem Hintergrund der messianischen Erwartungen im Judentum thematisieren und mit Messiasvorstellungen in der Gegenwartskultur konfrontieren.
  • Strichaufzählung
    Maria als Frau und Gottesmutter sehen und ihre Bedeutung aus den Quellen der Bibel, der Tradition und der Frömmigkeit erschließen.

Ziel 2:

Wirklichkeitszugänge von Religionen und Weltanschauungen kennen lernen, den Blick für das je Eigene und das bleibend Fremde schärfen und zum respektvollen und kritischen Dialog fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Mystische und spirituelle Traditionen kennen lernen und mit der persönlichen Religiosität konfrontieren.
  • Strichaufzählung
    Welt- und Menschenbild der Religionen indischen und chinesischen Ursprungs kennen lernen und mit dem christlichen Glauben in Beziehung setzen.

Ziel 3:

Den Blick für Heils- und Unheilserfahrungen öffnen, Wege der Lebensgestaltung und Daseinsbewältigung aufzeigen und mit der Erlösung durch Jesus den Christus vertraut werden.

  • Strichaufzählung
    Den Verstrickungen in persönliche und strukturelle Schuld und Sünde nachgehen sowie religiöse und nichtreligiöse Bewältigungsversuche aufzeigen.
  • Strichaufzählung
    Mit der frohen Botschaft von Vergebung und Versöhnung, insbesondere im Sakrament der Versöhnung, vertraut werden.

Ziel 4:

Freiheiten und Zwänge reflektieren, sich deren Herausforderungen bewusst werden und zu ethisch begründeten Urteilen und solidarischem Handeln aus der prophetisch befreienden Kraft der christlichen Botschaft fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Sich mit aktuellen ethischen Fragen vor dem Hintergrund verschiedener ethischer Positionen auseinander setzen und Orientierungs- und Handlungsmöglichkeiten aus dem biblisch-christlichen Welt- und Menschenbild aufzeigen.

Ziel 5:

Sich mit dem Weg der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu in ausgewählten Themen der Kirchengeschichte auseinander setzen, religiöse Ausdrucksformen erschließen und zu einem vertieften Sakramentenverständnis gelangen.

  • Strichaufzählung
    Angesichts der Forderung nach Leistungssteigerung Formen der Meditation und Entschleunigung kennen lernen.
  • Strichaufzählung
    Die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils für die Kirche der Gegenwart kennen lernen.

Ziel 6:

Die Frage nach Mensch, Welt und Kosmos stellen, sich mit Antworten aus verschiedenen Kulturen, Wissenschaften und der christlichen Schöpfungstheologie auseinander setzen und für die Schöpfung Sorge tragen.

  • Strichaufzählung
    Sich mit dem Woher und Wohin von Mensch und Welt auseinander setzen und mit den Bildern des christlichen Schöpfungsglaubens und der Eschatologie vertraut werden.

8. Klasse:

Ziel 1:

Das Suchen und Fragen nach Gott zur Sprache bringen und sich mit dem trinitarischen Gott auf der Grundlage der Bibel, insbesondere mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, auseinander setzen.

  • Strichaufzählung
    Zugänge zum Credo der Kirche und zu Kurzformeln des Glaubens eröffnen und diese mit dem persönlichen Glauben konfrontieren.

Ziel 2:

Wirklichkeitszugänge von Religionen und Weltanschauungen kennen lernen, den Blick für das je Eigene und das bleibend Fremde schärfen und zum respektvollen und kritischen Dialog fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Sich dem Wahrheitsanspruch von Weltanschauungen und Religionen stellen.

Ziel 3:

Den Blick für Heils- und Unheilserfahrungen öffnen, Wege der Lebensgestaltung und Daseinsbewältigung aufzeigen und mit der Erlösung durch Jesus den Christus vertraut werden.

  • Strichaufzählung
    Erfahrungen von Erfolg und Scheitern als Teil des Lebens erkennen und integrieren lernen.

Ziel 4:

Freiheiten und Zwänge reflektieren, sich deren Herausforderungen bewusst werden und zu ethisch begründeten Urteilen und solidarischem Handeln aus der prophetisch befreienden Kraft der christlichen Botschaft fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Die Ansprüche des prophetischen Ethos und der katholischen Soziallehre an Wirtschaft, Politik und Kultur als grundlegende Herausforderung christlicher Lebensgestaltung bewusst machen.

Ziel 5:

Sich mit dem Weg der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu in ausgewählten Themen der Kirchengeschichte auseinander setzen, religiöse Ausdrucksformen erschließen und zu einem vertieften Sakramentenverständnis gelangen.

  • Strichaufzählung
    Die Vielfalt der christlichen Kirchen kennen lernen und Möglichkeiten und Grenzen gelebter Ökumene aufzeigen.
  • Strichaufzählung
    Sich der Vielfalt von Lebensentwürfen als Herausforderung für die persönliche Lebensgestaltung bewusst werden und dabei Zugänge zu Ehe und Weihe als Sakramente der Kirche finden.

Ziel 6:

Die Frage nach Mensch, Welt und Kosmos stellen, sich mit Antworten aus verschiedenen Kulturen, Wissenschaften und der christlichen Schöpfungstheologie auseinander setzen und für die Schöpfung Sorge tragen.

  • Strichaufzählung
    Philosophische, psychologische und soziologische Menschenbilder mit dem christlichen Menschenbild in Beziehung setzen.

9. Klasse:

Ziel 1:

Das Suchen und Fragen nach Gott zur Sprache bringen und sich mit dem trinitarischen Gott auf der Grundlage der Bibel, insbesondere mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, auseinander setzen.

  • Strichaufzählung
    Den Missbrauch Gottes und der Religion in Gesellschaft, Politik und Kirche benennen und für das befreiende Wirken Gottes in unserer Welt sensibel werden.

Ziel 2:

Wirklichkeitszugänge von Religionen und Weltanschauungen kennen lernen, den Blick für das je Eigene und das bleibend Fremde schärfen und zum respektvollen und kritischen Dialog fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Die religiöse Deutung von Mensch und Welt als urmenschliches Phänomen verstehen lernen.

Ziel 3:

Den Blick für Heils- und Unheilserfahrungen öffnen, Wege der Lebensgestaltung und Daseinsbewältigung aufzeigen und mit der Erlösung durch Jesus den Christus vertraut werden.

  • Strichaufzählung
    Den persönlichen und gesellschaftlichen Umgang mit Unheil, Leid und Tod zur Sprache bringen und mit der Botschaft von Leben, Sterben, Auferweckung und Wiederkunft Jesu in Beziehung setzen.
  • Strichaufzählung
    Die stärkende und heilende Zuwendung Gottes im eigenen Leben erahnen und verstehen, wie sie sich im Sakrament der Krankensalbung verdichtet.

Ziel 4:

Freiheiten und Zwänge reflektieren, sich deren Herausforderungen bewusst werden und zu ethisch begründeten Urteilen und solidarischem Handeln aus der prophetisch befreienden Kraft der christlichen Botschaft fähig werden.

  • Strichaufzählung
    Vorherrschende Welt- und Lebensdeutungen reflektieren, Religion und Kritik an Religion verstehen lernen und das Sinnstiftende und Befreiende der christlichen Gottesbeziehung aufleuchten lassen.

Ziel 5:

Sich mit dem Weg der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Jesu in ausgewählten Themen der Kirchengeschichte auseinander setzen, religiöse Ausdrucksformen erschließen und zu einem vertieften Sakramentenverständnis gelangen.

  • Strichaufzählung
    Das Verhältnis von Kirche und Staat in Österreich aus kirchengeschichtlicher Perspektive verstehen lernen.

Ziel 6:

Die Frage nach Mensch, Welt und Kosmos stellen, sich mit Antworten aus verschiedenen Kulturen, Wissenschaften und der christlichen Schöpfungstheologie auseinander setzen und für die Schöpfung Sorge tragen.

  • Strichaufzählung
    Die Gefährdung des Menschen im Spannungsfeld von Sport und Vermarktung erkennen lernen und zu einem eigenverantwortlichen Handeln ermutigen.

Anmerkung

Fassung zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 226/2006

Zuletzt aktualisiert am

28.12.2016

Gesetzesnummer

10009555

Dokumentnummer

NOR40079200