Rechtstracker.at

§ 4

Fassungen
01.11.1978 bis 30.11.1998 — BGBl. Nr. 495/1978 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenKundmachung
§ 401.11.197830.11.1998 BGBl. Nr. 495/1978 (Stammfassung) · aufgehoben durch BGBl. II Nr. 420/1998

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Bäderhygienegesetz – DV

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 495 aus 1978, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 420 aus 1998,

Typ

römisch fünf

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 4

Inkrafttretensdatum

01.11.1978BGBl. Nr. 495/1978

Außerkrafttretensdatum

30.11.1998aufgehoben durch BGBl. II Nr. 420/1998

Index

82/07 Sonstiges Gesundheitsrecht

Text

Paragraph 4,

Das Wasser, das sich im Becken befindet (Beckenwasser), muß an den in dieser Verordnung angeführten Entnahmestellen folgenden Anforderungen entsprechen:

  1. Ziffer eins
    In bakteriologischer Hinsicht:
    1. Litera a
      Die Zahl aerober Kolonien darf bei einer Bebrütungsdauer von 48 Stunden bei + 22 ºC höchstens 300 in 1 ml betragen; in künstlichen Freibeckenbädern dürfen diese Werte bei Spitzenbelastung überschritten werden, jedoch höchstens bis 500 in 1 ml,
    2. Litera b
      Escherichia coli darf in 100 ml nicht nachweisbar sein.
  2. Ziffer 2
    In chemisch-physikalischer Hinsicht:
    1. Litera a
      Der Gehalt an oxidierbaren organischen Substanzen (KMnO4-Verbrauch in mg/l) darf nicht mehr als 3 mg/l über dem Wert des aufbereiteten Wassers bzw. des Füllwassers liegen,
    2. Litera b
      der pH-Wert darf nicht weniger als 7,0 und nicht mehr als 8,3 betragen,
    3. Litera c
      die Konzentration an freiem wirksamen Chlor muß in allen Beckenteilen
      1. Sub-Litera, a, a
        im pH-Bereich bis 7,6 mindestens 0,3 mg/l und
      2. Sub-Litera, b, b
        im pH-Bereich über 7,6 bis 8,3 mindestens 0,5 mg/l betragen und darf in Hallenbädern 1,2 mg/l und in künstlichen Freibeckenbädern 2 mg/l nicht überschreiten,
    4. Litera d
      die Konzentration an gebundenem wirksamen Chlor darf
      1. Sub-Litera, a, a
        im pH-Bereich bis 7,6 höchstens 0,3 mg/l und
      2. Sub-Litera, b, b
        im pH-Bereich über 7,6 bis 8,3 höchstens 0,5 mg/l betragen,
    5. Litera e
      die Konzentration an Ozon darf höchstens 0,01 mg/l betragen,
    6. Litera f
      das Redoxpotential muß, gemessen in der Beckenablaufleitung,
      1. Sub-Litera, a, a
        im pH-Bereich bis 7,6 mindestens 650 mV,
      2. Sub-Litera, b, b
        im pH-Bereich über 7,6 bis 8,3 mindestens 680 mV betragen; bei Sole- und Mineralwässern gelten diese Werte nicht, hier sind experimentell jene Werte zu bestimmen, die eine vergleichbare Keimtötungsgeschwindigkeit sicherstellen,
    7. Litera g
      der Gehalt an Nitraten darf nicht mehr als 20 mg/l über dem Wert des Füllwassers liegen,
    8. Litera h
      das Beckenwasser muß klar und frei von Flockungsmittelresten sein, der Gehalt an Aluminium darf 0,1 mg/l, der an Eisen 0,02 mg/l nicht überschreiten,
    9. Litera i
      der Gehalt an Chloriden darf nicht mehr als 100 mg/l über dem Wert des Füllwassers liegen.

Schlagworte

Solewasser

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2025

Gesetzesnummer

10010404

Dokumentnummer

NOR12132686

Alte Dokumentnummer

N8197840470L

European Legislation Identifier (ELI)

https://ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1978/495/P4/NOR12132686