Kurztitel
Flexibilisierungsklausel - Bestimmung des Bundesinstitutes für Erwachsenenbildung St. Wolfgang als Organisationseinheit
Index
31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget
Text
Anlage Projektprogramm gemäß § 17a Abs. 9 Z 3 BHGProjektprogramm gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, BHG 1. Strategische Zielsetzung des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung St. Wolfgang und rechtlicher Bezug
Das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung St. Wolfgang (im Folgenden: die Organisationseinheit) ist eine nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur auf der Rechtsgrundlage des § 11 des Bundesgesetzes über die Förderung der Erwachsenenbildung und des Volksbüchereiwesens aus Bundesmitteln (BGBl. Nr. 171/1973, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 71/2003).Das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung St. Wolfgang (im Folgenden: die Organisationseinheit) ist eine nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur auf der Rechtsgrundlage des Paragraph 11, des Bundesgesetzes über die Förderung der Erwachsenenbildung und des Volksbüchereiwesens aus Bundesmitteln Bundesgesetzblatt Nr. 171 aus 1973,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 71 aus 2003,).
Die Organisationseinheit hat die Aufgabe, die Aus- und Fortbildung von Erwachsenenbildnern und Volksbibliothekaren unter der Leitung anerkannter Fachleute und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern - etwa durch Veranstaltungen von Kursen, Seminaren, Tagungen, Lehrgängen, durch Kooperation mit Universitäten und Pädagogischen Hochschulen sowie durch die Bereitstellung einer funktionalen Infrastruktur.
Die Organisationseinheit ist nach Maßgabe der Verordnung BGBl. II Nr. 152/2005 berechtigt, die dort genannten Lehrgänge als „Lehrgänge universitären Charakters“ zu bezeichnen und den Absolventen die dort genannten Bezeichnungen zu verleihen.Die Organisationseinheit ist nach Maßgabe der Verordnung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 152 aus 2005, berechtigt, die dort genannten Lehrgänge als „Lehrgänge universitären Charakters“ zu bezeichnen und den Absolventen die dort genannten Bezeichnungen zu verleihen.
Zentraler Angelpunkt - bezogen auf nationale und internationale weiterbildungspolitische Ziele (insbesondere Konzeptionen der Europäischen Union, Regierungsprogramme, Weiterbildungs-Entwicklungspläne) ist das Prinzip des „Lebensbegleitenden Lernens“.
Im Hinblick darauf ist die Organisationseinheit eingebunden als
Kompetenzzentrum zwecks Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich des „Lebensbegleitenden Lernens“,
als Instrument zur Verstärkung des Weiterbildungsbewusstseins und zur Entwicklung des Weiterbildungssystems (Zusammenarbeits-Plattform),
Innovationstreiber im Bereich der Qualitätsentwicklung und Professionalisierung – die Organisationseinheit betreibt in Kooperation mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung Österreichs die „Weiterbildungsakademie Österreich“ und wirkt an der Umsetzung des Qualitätsrahmens für die Erwachsenenbildung (Ö-Cert), des nationalen Qualifikationsrahmens und der Länder-Bund-Förderinitiative mit.
2. Schlüsselaufgaben der Organisationseinheit
Der Wirkungsbereich erstreckt sich auf 3 Zielebenen:
2.1. Auf Zielebene I sind im Sinne der sozialwissenschaftlich-pädagogischen Vorstellung von Kompetenz zu entwickeln und zu fördern:2.1. Auf Zielebene römisch eins sind im Sinne der sozialwissenschaftlich-pädagogischen Vorstellung von Kompetenz zu entwickeln und zu fördern:
Potentiale, Fähigkeiten und Dispositionen von Einzelpersonen und Gemeinschaften, wie etwa Bildungsmanagerinnen und Bildungsmanager, Referentinnen und Referenten, Kursleiterinnen und Kursleiter, Bildungsberaterinnen und Bildungsberater, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bildungsinitiativen sowie Bildungsorganisationen durch Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen (Kursen, Seminaren, Tagungen und Lehrgängen).
In diesem Zusammenhang sind zu gewährleisten:
A. Pädagogische Serviceleistungen insbesondere
Beratung in Fragen des Lehrens und Lernens, des Bildungsmanagements und der Organisationsentwicklung in der Erwachsenenbildung,
Publikationen und Dokumentationen,
Zugang zur Bibliothek der Organisationseinheit, die über umfangreiche Fachliteratur verfügt.
B. Bereitstellung einer funktionalen und modernen Infrastruktur (insbesondere Räume, Einrichtung, technische Ausstattung) für Veranstalter aus Erwachsenenbildung, Lehrerfortbildung, Wissenschaft, Forschung und betrieblicher Weiterbildung.
C. Beherbergung und Verpflegung der Teilnehmer.
2.2. Auf Zielebene II geht es um die Entwicklung einer systematischen Professionalisierung und Qualitätsentwicklung der Erwachsenenbildung in Österreich – insbesondere im Kontext europäischer Perspektiven – durch2.2. Auf Zielebene römisch zwei geht es um die Entwicklung einer systematischen Professionalisierung und Qualitätsentwicklung der Erwachsenenbildung in Österreich – insbesondere im Kontext europäischer Perspektiven – durch
wissenschaftlich orientierte Mitwirkung bei der Grundlagenarbeit,
die Förderung des fachlichen Diskurses auf der Plattform www.erwachsenenbildung.at und in Form von Tagungen,
Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Kooperation mit österreichischen und internationalen Weiterbildungs- und Forschungseinrichtungen.
2.3. Auf Zielebene III geht es um die Mitwirkung am Aufbau von Strukturen und an Maßnahmen zur Verbesserung des Systems der Weiterbildung in Österreich und in der Europäischen Union – in Kooperation mit anderen Einrichtungen des Bereiches „Lebensbegleitendes Lernen“.2.3. Auf Zielebene römisch drei geht es um die Mitwirkung am Aufbau von Strukturen und an Maßnahmen zur Verbesserung des Systems der Weiterbildung in Österreich und in der Europäischen Union – in Kooperation mit anderen Einrichtungen des Bereiches „Lebensbegleitendes Lernen“.
3. Ziele
3.1. Fachbezogene Ziele im Bereich Aus- und Weiterbildung von im Bereich der Erwachsenenbildung Tätigen:
Systematische Beiträge zur Professionalisierung und Verbesserung der Professionalität durch verstärkte Schwerpunktsetzung in Richtung bedarfsgerechter, qualitativ hochwertiger Angebote zur Aus- und Weiterbildung hauptberuflicher/nebenberuflicher/ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung und im öffentlichen Bibliotheksbereich,
verstärkte Beteiligung an Programmen der Europäischen Union und internationale Kooperation sowie Know-How-Transfer auf nationaler Ebene,
Entwicklung und Erprobung innovativer Bildungsprogramme (etwa für Frauen, ältere Menschen, Minderheiten, Migrantinnen und Migranten, benachteiligte Zielgruppen),
Entwicklung von Standardisierung und Qualitätssicherung in der Erwachsenenbildung, insbesondere Aufbau der organisatorischen Rahmenbedingungen für
den Österreichischen Qualitätsrahmen für die Erwachsenenbildung (Ö-Cert),
den nationalen Qualifikationsrahmen im Bereich Erwachsenenbildung,
die Bund-Länder-Förderinitiative.
Information, Dokumentation sowie die Mitherausgabe des Online-Magazins unter „erwachsenenbildung.at“.
3.2. Ziele im Bereich wissenschaftsorientierter Grundlagen- und Entwicklungsarbeit sowie der Entwicklung des Weiterbildungssystems:
Sukzessiver Aufbau einer systematischen Struktur für Grundlagenarbeit (Bildungsbedarf, Entwicklungsstand, Perspektiven in Europa und in außereuropäischen Ländern; Qualitätsstandards und Zertifizierung). Einrichtung eines Beirates von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie Expertinnen und Experten im Bereich der Erwachsenenbildung. Analyse der Erwachsenenbildungssituation, internationaler Vergleich, Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Erwachsenenbildung in Form von Erhebungen, Studien, Dokumentationen und Publikationen nach Maßgabe der personellen und ökonomischen Möglichkeiten,
Ausbau der Organisationseinheit als Kooperations- und Koordinierungsplattform auf allen Ebenen, insbesondere zwecks verbands- und länderübergreifender Grundlagen- und Entwicklungsarbeit unter Berücksichtigung der europäischen Dimension,
Verstärkung des Weiterbildungs-Bewusstseins durch Bildungsmaßnahmen, Beratung sowie Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zur Strategie des „Lebensbegleitenden Lernens“.
3.3. Managementziele:
Effizienter Einsatz der Ressourcen hinsichtlich der bildungspolitischen Zielsetzungen,
bestmögliche Auslastung der gesamten Infrastruktur,
kostendeckende Führung des Wirtschaftsbetriebes,
Stabilisierung des Budgetbedarfs bei mindestens gleich bleibenden Leistungen,
Sicherung und Ausbau des eingerichteten Qualitätsmanagement-Systems,
systematische Verbesserung der räumlichen Voraussetzungen gemäß aktuellem Bau- und Einrichtungskonzept.
4. Leistungskatalog, konkrete Ziele und Indikatoren
Die in Z 3 genannten fachlichen Ziele konkretisieren sich in folgenden Leistungen und IndikatorenDie in Ziffer 3, genannten fachlichen Ziele konkretisieren sich in folgenden Leistungen und Indikatoren
| | | Entwicklung des Indikators |
Ziele | Leistungen | Indikator | 2011 | 2012 |
3.1. A | Durchführung der geplanten Aus- und Fortbildungsveranstaltungen | Anzahl der geplanten und durchgeführten Veranstaltungen | 210 | 210 |
| | | | |
3.1. B | Beteiligung an Programmen der Europäischen Union | Anzahl der Projekte mit nachweislich aktiver Beteiligung | 2 | 2 |
| | | | |
3.1. B | Beteiligung an Kooperations-Projekten | Anzahl der Projekte mit nachweislich aktiver Beteiligung | 12 | 12 |
| | | | |
3.1. C | Entwicklung und Umsetzung von innovativen Bildungsprojekten | Anzahl der zielgruppenspezifischen Konzepte und Programme | 2 | 2 |
| | | | |
3.1. D | „Weiterbildungsakademie Österreich“ | | | |
| Teilnahme | Anzahl der Teilnahmen | 205 | 205 |
| Angebote | Anzahl der Angebote | 50 | 50 |
| | | | |
3.1. E | Online Magazin für Erwachsenenbildung | Anzahl der Ausgaben pro Jahr | 3 | 3 |
| | | | |
3.2. A. | Studien, Expertisen, Evaluierungen und Dokumentationen | Anzahl | 10 | 10 |
3.2. A./ B./ C. | Fachvorträge und fachspezifische Beiträge im Rahmen von Veranstaltungen im Haus und extern | Anzahl | 15 | 15 |
| | | | |
3.3. | Bestmögliche Auslastung der gesamten Infrastruktur | Auslastungsgrad und kostendeckende Führung des Wirtschaftsbetriebes | 60% | 60% |
| Sicherung und Ausbau des Qualitätsmanagement-Systems | Auditierung durch eine renommierte Zertifizierungs- und Begutachtungsorgani-sation gemäß ÖNORM ISO 9001:2000 | Auditierung | Auditierung und Verlängerung des Zertifikates |
5. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben sowie Planstellen
Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die Bundesimmobiliengesellschaft mbH und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung nicht budgetwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Zentralleitung geleistet werden.
5.1. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Ausgaben und Einnahmen
| Ausgangspunkt |
| BVA 2010 | 2011 | 2012 |
Ausgaben | | | |
UT 0 | 1 168 000,- | 1 215 000,- | 1 264 000,- |
UT 3 | 55 000,- | 56 000,- | 57 000,- |
UT 7 | 1 000,- | 1 000,- | 1 000,- |
UT 8 | 1 220 000,- | 1 352 000,- | 1 390 000.- |
Summe Ausgaben | 2 444 000,- | 2 624 000,- | 2 712 000,- |
Einahmen | | | |
UT 4 | 1 338 000,- | 1 418 000,- | 1 506 000,- |
UT 7 | 2 000,- | 2 000,- | 2 000,- |
Summe Einnahmen | 1 340 000,- | 1 420 000,- | 1 508 000,- |
Saldo | 1 104 000,- | 1 204 000,- | 1 204 000,- |
5.1.1. Ausgangsbasis für die Berechnung des Personalaufwandes im Projektzeitraum 2011 bis 2012 sind:
die tatsächlich besetzten Planstellen im Ausmaß von 28,
der Bundesvoranschlag 2010 sowie
die einkalkulierten vorhersehbaren Erhöhungen der Personalausgaben infolge dienst- und besoldungsrechtlicher Regelungen (ausgenommen allfällige Leistungsprämien).
5.1.2. Aufwendungen: Bei den Aufwendungen sind Mehrausgaben einkalkuliert. Die Erhöhung ergibt sich insbesondere aus zusätzlichen Aufwendungen im Rahmen der Weiterbildungsakademie, des Ö-Cert, der Länder-Bund-Förderinitiative, des Nationalen Qualifikationsrahmens sowie aus Mehrbedarf für wissenschaftliche Grundlagenarbeit.
5.2. Darstellung der im Projektzeitraum erforderlichen Planstellen
Um die geplanten Leistungen auch erbringen zu können, wird von einer Nachbesetzung bei allfälligen unerwarteten Abgängen ausgegangen.
| Ausgangspunkt |
| 2010 | 2011 | 2012 |
Beamte - Verwendungsgruppe | | | |
A1 | 4 | 4 | 4 |
Summe Beamte | 4 | 4 | 4 |
Vertragsbedienstete - Entlohnungsgruppe | | | |
v1 | 1 | 1 | 1 |
v2 | 2,5 | 2,5 | 2,5 |
v3 | 6,5 | 6,5 | 6,5 |
h2 | 1 | 1 | 1 |
h4 | 10 | 10 | 10 |
h5 | 3 | 3 | 3 |
Summe Vertragsbedienstete | 24 | 24 | 24 |
Planstellen gesamt | 28 | 28 | 28 |
Schlagworte
Ausbildung, Weiterbildungseinrichtung, Kooperationsplattform, Informationsarbeit, Baukonzept, Ausbildungsveranstaltung, Bildungsprogramm, Auslastungsgrad, Erreichung, Wirtschaftsbetrieb, Qualitätsmanagementsystem, Verlängerung, Zertifikat, Sanierungsvorhaben