Text
Anlage
Projektprogramm gemäß § 17a Abs. 9 Z 3 desProjektprogramm gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des
Bundeshaushaltsgesetzes
Strategische Zielsetzung der Justizanstalt St. Pölten:
Der Justizanstalt St. Pölten sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes.
Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.
Schlüsselaufgaben der Justizanstalt St. Pölten:
Einleitung des Strafvollzuges gemäß § 2 der Sprengelverordnung;Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung;
Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt;
Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt;
Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben;
Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen Insassen;
Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden;
Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß § 21 Abs. 2 StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern;Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern;
Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß § 22 StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, das Landesgericht für Strafsachen Wien und das Landesgericht St. Pölten, die Insassen der Justizanstalt St. Pölten sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt St. Pölten in Anspruch nehmen.
Rechtsgrundlagen:
Strafvollzugsgesetz, BGBl. Nr. 144/1969,Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,, Strafprozessordnung 1975, BGBl. Nr. 631,Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631,
Strafgesetzbuch, BGBl. Nr. 60/1974,Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,, Jugendgerichtsgesetz 1988, BGBl. Nr. 599,Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
Finanzstrafgesetz, BGBl. Nr. 129/1958,Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,, Verwaltungsstrafgesetz 1991, BGBl. Nr. 52,Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
Sprengelverordnung für den Strafvollzug, BGBl. II Nr. 74/1997,Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,, Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
Einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz in der jeweils geltenden Fassung.
Allgemeine Ziele der Justizanstalt St. Pölten:
4.1 Fachbezogene Ziele
Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 91 000 Hafttagen pro Jahr,
Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten jeweiligen Mindestbesetzung:
Psychologen ........................ 1 530 Stunden/jährlich
Diplomierte Sozialarbeiter 3 990 Stunden/jährlich
Diplomierte Krankenpfleger 440 Stunden/jährlich.
Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.
4.2 Managementziele
Stabilisierung des Budgetbedarfs bei mindestens gleichbleibenden Leistungen,
Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge),
Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 80 vH der Strafgefangenen und 20 vH der Untersuchungshäftlinge.
Leistungskennzahlen:
Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage. Für das Jahr 2005 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 4 172 000 Euro und voraussichtlich 91 000 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 45,9 Euro pro Hafttag. Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten.
Vollzugsnutzungsquotient (VQ)
Der VQ ist eine Messgröße für das eingesetzte Personal im Verhältnis zu den Einschlusszeiten und enthält folgende Faktoren:
IS = Insassenstand
BS = Bedienstetenstand
EZ = Einschlusszeiten (Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im
Haftraum eingeschlossen ist)
Formel: VQ = 1 – [(BS : IS) x (Einschlusszeit : 24)]
Der VQ ergibt immer eine Zahl zwischen 1 und 0; eine Annäherung zum
Wert 1 bedeutet den Einsatz von wenig Personal bei geringen
Einschlusszeiten, eine Annäherung zum Wert 0 den Einsatz von viel
Personal bei hohen Einschlusszeiten. Justizanstalt St. Pölten: VQ =
1 – [(82,39 : 229) × (14,86 : 24)] = 0,78
Der VQ am Stichtag 1. Juli 2003 hat den Wert 0,78.
Ziel ist, bei möglichst sparsamem Personaleinsatz die Einschlusszeiten zu verringern.
Kontrolle der Beschäftigungsquote
In der Justizanstalt St. Pölten waren mit Stichtag 1. Juli 2003 31 vH der Untersuchungshäftlinge und 75 vH der Strafgefangenen beschäftigt. Ziel ist die Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 20 vH bei Untersuchungshäftlingen und 80 vH bei Strafgefangenen.
Übersicht über die der Veranschlagung zugrunde gelegten
Personalstände:
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Vorschau
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2003 2004 2005 2006
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Beamte/Verwendungsgruppe
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E1 2 2 2 2
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E2a/E2b 74 73 70 68
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A2 2 2 2 2
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Summe Beamte: 78 77 74 72
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Vertragsbedienstete/
Entlohnungsgruppe
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v1 1,25 1,25 1,25 1,25
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v2 1 1 1 1
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v3 3 3 3 3
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v4 1 1 1 1
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h1 1 1 1 1
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k4 0 0,25 0,25 0,25
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Summe Vertragsbedienstete: 7,25 7,5 7,5 7,5
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Gesamtsumme: 85,25 84,5 81,5 79,5
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7. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen
Einnahmen und Ausgaben:
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Anmerkungen erwarteter Erfolg
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2003 2004 2005 2006
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Ausgaben in Euro
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UT siehe Erläuterungen 3 082 000 3 082 000 3 079 000 3 079 000
0 zu Punkt 7
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UT siehe Erläuterungen 6 000 6 000 2 000 2 000
3 zu Punkt 7
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UT siehe Erläuterungen 69 000 69 000 106 000 106 000
7 zu Punkt 7
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UT siehe Erläuterungen 960 000 960 000 1 199 000 1 199 000
8 zu Punkt 7
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Kto. 7271-902 u. 600 000 600 000 600 000 600 000
903Vollzugkbei.
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Z - Posten 37 000 37 000 37 000 37 000
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Summe der Ausgaben: 4 754 000 4 754 000 5 023 000 5 023 000
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Einnahmen in Euro
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UT4 siehe Erläuterungen 275 000 275 000 275 000 275 000
zu Punkt 7
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Kto. 8171 575 000 575 000 575 000 575 000
Vollzugkostenbeiträge
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UT Bestandswirksame 1 000 1 000 1 000 1 000
7 Einnahmen
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Summe der Einnahmen: 851 000 851 000 851 000 851 000
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Saldo: -3903000 -3903000 -4172000 -4172000
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Erläuterungen zu Punkt 7:
Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß § 21 Abs. 1 StGB und § 429 Abs. 4 StPO nicht saldenwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt werden.Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO nicht saldenwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt werden.
UT 0 – Personalbereich
Der Personalaufwand für die Jahre 2004 bis 2006 ist auf der Basis der Jahre 2002 und 2003 und unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung berechnet worden.
Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe beim Oberlandesgericht Wien wird von der Justizanstalt St. Pölten ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.
UT 3 – Anlagen
Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden „Anschaffungsplans“ budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht. Weitere eventuell notwendige Investitionen (so kann zB der Ersatz von bis 3 Kochkesseln mit einem Kostenaufwand von ca. 70.000 Euro notwendig werden) finden im Budgetplan keinen Niederschlag, da sonst der Saldo nicht eingehalten werden könnte. Hier muss unter Umständen auf die Rücklage zurückgegriffen werden.
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2004 2005 2006
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Ausgaben in Euro
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Zentrifuge E 6.000
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Abkantpresse N 2.000
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Bohrhammer E 2.000
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UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen) Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2004 und die Prognose für 2005. Die Erhöhung um 30 000 Euro für 2005 und 2006 ist auf Grund der gestiegenen Insassenzahl notwendig.
UT 8 – Aufwendungen
Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist das Jahresergebnis 2004 und die Prognose für 2005. Die Erhöhung um weitere 139.000 Euro für die Jahre 2005 und 2006, die auch zu einer entsprechenden Saldenveränderung führt, ist auf Grund der gestiegenen Zahl an Insassen und der überdurchschnittlich gestiegenen Kosten für die Gesundheitsfürsorge der Insassen notwendig.
UT 4 – Einnahmen
Berechnungsbasis bei diesem Ansatz ist das Jahresergebnis 2002.