Rechtstracker.at

Anl. 1

Fassungen
21.12.2005 bis 31.12.2007 — BGBl. II Nr. 429/2005
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 121.12.200531.12.2007 § → § BGBl. II Nr. 429/2005 · aufgehoben
Anl. 101.01.200420.12.2005 BGBl. II Nr. 623/2003 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Flexibilisierungsklausel - Bestimmung der Justizanstalt St. Pölten

als Organisationseinheit

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 623 aus 2003, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 429 aus 2005,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

21.12.2005BGBl. II Nr. 429/2005

Außerkrafttretensdatum

31.12.2007

Index

31/01 Allgemeines Haushaltsrecht, Bundesbudget

Beachte

Zum Ende des Bezugszeitraums vergleiche Paragraph 2,

Text

Anlage

Projektprogramm gemäß Paragraph 17 a, Absatz 9, Ziffer 3, des

Bundeshaushaltsgesetzes

  1. Ziffer eins
    Strategische Zielsetzung der Justizanstalt St. Pölten:
    Der Justizanstalt St. Pölten sind folgende Zielsetzungen des Bundesministeriums für Justiz übertragen:
    • Strichaufzählung
      Durchführung des Strafvollzuges nach den Bestimmungen des Strafvollzugsgesetzes.
    • Strichaufzählung
      Bei Einhaltung der budgetären Zielsetzungen gemäß der Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen Einnahmen und Ausgaben soll die Qualität des Vollzuges verbessert werden.
  2. Ziffer 2
    Schlüsselaufgaben der Justizanstalt St. Pölten:
    • Strichaufzählung
      Einleitung des Strafvollzuges gemäß Paragraph 2, der Sprengelverordnung;
    • Strichaufzählung
      Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen Insassen, deren Strafzeit 18 Monate nicht übersteigt;
    • Strichaufzählung
      Vollzug von Freiheitsstrafen an jugendlichen männlichen Insassen, deren Strafzeit sechs Monate nicht übersteigt;
    • Strichaufzählung
      Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, die von Verwaltungsbehörden und Finanzstrafbehörden verhängt werden, über Ersuchen derselben;
    • Strichaufzählung
      Vollzug von gerichtlich verhängten Untersuchungshaften an männlichen Insassen;
    • Strichaufzählung
      Vollzug von Verwahrungshaften an Insassen, die durch die Sicherheitsbehörden eingeliefert werden;
    • Strichaufzählung
      Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 21, Absatz 2, StGB an geistig abnormen, zurechnungsfähigen Rechtsbrechern;
    • Strichaufzählung
      Einleitung des Vollzuges von mit Freiheitsentziehung verbundenen Maßnahmen gemäß Paragraph 22, StGB an entwöhnungsbedürftigen Rechtsbrechern.
Zielgruppen der Leistungen sind das Bundesministerium für Justiz, das Landesgericht für Strafsachen Wien und das Landesgericht St. Pölten, die Insassen der Justizanstalt St. Pölten sowie öffentliche und private Auftraggeber, die Leistungen der Justizanstalt St. Pölten in Anspruch nehmen.

  1. Ziffer 3
    Rechtsgrundlagen:
    • Strichaufzählung
      Strafvollzugsgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 144 aus 1969,,
    • Strichaufzählung
      Strafprozessordnung 1975, Bundesgesetzblatt Nr. 631,
    • Strichaufzählung
      Strafgesetzbuch, Bundesgesetzblatt Nr. 60 aus 1974,,
    • Strichaufzählung
      Jugendgerichtsgesetz 1988, Bundesgesetzblatt Nr. 599,
    • Strichaufzählung
      Finanzstrafgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 129 aus 1958,,
    • Strichaufzählung
      Verwaltungsstrafgesetz 1991, Bundesgesetzblatt Nr. 52,
    • Strichaufzählung
      Sprengelverordnung für den Strafvollzug, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 74 aus 1997,,
    • Strichaufzählung
      Vollzugsordnung für Justizanstalten, GZ 42302/27-V/95,
    • Strichaufzählung
      Einschlägige Erlässe des Bundesministeriums für Justiz in der jeweils geltenden Fassung.

  1. Ziffer 4
    Allgemeine Ziele der Justizanstalt St. Pölten:

4.1 Fachbezogene Ziele

  • Strichaufzählung
    Durchführung eines humanen und dem rechtlichen Standard angepassten Strafvollzuges,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung rascher Lösungen bei neuen Anforderungen an den Strafvollzug,
  • Strichaufzählung
    Verringerung der Einschlusszeiten und vermehrte Betreuung in der Freizeit,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung des Vollzuges von bis zu 91 000 Hafttagen pro Jahr,
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung der Betreuung der Insassen durch nachfolgende Betreuungsdienste in der dazu angeführten jeweiligen Mindestbesetzung:

      Psychologen ........................ 1 530 Stunden/jährlich

      Diplomierte Sozialarbeiter           3 990 Stunden/jährlich

      Diplomierte Krankenpfleger             440 Stunden/jährlich.

Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

4.2 Managementziele

  • Strichaufzählung
    Stabilisierung des Budgetbedarfs bei mindestens gleichbleibenden Leistungen,
  • Strichaufzählung
    Einhaltung der budgetären Zielsetzungen laut Projektprogramm,
  • Strichaufzählung
    bessere Nutzung der Personalkapazitäten,
  • Strichaufzählung
    Steigerung der Einnahmen (ausgenommen Vollzugskostenbeiträge),
  • Strichaufzählung
    Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 80 vH der Strafgefangenen und 20 vH der Untersuchungshäftlinge.

  1. Ziffer 5
    Leistungskennzahlen:
    Kosten pro Hafttag
Die Kosten pro Hafttag errechnen sich aus dem Saldo aus Einnahmen und Ausgaben dividiert durch die voraussichtliche Anzahl der Hafttage. Für das Jahr 2005 errechnet sich aus dem erwarteten Saldo von 4 172 000 Euro und voraussichtlich 91 000 Hafttagen ein durchschnittlicher Betrag von 45,9 Euro pro Hafttag. Ziel ist, diesen Betrag zu halten oder zu unterschreiten.

Vollzugsnutzungsquotient (VQ)

Der VQ ist eine Messgröße für das eingesetzte Personal im Verhältnis zu den Einschlusszeiten und enthält folgende Faktoren:

IS = Insassenstand

BS = Bedienstetenstand

EZ = Einschlusszeiten (Durchschnitt der Zeit, die ein Insasse im

Haftraum eingeschlossen ist)

Formel: VQ = 1 – [(BS : IS) x (Einschlusszeit : 24)]

Der VQ ergibt immer eine Zahl zwischen 1 und 0; eine Annäherung zum

Wert 1 bedeutet den Einsatz von wenig Personal bei geringen

Einschlusszeiten, eine Annäherung zum Wert 0 den Einsatz von viel

Personal bei hohen Einschlusszeiten. Justizanstalt St. Pölten: VQ =

1 – [(82,39 : 229) × (14,86 : 24)] = 0,78

Der VQ am Stichtag 1. Juli  2003 hat den Wert 0,78.

Ziel ist, bei möglichst sparsamem Personaleinsatz die Einschlusszeiten zu verringern.

Kontrolle der Beschäftigungsquote

In der Justizanstalt St. Pölten waren mit Stichtag 1. Juli 2003 31 vH der Untersuchungshäftlinge und 75 vH der Strafgefangenen beschäftigt. Ziel ist die Sicherstellung einer Beschäftigungsquote von mindestens 20 vH bei Untersuchungshäftlingen und 80 vH bei Strafgefangenen.

  1. Ziffer 6
    Übersicht über die der Veranschlagung zugrunde gelegten
Personalstände:

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                                                   Vorschau

                            ________________________________________

                            2003       2004        2005       2006

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Beamte/Verwendungsgruppe

____________________________________________________________________

E1                            2          2           2          2

____________________________________________________________________

E2a/E2b                      74         73          70         68

____________________________________________________________________

A2                            2          2           2          2

____________________________________________________________________

Summe Beamte:                78         77          74         72

____________________________________________________________________

Vertragsbedienstete/

Entlohnungsgruppe

____________________________________________________________________

v1                           1,25       1,25        1,25       1,25

____________________________________________________________________

v2                            1          1           1          1

____________________________________________________________________

v3                            3          3           3          3

____________________________________________________________________

v4                            1          1           1          1

____________________________________________________________________

h1                            1          1           1          1

____________________________________________________________________

k4                            0        0,25        0,25        0,25

____________________________________________________________________

Summe Vertragsbedienstete:   7,25      7,5         7,5         7,5

____________________________________________________________________

Gesamtsumme:                85,25     84,5        81,5        79,5

____________________________________________________________________

7. Darstellung der im Projektzeitraum voraussichtlich erforderlichen

Einnahmen und Ausgaben:

____________________________________________________________________

   Anmerkungen                                  erwarteter Erfolg

                         ___________________________________________

                         2003       2004       2005       2006

____________________________________________________________________

                                         Ausgaben in Euro

____________________________________________________________________

UT siehe Erläuterungen   3 082 000  3 082 000  3 079 000  3 079 000

0  zu Punkt 7

____________________________________________________________________

UT siehe Erläuterungen       6 000      6 000      2 000      2 000

3  zu Punkt 7

____________________________________________________________________

UT siehe Erläuterungen      69 000     69 000    106 000    106 000

7  zu Punkt 7

____________________________________________________________________

UT siehe Erläuterungen     960 000    960 000  1 199 000  1 199 000

8  zu Punkt 7

   _________________________________________________________________

   Kto. 7271-902 u.        600 000    600 000    600 000    600 000

   903Vollzugkbei.

   _________________________________________________________________

   Z - Posten               37 000     37 000     37 000     37 000

____________________________________________________________________

   Summe der Ausgaben:   4 754 000  4 754 000  5 023 000  5 023 000

____________________________________________________________________

                                Einnahmen      in      Euro

____________________________________________________________________

UT4 siehe Erläuterungen    275 000    275 000    275 000    275 000

    zu Punkt 7

    ________________________________________________________________

    Kto. 8171              575 000    575 000    575 000    575 000

    Vollzugkostenbeiträge

____________________________________________________________________

UT  Bestandswirksame         1 000      1 000      1 000      1 000

7   Einnahmen

____________________________________________________________________

   Summe der Einnahmen:    851 000    851 000    851 000    851 000

____________________________________________________________________

                 Saldo:   -3903000   -3903000   -4172000   -4172000

____________________________________________________________________

Erläuterungen zu Punkt 7:

Allgemein wird festgehalten, dass Zahlungen an die BIG und andere Ausgaben zur Gebäudeerhaltung sowie Aufwendungen für die Unterbringung gemäß Paragraph 21, Absatz eins, StGB und Paragraph 429, Absatz 4, StPO nicht saldenwirksam sind, sondern aus dem allgemeinen Budget der Justizanstalten zentral bezahlt werden.

UT 0 – Personalbereich

Der Personalaufwand für die Jahre 2004 bis 2006 ist auf der Basis der Jahre 2002 und 2003 und unter Berücksichtigung der Planstellenentwicklung berechnet worden.

Der Personalaufwand für alle Dienstzuteilungen aus der Personaleinsatzgruppe beim Oberlandesgericht Wien wird von der Justizanstalt St. Pölten ab Beginn der Dienstzuteilung und unabhängig von der Dauer der jeweiligen Dienstzuteilung geleistet.

UT 3 – Anlagen

Die Ausgaben wurden aufgrund des folgenden „Anschaffungsplans“ budgetiert, wobei (E) für Ersatz- und (N) für Neuanschaffungen steht. Weitere eventuell notwendige Investitionen (so kann zB der Ersatz von bis 3 Kochkesseln mit einem Kostenaufwand von ca. 70.000 Euro notwendig werden) finden im Budgetplan keinen Niederschlag, da sonst der Saldo nicht eingehalten werden könnte. Hier muss unter Umständen auf die Rücklage zurückgegriffen werden.

                       _____________________________________________

                            2004          2005           2006

                       _____________________________________________

                                     Ausgaben in Euro

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Zentrifuge      E           6.000

____________________________________________________________________

Abkantpresse    N                        2.000

____________________________________________________________________

Bohrhammer      E                                        2.000

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UT 7 – Aufwendungen (gesetzliche Verpflichtungen) Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz sind das Jahresergebnis 2004 und die Prognose für 2005. Die Erhöhung um 30 000 Euro für 2005 und 2006 ist auf Grund der gestiegenen Insassenzahl notwendig.

UT 8 – Aufwendungen

Berechnungsbasis der Ausgaben bei diesem Ansatz ist das Jahresergebnis 2004 und die Prognose für 2005. Die Erhöhung um weitere 139.000 Euro für die Jahre 2005 und 2006, die auch zu einer entsprechenden Saldenveränderung führt, ist auf Grund der gestiegenen Zahl an Insassen und der überdurchschnittlich gestiegenen Kosten für die Gesundheitsfürsorge der Insassen notwendig.

UT 4 – Einnahmen

Berechnungsbasis bei diesem Ansatz ist das Jahresergebnis 2002.

Schlagworte

BGBl. Nr. 631/1975, BGBl. Nr. 599/1988, BGBl. Nr. 52/1991, Erläuterung, Vollzugkostenbeitrag, Bestandswirksam, Ersatzanschaffung

Gesetzesnummer

20003124

Dokumentnummer

NOR40072713