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Anl. 1 MedStrSchV

Fassungen
01.01.2005 bis 28.06.2010 — BGBl. II Nr. 409/2004 (Stammfassung)
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Anl. 129.06.201005.02.2018 § → § aufgehoben durch BGBl. II Nr. 375/2017
Anl. 101.01.200528.06.2010 BGBl. II Nr. 409/2004 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Medizinische Strahlenschutzverordnung

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 409 aus 2004,

Typ

V

Paragraph/Artikel/Anlage

Anlage eins

Inkrafttretensdatum

01.01.2005BGBl. II Nr. 409/2004

Außerkrafttretensdatum

28.06.2010

Abkürzung

MedStrSchV

Index

82/02 Gesundheitsrecht allgemein

Text

Anlage 1

Strahlenschutzausbildung

  1. Ziffer eins
    Grundausbildung (mindestens 25 Stunden, davon 4 Stunden Übungen):
    – Grundlagen der Kernphysik und der Physik ionisierender
    Strahlung
    – Strahlenquellen
    – Grundlagen der Strahlenbiologie
    – Strahlenschäden, Vorbeugung und Erkennung
    – Dosimetrie
    – Grundlagen des Strahlenschutzes
    – Rechtsvorschriften auf dem Gebiet des Strahlenschutzes
    – Messgeräte
    – ärztliche und physikalische Kontrolle
    – Strahlenunfälle, Erste Hilfe
    – Übungen: Handhabung von Geräten zur Personen- und Ortsdosisbestimmung, Verwendung von Prüfstrahlern
    Die Grundausbildung ist Voraussetzung für eine spezielle Ausbildung nach Ziffer 2, 3, oder 4

  1. Ziffer 2
    Spezielle Ausbildung hinsichtlich Röntgendiagnostik und Diagnostik mittels umschlossener radioaktiver Stoffe (mindestens 14 Stunden, davon 3 Stunden Übungen):
    – Röntgeneinrichtungen und umschlossene radioaktive Stoffe für
    Diagnostik
    – Strahlenexposition von Patienten, Personal und sonstigen
    Personen bei den verschiedenen Untersuchungsverfahren; Ermittlung der Strahlenexposition
    – Schutzmaßnahmen bei diagnostischen Anwendungen; Schutz von
    Patienten
    – Übungen: Schutzmaßnahmen beim Betrieb von Röntgeneinrichtungen
    für Diagnostik

  1. Ziffer 3
    Spezielle Ausbildung hinsichtlich nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie (mindestens 14 Stunden, davon 4 Stunden Übungen):
    – Geräte in der Nuklearmedizin
    – Strahlenexposition von Patienten, Personal und sonstigen
    Personen bei den verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren; Ermittlung der Strahlenexposition
    – Schutzmaßnahmen beim Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen;
    Schutz von Patienten
    – Kontamination und Dekontaminierungsmaßnahmen
    – Sammlung, temporäre Lagerung und Beseitigung radioaktiver
    Abfälle
    – Strahlenunfälle durch äußere Kontamination und durch
    Inkorporation; Erste Hilfe
    – Ganzkörpermessungen und Ausscheidungsanalysen
    – Übungen: Schutzmaßnahmen beim Umgang mit offenen radioaktiven
    Stoffen, Nachweis von Kontaminationen, Dekontaminierung

  1. Ziffer 4
    Spezielle Ausbildung hinsichtlich Strahlentherapie, ausgenommen nuklearmedizinische Verfahren (mindestens 12 Stunden, davon 4 Stunden Übungen):
    – Strahleneinrichtungen und Bestrahlungsvorrichtungen für
    Therapie
    – umschlossene radioaktive Stoffe
    – Strahlenexposition von Patienten, Personal und sonstigen
    Personen bei den verschiedenen Therapieverfahren; Ermittlung der Strahlenexposition
    – Schutzmaßnahmen bei therapeutischen Anwendungen; Schutz von
    Patienten
    – Übungen: Schutzmaßnahmen bei therapeutischen Anwendungen,
    Prüfung umschlossener radioaktiver Stoffe auf Dichtheit

Schlagworte

Personenbestimmung

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2010

Gesetzesnummer

20003681

Dokumentnummer

NOR40057024