Kurztitel
Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt
Kundmachungsorgan
BGBl. III Nr. 164/2014Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 164 aus 2014,
Typ
Vertrag – Multilateral
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
§ 0Paragraph 0
Inkrafttretensdatum
09.07.2026
Unterzeichnungsdatum
11.05.2011
Index
19/05 Menschenrechte
Langtitel
(Übersetzung)
Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt
StF: BGBl. III Nr. 164/2014 (NR: GP XXIV RV 2449 AB 2469 S. 216. BR: AB 9114 S. 823.)
Änderung
BGBl. III Nr. 54/2015 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 24/2016 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 61/2016 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 88/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 177/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 200/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 52/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 106/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 141/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 37/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 124/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 13/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 28/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 66/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 122/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 27/2021 idF BGBl. III Nr. 42/2021 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 19/2022 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 115/2022 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 186/2022 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 64/2023 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 112/2023 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 73/2024 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 180/2024 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 203/2024 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 35/2025 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 60/2025 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 83/2025 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 133/2025 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 15/2026 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 90/2026 (K – Geltungsbereich)
Sprachen
Englisch, Französisch
Vertragsparteien
*Österreich III 88/2017, III 73/2024 *Albanien III 164/2014 *Andorra III 164/2014, III 13/2020, III 73/2024, III 15/2026 *Belgien III 61/2016, III 88/2017 *Bosnien-Herzegowina III 164/2014 *Dänemark III 164/2014, III 124/2019, III 35/2025 *Deutschland III 177/2017 *Estland III 200/2017 *EU III 112/2023 *Finnland III 54/2015, III 66/2020, III 83/2025 *Frankreich III 164/2014, III 24/2016, III 124/2019, III 180/2024 *Georgien III 88/2017 *Griechenland III 106/2018, III 73/2024 *Irland III 37/2019, III 73/2024 *Island III 106/2018 *Italien III 164/2014 *Kroatien III 106/2018, III 73/2024 *Lettland III 73/2024 *Liechtenstein III 19/2022, III 90/2026 *Luxemburg III 141/2018 *Malta III 164/2014, III 106/2018, III 141/2018, III 133/2025 *Moldau III 19/2022 *Monaco III 54/2015, III 122/2020, III 180/2024 *Montenegro III 164/2014 *Niederlande III 24/2016 *Nordmazedonien III 52/2018 *Norwegen III 177/2017 *Polen III 24/2016, III 27/2021 idF III 42/2021 *Portugal III 164/2014 *Rumänien III 88/2017 *San Marino III 24/2016 *Schweden III 164/2014, III 124/2019, III 180/2024 *Schweiz III 52/2018, III 186/2022, III 203/2024 *Serbien III 164/2014, III 28/2020, III 73/2024 *Slowenien III 54/2015, III 60/2025 *Spanien III 164/2014 *Türkei III 164/2014, III 19/2022 K *Ukraine III 115/2022 *Vereinigtes Königreich III 115/2022 *Zypern III 200/2017, III 64/2023*Österreich römisch drei 88 aus 2017,, römisch drei 73 aus 2024, *Albanien römisch drei 164 aus 2014, *Andorra römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 13 aus 2020,, römisch drei 73 aus 2024,, römisch drei 15 aus 2026, *Belgien römisch drei 61 aus 2016,, römisch drei 88 aus 2017, *Bosnien-Herzegowina römisch drei 164 aus 2014, *Dänemark römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 124 aus 2019,, römisch drei 35 aus 2025, *Deutschland römisch drei 177 aus 2017, *Estland römisch drei 200 aus 2017, *EU römisch drei 112 aus 2023, *Finnland römisch drei 54 aus 2015,, römisch drei 66 aus 2020,, römisch drei 83 aus 2025, *Frankreich römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 24 aus 2016,, römisch drei 124 aus 2019,, römisch drei 180 aus 2024, *Georgien römisch drei 88 aus 2017, *Griechenland römisch drei 106 aus 2018,, römisch drei 73 aus 2024, *Irland römisch drei 37 aus 2019,, römisch drei 73 aus 2024, *Island römisch drei 106 aus 2018, *Italien römisch drei 164 aus 2014, *Kroatien römisch drei 106 aus 2018,, römisch drei 73 aus 2024, *Lettland römisch drei 73 aus 2024, *Liechtenstein römisch drei 19 aus 2022,, römisch drei 90 aus 2026, *Luxemburg römisch drei 141 aus 2018, *Malta römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 106 aus 2018,, römisch drei 141 aus 2018,, römisch drei 133 aus 2025, *Moldau römisch drei 19 aus 2022, *Monaco römisch drei 54 aus 2015,, römisch drei 122 aus 2020,, römisch drei 180 aus 2024, *Montenegro römisch drei 164 aus 2014, *Niederlande römisch drei 24 aus 2016, *Nordmazedonien römisch drei 52 aus 2018, *Norwegen römisch drei 177 aus 2017, *Polen römisch drei 24 aus 2016,, römisch drei 27 aus 2021, in der Fassung römisch drei 42 aus 2021, *Portugal römisch drei 164 aus 2014, *Rumänien römisch drei 88 aus 2017, *San Marino römisch drei 24 aus 2016, *Schweden römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 124 aus 2019,, römisch drei 180 aus 2024, *Schweiz römisch drei 52 aus 2018,, römisch drei 186 aus 2022,, römisch drei 203 aus 2024, *Serbien römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 28 aus 2020,, römisch drei 73 aus 2024, *Slowenien römisch drei 54 aus 2015,, römisch drei 60 aus 2025, *Spanien römisch drei 164 aus 2014, *Türkei römisch drei 164 aus 2014,, römisch drei 19 aus 2022, K *Ukraine römisch drei 115 aus 2022, *Vereinigtes Königreich römisch drei 115 aus 2022, *Zypern römisch drei 200 aus 2017,, römisch drei 64/2023
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 90/2026)Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 90 aus 2026,)
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 14. November 2013 beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Art. 75 Abs. 3 mit 1. August 2014 in Kraft getreten.Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 14. November 2013 beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Artikel 75, Absatz 3, mit 1. August 2014 in Kraft getreten.
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs des Europarats haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert oder angenommen:
Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Italien, Montenegro, Portugal, Serbien, Spanien, Türkei.
Seit Inkrafttreten des Übereinkommens haben nachstehende Staaten ihre Ratifikations- bzw. Annahmeurkunden hinterlegt:
Staaten: | Datum der Hinterlegung der Ratifikations- bzw. Annahmeurkunde: |
Frankreich | 4. Juli 2014 |
Malta | 29. Juli 2014 |
Schweden | 1. Juli 2014 |
| |
Österreich
Österreich hat gegen die Erklärung (den Vorbehalt) Polens am 13. April 2016 einen Einspruch erhoben.
Österreich hat gegen die als Vorbehalt zu klassifizierende Erklärung der Ukraine am 20. Juli 2023 einen Einspruch erhoben.
Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil III des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite des Europarats unter http://conventions.coe.int/ abrufbar [SEV Nr. 210]:Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil römisch drei des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite des Europarats unter http://conventions.coe.int/ abrufbar [SEV Nr. 210]:
Dänemark, Deutschland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Malta, Mazedonien, Moldau, Monaco, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, Ukraine, Vereinigtes Königreich, Zypern
Nachstehende Staaten haben folgende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:
Belgien
Belgien hat am 25. April 2016 seine zuständige Stelle nach Art. 10 des Übereinkommens wie folgt notifiziert:Belgien hat am 25. April 2016 seine zuständige Stelle nach Artikel 10, des Übereinkommens wie folgt notifiziert:
„Institut für die Gleichheit von Frauen und Männern, Brüssel, Belgien“. Dänemark
Dänemark hat seinen Vorbehalt zu Art. 34 des Übereinkommens mit Wirkung vom 1. Februar 2025 zurückgenommen, sowie mit Wirkung ab 1. August 2024 für weitere fünf Jahre den Vorbehalt zu Art. 44 Abs. 3 des Übereinkommens erneuert.Dänemark hat seinen Vorbehalt zu Artikel 34, des Übereinkommens mit Wirkung vom 1. Februar 2025 zurückgenommen, sowie mit Wirkung ab 1. August 2024 für weitere fünf Jahre den Vorbehalt zu Artikel 44, Absatz 3, des Übereinkommens erneuert.
Estland
Estland hat bei Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde gemäß Art. 10 Abs. 1 das Ministerium für Justiz als Koordinierungsstelle im Sinne dieses Übereinkommens benannt.Estland hat bei Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde gemäß Artikel 10, Absatz eins, das Ministerium für Justiz als Koordinierungsstelle im Sinne dieses Übereinkommens benannt.
Finnland
Finnland hat seinen Vorbehalt zu Art. 55 Abs. 1 mit Wirkung ab 1. August 2025 für weitere fünf Jahre erneuert.Finnland hat seinen Vorbehalt zu Artikel 55, Absatz eins, mit Wirkung ab 1. August 2025 für weitere fünf Jahre erneuert.
Frankreich
Weiters hat Frankreich am 18. August 2015 seine zuständige Stelle nach Art. 10 des Übereinkommens wie folgt notifiziert:Weiters hat Frankreich am 18. August 2015 seine zuständige Stelle nach Artikel 10, des Übereinkommens wie folgt notifiziert:
„Generaldirektion für sozialen Zusammenhalt, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Frauenrechte“.
Irland
Irland hat am 28. März 2024 seinen anlässlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde angebrachten Vorbehalt zu Art. 30 Abs. 2 des Übereinkommens zurückgezogen sowie mit Wirkung ab 1. Juli 2024 für weitere fünf Jahre seinen Vorbehalt zu Art. 44 Abs. 3 des Übereinkommens erneuert.Irland hat am 28. März 2024 seinen anlässlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde angebrachten Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz 2, des Übereinkommens zurückgezogen sowie mit Wirkung ab 1. Juli 2024 für weitere fünf Jahre seinen Vorbehalt zu Artikel 44, Absatz 3, des Übereinkommens erneuert.
Lettland
Lettland hat einen Vorbehalt nach Art. 78 Abs. 2 zu Art. 55 Abs. 1 in Bezug auf Art. 35 des Übereinkommens angebracht sowie eine Erklärung abgegeben.Lettland hat einen Vorbehalt nach Artikel 78, Absatz 2, zu Artikel 55, Absatz eins, in Bezug auf Artikel 35, des Übereinkommens angebracht sowie eine Erklärung abgegeben.
Liechtenstein
Nach Mitteilung des Generalsekretärs des Europarats hat Liechtenstein seine Vorbehalte zu Art. 44 Abs. 1 lit. e und Abs. 3 sowie Art. 59 ab 1. Oktober 2026 für weitere fünf Jahre verlängert.Nach Mitteilung des Generalsekretärs des Europarats hat Liechtenstein seine Vorbehalte zu Artikel 44, Absatz eins, Litera e und Absatz 3, sowie Artikel 59, ab 1. Oktober 2026 für weitere fünf Jahre verlängert.
Malta
Laut Mitteilung des Generalsekretärs des Europarats hat Malta seine Vorbehalte hinsichtlich Art. 30 Abs. 2 und Art. 44 Abs. 1 lit. e ab 1. November 2024 für weitere fünf Jahre verlängert.Laut Mitteilung des Generalsekretärs des Europarats hat Malta seine Vorbehalte hinsichtlich Artikel 30, Absatz 2 und Artikel 44, Absatz eins, Litera e, ab 1. November 2024 für weitere fünf Jahre verlängert.
Monaco
Monaco hat am 31. Oktober 2024 den anlässlich der Ratifikation des Übereinkommens angebrachten Vorbehalt zu Art. 30 Abs. 2 zurückgenommen sowie mit Wirkung ab 1. Februar 2025 für weitere fünf Jahre die Vorbehalte zu Art. 44 und 59 des Übereinkommens erneuert.Monaco hat am 31. Oktober 2024 den anlässlich der Ratifikation des Übereinkommens angebrachten Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz 2, zurückgenommen sowie mit Wirkung ab 1. Februar 2025 für weitere fünf Jahre die Vorbehalte zu Artikel 44 und 59 des Übereinkommens erneuert.
Schweiz
Laut Mitteilung der Generalsekretärin des Europarats hat die Schweiz am 5. Dezember 2024 ihren Vorbehalt zu Art. 59 mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2025 zurückgenommen.Laut Mitteilung der Generalsekretärin des Europarats hat die Schweiz am 5. Dezember 2024 ihren Vorbehalt zu Artikel 59, mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2025 zurückgenommen.
Serbien
(Anm.: Vorbehalt zu Art. 44 Abs. 1 lit. e und Abs. 3 und 4 zurückgezogen; vgl. BGBl. III Nr. 28/2020)Anmerkung, Vorbehalt zu Artikel 44, Absatz eins, Litera e und Absatz 3 und 4 zurückgezogen; vergleiche Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 28 aus 2020,)
Slowenien
Laut Mitteilung der Generalsekretärin des Europarats hat Slowenien seinen bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde zum Übereinkommen gemäß Art. 78 Abs. 2 erklärten Vorbehalt, welcher bereits für einen Zeitraum von fünf Jahren, vom 1. Juni 2020 an gerechnet, erneuert wurde, mit Wirkung ab 1. Juni 2025 für weitere fünf Jahre erneuert.Laut Mitteilung der Generalsekretärin des Europarats hat Slowenien seinen bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde zum Übereinkommen gemäß Artikel 78, Absatz 2, erklärten Vorbehalt, welcher bereits für einen Zeitraum von fünf Jahren, vom 1. Juni 2020 an gerechnet, erneuert wurde, mit Wirkung ab 1. Juni 2025 für weitere fünf Jahre erneuert.
Türkei
Einer weiteren Mitteilung der Generalsekretärin zufolge hat die Türkei das Übereinkommen am 22. März 2021 mit Wirksamkeit vom 1. Juli 2021 gekündigt.
Zypern
(Anm.: Vorbehalte zu Art. 44 Abs. 1 lit. e und Abs. 3 und 4 sowie zu Art. 59 zurückgezogen; vgl. BGBl. III Nr. 64/2023)Anmerkung, Vorbehalte zu Artikel 44, Absatz eins, Litera e und Absatz 3 und 4 sowie zu Artikel 59, zurückgezogen; vergleiche Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 64 aus 2023,)
Zypern hat den Vorbehalt hinsichtlich Art. 30 Abs. 2 des Übereinkommens ab 1. März 2023 für weitere fünf Jahre verlängert.Zypern hat den Vorbehalt hinsichtlich Artikel 30, Absatz 2, des Übereinkommens ab 1. März 2023 für weitere fünf Jahre verlängert.
Präambel/Promulgationsklausel
Der Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.
Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Artikel 50, Absatz 2, Ziffer 4, B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.
Die französische Sprachfassung dieses Staatsvertrages ist gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG dadurch kundzumachen, dass sie zur öffentlichen Einsichtnahme im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten aufliegDie französische Sprachfassung dieses Staatsvertrages ist gemäß Artikel 49, Absatz 2, B-VG dadurch kundzumachen, dass sie zur öffentlichen Einsichtnahme im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten auflieg
Die Mitgliedstaaten des Europarats und die anderen Unterzeichner dieses Übereinkommens –
eingedenk der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten1 (SEV Nr. 5, 1950) und ihrer Protokolle2, der Europäischen Sozialcharta3 (SEV Nr. 35, 1961, geändert 1996, SEV Nr. 163), des Übereinkommens des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels4 (SEV Nr. 197, 2005) und des Übereinkommens des Europarats zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch5 (SEV Nr. 201, 2007);
eingedenk der folgenden Empfehlungen des Ministerkomitees an die Mitgliedstaaten des Europarats: Empfehlung Rec (2002)5 zum Schutz von Frauen vor Gewalt, Empfehlung CM/Rec (2007)17 zu Normen und Mechanismen zur Gleichstellung von Frauen und Männern, Empfehlung CM/Rec (2010)10 zur Rolle von Frauen und Männern in der Konfliktverhütung und -lösung sowie der Friedenskonsolidierung und sonstige einschlägige Empfehlungen;
unter Berücksichtigung der immer umfangreicheren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, durch die wichtige Normen auf dem Gebiet der Gewalt gegen Frauen gesetzt werden;
in Anbetracht des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte6 (1966), des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte7 (1966), des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau8 („CEDAW“, 1979) und seines Fakultativprotokolls9 (1999) sowie der Allgemeinen Empfehlung Nr. 19 des CEDAW-Ausschusses für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau zur Gewalt gegen Frauen, des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes10 (1989) und seiner Fakultativprotokolle11 (2000) und des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen12 (2006);
unter Berücksichtigung des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs13 (2002);
eingedenk der Grundsätze des humanitären Völkerrechts und insbesondere des IV. Genfer Abkommens über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten14 (1949) sowie der Zusatzprotokolle15 I und II (1977) hierzu;eingedenk der Grundsätze des humanitären Völkerrechts und insbesondere des römisch vier. Genfer Abkommens über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten14 (1949) sowie der Zusatzprotokolle15 römisch eins und römisch zwei (1977) hierzu;
unter Verurteilung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt;
in Anerkennung der Tatsache, dass die Verwirklichung der rechtlichen und der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ein wesentliches Element der Verhütung von Gewalt gegen Frauen ist;
in Anerkennung der Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen der Ausdruck historisch gewachsener ungleicher Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern ist, die zur Beherrschung und Diskriminierung der Frau durch den Mann und zur Verhinderung der vollständigen Gleichstellung der Frau geführt haben;
in Anerkennung der Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen als geschlechtsspezifische Gewalt strukturellen Charakter hat, sowie der Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen einer der entscheidenden sozialen Mechanismen ist, durch den Frauen in eine untergeordnete Position gegenüber Männern gezwungen werden;
mit großer Sorge feststellend, dass Frauen und Mädchen häufig schweren Formen von Gewalt wie häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung, Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, im Namen der sogenannten „Ehre“ begangener Verbrechen und Genitalverstümmelung ausgesetzt sind, die eine schwere Verletzung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen sowie ein Haupthindernis für das Erreichen der Gleichstellung von Frauen und Männern darstellen;
in Anbetracht der fortdauernden Menschenrechtsverletzungen während bewaffneter Konflikte, welche die Zivilbevölkerung und insbesondere Frauen in Form von weit verbreiteter oder systematischer Vergewaltigung und sexueller Gewalt betreffen, sowie der höheren Wahrscheinlichkeit geschlechtsspezifischer Gewalt sowohl während als auch nach Konflikten;
in der Erkenntnis, dass Frauen und Mädchen einer größeren Gefahr von geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind als Männer;
in der Erkenntnis, dass häusliche Gewalt Frauen unverhältnismäßig stark betrifft und dass auch Männer Opfer häuslicher Gewalt sein können;
in der Erkenntnis, dass Kinder Opfer häuslicher Gewalt sind, auch als Zeuginnen und Zeugen von Gewalt in der Familie;
in dem Bestreben, ein Europa zu schaffen, das frei von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ist –
sind wie folgt übereingekommen:
_______________________________
1 Kundgemacht in BGBl. Nr. 210/1958.1 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 210 aus 1958,.
2 Kundgemacht in BGBl. Nr. 329/1970, BGBl. Nr. 330/1970, BGBl. Nr. 84/1972, BGBl. Nr. 64/1990, BGBl. Nr. 593/1994, BGBl. III Nr. 30/1998 und BGBl. III Nr. 47/2010.2 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 329 aus 1970,, Bundesgesetzblatt Nr. 330 aus 1970,, Bundesgesetzblatt Nr. 84 aus 1972,, Bundesgesetzblatt Nr. 64 aus 1990,, Bundesgesetzblatt Nr. 593 aus 1994,, Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 30 aus 1998, und Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 47 aus 2010,.
3 Kundgemacht in BGBl. Nr. 460/1969 und BGBl. III Nr. 112/2011.3 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 460 aus 1969, und Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 112 aus 2011,.
4 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 10/2008.4 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 10 aus 2008,.
5 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 96/2011.5 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 96 aus 2011,.
6 Kundgemacht in BGBl. Nr. 591/1978.6 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 591 aus 1978,.
7 Kundgemacht in BGBl. Nr. 590/1978.7 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 590 aus 1978,.
8 Kundgemacht in BGBl. Nr. 443/1982.8 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 443 aus 1982,.
9 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 206/2000.9 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 206 aus 2000,.
10 Kundgemacht in BGBl. Nr. 7/1993, geändert durch BGBl. III Nr. 16/2003.10 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 7 aus 1993,, geändert durch Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 16 aus 2003,.
11 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 92/2002 und BGBl. III Nr. 93/2004.11 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 92 aus 2002, und Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 93 aus 2004,.
12 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 155/2008.12 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 155 aus 2008,.
13 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 180/2002.13 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 180 aus 2002,.
14 Kundgemacht in BGBl. Nr. 155/1953.14 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 155 aus 1953,.
15 Kundgemacht in BGBl. Nr. 527/1982.15 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 527 aus 1982,.
Schlagworte
e-rk3
Konfliktlösung, Ratifikationsurkunde
Zuletzt aktualisiert am
09.07.2026
Dokumentnummer
NOR40279004