Kurztitel
Protokoll von Nagoya über den Zugang zu genetischen Ressourcen zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt
Kundmachungsorgan
BGBl. III Nr. 135/2018Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 135 aus 2018,
Typ
Vertrag – Multilateral
§/Artikel/AnlageParagraph/Artikel/Anlage
§ 0Paragraph 0
Inkrafttretensdatum
08.10.2021
Unterzeichnungsdatum
29.10.2010
Langtitel
(Übersetzung)
Protokoll von Nagoya über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt
StF: BGBl. III Nr. 135/2018 (NR: GP XXVI RV 144 AB 155 S. 28. BR: AB 9979 S. 881.)
Änderung
BGBl. III Nr. 187/2018 (K - Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 40/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 135/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 193/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 82/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 171/2020 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 148/2021 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 26/2022 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 94/2022 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 10/2023 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 86/2023 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 167/2023 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 149/2024 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 82/2026 (K – Geltungsbereich)
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
*Afghanistan III 135/2018 *Ägypten III 135/2018 *Albanien III 135/2018 *Angola III 135/2018 *Antigua/Barbuda III 135/2018 *Äquatorialguinea III 167/2023 *Argentinien III 135/2018 *Armenien III 82/2026 *Äthiopien III 135/2018 *Bahamas III 26/2022 *Bahrain III 26/2022 *Bangladesch III 10/2023 *Belarus III 135/2018 *Belgien III 135/2018 *Benin III 135/2018 *Bhutan III 135/2018 *Bolivien III 135/2018 *Botsuana III 135/2018 *Brasilien III 148/2021 *Bulgarien III 135/2018 *Burkina Faso III 135/2018 *Burundi III 135/2018 *China III 135/2018 *Costa Rica III 149/2024 *Côte d’Ivoire III 135/2018 *Dänemark III 135/2018 *Deutschland III 135/2018 *Dominikanische R III 135/2018 *Dschibuti III 135/2018 *Ecuador III 135/2018 *Eritrea III 40/2019 *Estland III 40/2019 *Eswatini III 135/2018 *EU III 135/2018 *Fidschi III 135/2018 *Finnland III 135/2018 *Frankreich III 135/2018 *Gabun III 135/2018 *Gambia III 135/2018 *Ghana III 135/2019 *Griechenland III 82/2020 *Guatemala III 135/2018 *Guinea III 135/2018 *Guinea-Bissau III 135/2018 *Guyana III 135/2018 *Honduras III 135/2018 *Indien III 135/2018 *Indonesien III 135/2018 *Irland III 86/2023 *Japan III 135/2018 *Jordanien III 135/2018 *Kambodscha III 135/2018 *Kamerun III 135/2018 *Kasachstan III 135/2018 *Katar III 135/2018 *Kenia III 135/2018 *Kirgisistan III 135/2018 *Kiribati III 148/2021 *Komoren III 135/2018 *Kongo III 135/2018 *Kongo/DR III 135/2018 *Korea/DVR III 193/2019 *Korea/R III 135/2018 *Kroatien III 135/2018 *Kuba III 135/2018 *Kuwait III 135/2018 *Laos III 135/2018 *Lesotho III 135/2018 *Libanon III 135/2018 *Liberia III 135/2018 *Luxemburg III 135/2018 *Madagaskar III 135/2018 *Malawi III 135/2018 *Malaysia III 40/2019 *Malediven III 135/2019 *Mali III 135/2018 *Malta III 135/2018 *Marokko III 94/2022 *Marshallinseln III 135/2018 *Mauretanien III 135/2018 *Mauritius III 135/2018 *Mexiko III 135/2018 *Mikronesien III 135/2018 *Moldau III 135/2018 *Mongolei III 135/2018 *Montenegro III 171/2020 *Mosambik III 135/2018 *Myanmar III 135/2018 *Namibia III 135/2018 *Nepal III 40/2019 *Nicaragua III 82/2020 *Niederlande III 135/2018 *Niger III 135/2018 *Nigeria III 94/2022 *Norwegen III 135/2018 *Oman III 171/2020 *Pakistan III 135/2018 *Palau III 135/2018 *Panama III 135/2018 *Peru III 135/2018 *Philippinen III 135/2018 *Portugal III 135/2018 *Ruanda III 135/2018 *Rumänien III 135/2019 *Salomonen III 193/2019 *Sambia III 135/2018 *Samoa III 135/2018 *São Tomé/Príncipe III 135/2018 *Saudi-Arabien III 171/2020 *Schweden III 135/2018 *Schweiz III 135/2018 *Senegal III 135/2018 *Serbien III 187/2018 *Seychellen III 135/2018 *Sierra Leone III 135/2018 *Simbabwe III 135/2018 *Slowakei III 135/2018 *Spanien III 135/2018 *St. Kitts/Nevis III 187/2018 *St. Lucia III 94/2022 *Südafrika III 135/2018 *Sudan III 135/2018 *Syrien III 135/2018 *Tadschikistan III 135/2018 *Tansania III 135/2018 *Togo III 135/2018 *Tonga III 193/2019 *Tschad III 135/2018 *Tschechische R III 135/2018 *Tunesien III 148/2021 *Turkmenistan III 171/2020 *Tuvalu III 187/2018 *Uganda III 135/2018 *Ukraine III 26/2022 *Ungarn III 135/2018 *Uruguay III 135/2018 *Vanuatu III 135/2018 *Venezuela III 187/2018 *Vereinigte Arabische Emirate III 135/2018 *Vereinigtes Königreich III 135/2018 *Vietnam III 135/2018 *Zentralafrikanische R III 187/2018*Afghanistan römisch drei 135 aus 2018, *Ägypten römisch drei 135 aus 2018, *Albanien römisch drei 135 aus 2018, *Angola römisch drei 135 aus 2018, *Antigua/Barbuda römisch drei 135 aus 2018, *Äquatorialguinea römisch drei 167 aus 2023, *Argentinien römisch drei 135 aus 2018, *Armenien römisch drei 82 aus 2026, *Äthiopien römisch drei 135 aus 2018, *Bahamas römisch drei 26 aus 2022, *Bahrain römisch drei 26 aus 2022, *Bangladesch römisch drei 10 aus 2023, *Belarus römisch drei 135 aus 2018, *Belgien römisch drei 135 aus 2018, *Benin römisch drei 135 aus 2018, *Bhutan römisch drei 135 aus 2018, *Bolivien römisch drei 135 aus 2018, *Botsuana römisch drei 135 aus 2018, *Brasilien römisch drei 148 aus 2021, *Bulgarien römisch drei 135 aus 2018, *Burkina Faso römisch drei 135 aus 2018, *Burundi römisch drei 135 aus 2018, *China römisch drei 135 aus 2018, *Costa Rica römisch drei 149 aus 2024, *Côte d’Ivoire römisch drei 135 aus 2018, *Dänemark römisch drei 135 aus 2018, *Deutschland römisch drei 135 aus 2018, *Dominikanische R römisch drei 135 aus 2018, *Dschibuti römisch drei 135 aus 2018, *Ecuador römisch drei 135 aus 2018, *Eritrea römisch drei 40 aus 2019, *Estland römisch drei 40 aus 2019, *Eswatini römisch drei 135 aus 2018, *EU römisch drei 135 aus 2018, *Fidschi römisch drei 135 aus 2018, *Finnland römisch drei 135 aus 2018, *Frankreich römisch drei 135 aus 2018, *Gabun römisch drei 135 aus 2018, *Gambia römisch drei 135 aus 2018, *Ghana römisch drei 135 aus 2019, *Griechenland römisch drei 82 aus 2020, *Guatemala römisch drei 135 aus 2018, *Guinea römisch drei 135 aus 2018, *Guinea-Bissau römisch drei 135 aus 2018, *Guyana römisch drei 135 aus 2018, *Honduras römisch drei 135 aus 2018, *Indien römisch drei 135 aus 2018, *Indonesien römisch drei 135 aus 2018, *Irland römisch drei 86 aus 2023, *Japan römisch drei 135 aus 2018, *Jordanien römisch drei 135 aus 2018, *Kambodscha römisch drei 135 aus 2018, *Kamerun römisch drei 135 aus 2018, *Kasachstan römisch drei 135 aus 2018, *Katar römisch drei 135 aus 2018, *Kenia römisch drei 135 aus 2018, *Kirgisistan römisch drei 135 aus 2018, *Kiribati römisch drei 148 aus 2021, *Komoren römisch drei 135 aus 2018, *Kongo römisch drei 135 aus 2018, *Kongo/DR römisch drei 135 aus 2018, *Korea/DVR römisch drei 193 aus 2019, *Korea/R römisch drei 135 aus 2018, *Kroatien römisch drei 135 aus 2018, *Kuba römisch drei 135 aus 2018, *Kuwait römisch drei 135 aus 2018, *Laos römisch drei 135 aus 2018, *Lesotho römisch drei 135 aus 2018, *Libanon römisch drei 135 aus 2018, *Liberia römisch drei 135 aus 2018, *Luxemburg römisch drei 135 aus 2018, *Madagaskar römisch drei 135 aus 2018, *Malawi römisch drei 135 aus 2018, *Malaysia römisch drei 40 aus 2019, *Malediven römisch drei 135 aus 2019, *Mali römisch drei 135 aus 2018, *Malta römisch drei 135 aus 2018, *Marokko römisch drei 94 aus 2022, *Marshallinseln römisch drei 135 aus 2018, *Mauretanien römisch drei 135 aus 2018, *Mauritius römisch drei 135 aus 2018, *Mexiko römisch drei 135 aus 2018, *Mikronesien römisch drei 135 aus 2018, *Moldau römisch drei 135 aus 2018, *Mongolei römisch drei 135 aus 2018, *Montenegro römisch drei 171 aus 2020, *Mosambik römisch drei 135 aus 2018, *Myanmar römisch drei 135 aus 2018, *Namibia römisch drei 135 aus 2018, *Nepal römisch drei 40 aus 2019, *Nicaragua römisch drei 82 aus 2020, *Niederlande römisch drei 135 aus 2018, *Niger römisch drei 135 aus 2018, *Nigeria römisch drei 94 aus 2022, *Norwegen römisch drei 135 aus 2018, *Oman römisch drei 171 aus 2020, *Pakistan römisch drei 135 aus 2018, *Palau römisch drei 135 aus 2018, *Panama römisch drei 135 aus 2018, *Peru römisch drei 135 aus 2018, *Philippinen römisch drei 135 aus 2018, *Portugal römisch drei 135 aus 2018, *Ruanda römisch drei 135 aus 2018, *Rumänien römisch drei 135 aus 2019, *Salomonen römisch drei 193 aus 2019, *Sambia römisch drei 135 aus 2018, *Samoa römisch drei 135 aus 2018, *São Tomé/Príncipe römisch drei 135 aus 2018, *Saudi-Arabien römisch drei 171 aus 2020, *Schweden römisch drei 135 aus 2018, *Schweiz römisch drei 135 aus 2018, *Senegal römisch drei 135 aus 2018, *Serbien römisch drei 187 aus 2018, *Seychellen römisch drei 135 aus 2018, *Sierra Leone römisch drei 135 aus 2018, *Simbabwe römisch drei 135 aus 2018, *Slowakei römisch drei 135 aus 2018, *Spanien römisch drei 135 aus 2018, *St. Kitts/Nevis römisch drei 187 aus 2018, *St. Lucia römisch drei 94 aus 2022, *Südafrika römisch drei 135 aus 2018, *Sudan römisch drei 135 aus 2018, *Syrien römisch drei 135 aus 2018, *Tadschikistan römisch drei 135 aus 2018, *Tansania römisch drei 135 aus 2018, *Togo römisch drei 135 aus 2018, *Tonga römisch drei 193 aus 2019, *Tschad römisch drei 135 aus 2018, *Tschechische R römisch drei 135 aus 2018, *Tunesien römisch drei 148 aus 2021, *Turkmenistan römisch drei 171 aus 2020, *Tuvalu römisch drei 187 aus 2018, *Uganda römisch drei 135 aus 2018, *Ukraine römisch drei 26 aus 2022, *Ungarn römisch drei 135 aus 2018, *Uruguay römisch drei 135 aus 2018, *Vanuatu römisch drei 135 aus 2018, *Venezuela römisch drei 187 aus 2018, *Vereinigte Arabische Emirate römisch drei 135 aus 2018, *Vereinigtes Königreich römisch drei 135 aus 2018, *Vietnam römisch drei 135 aus 2018, *Zentralafrikanische R römisch drei 187/2018
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 148/2021)Anmerkung, letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 148 aus 2021,)
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 20. Juli 2018 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Protokoll tritt gemäß seinem Art. 33 Abs. 2 für Österreich mit 18. Oktober 2018 in Kraft.Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 20. Juli 2018 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Protokoll tritt gemäß seinem Artikel 33, Absatz 2, für Österreich mit 18. Oktober 2018 in Kraft.
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Protokoll weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt bzw. sind ihm beigetreten:
Afghanistan, Ägypten, Albanien, Angola, Antigua und Barbuda, Argentinien, Äthiopien, Belarus, Belgien, Benin, Bhutan, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, Burundi, China (unter Ausschluss der Anwendbarkeit auf die Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Côte d'Ivoire, Dänemark (unter Ausschluss der Anwendbarkeit auf die Färöer und Grönland), Deutschland, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, Eswatini, Europäische Union, Fidschi, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Honduras, Indien, Indonesien, Japan, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kasachstan, Katar, Kenia, Kirgisistan, Komoren, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Republik Korea, Kroatien, Kuba, Kuwait, Demokratische Volksrepublik Laos, Lesotho, Libanon, Liberia, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Mali, Malta, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Föderierte Staaten von Mikronesien, Republik Moldau, Mongolei, Mosambik, Myanmar, Namibia, Niederlande (für den europäischen und den karibischen Teil (die Inseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba) der Niederlande), Niger, Norwegen, Pakistan, Palau, Panama, Peru, Philippinen, Portugal, Ruanda, Sambia, Samoa, São Tomé und Príncipe, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Slowakei, Spanien, Südafrika, Sudan, Arabische Republik Syrien, Tadschikistan, Vereinigte Republik Tansania, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Uganda, Ungarn, Uruguay, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vietnam.
Vorbehalte und Erklärungen anderer Vertragsparteien sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Website der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.8.b]:Vorbehalte und Erklärungen anderer Vertragsparteien sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Website der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER römisch 27 .8.b]:
Argentinien, Brasilien, Europäische Union, Frankreich, Syrien
Präambel/Promulgationsklausel
Der Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Artikel 50, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG genehmigt.
Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Artikel 50, Absatz 2, Ziffer 4, B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.
DIE VERTRAGSPARTEIEN DIESES PROTOKOLLS –
ALS Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt1, im Folgenden als „Übereinkommen“ bezeichnet;
EINGEDENK DER TATSACHE, dass die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile eines der drei wesentlichen Ziele des Übereinkommens ist, und IN DER ERKENNTNIS, dass dieses Protokoll die Erreichung dieses Zieles im Rahmen des Übereinkommens verfolgt;
IN BEKRÄFTIGUNG der souveränen Rechte der Staaten in Bezug auf ihre natürlichen Ressourcen und im Einklang mit dem Übereinkommen;
FERNER EINGEDENK des Artikels 15 des Übereinkommens;
IN ANERKENNUNG des wichtigen Beitrags zur nachhaltigen Entwicklung, der durch die Weitergabe von Technologie und die Zusammenarbeit zum Aufbau von Forschungs- und Innovationskapazitäten im Hinblick auf die Steigerung des Wertes genetischer Ressourcen in Entwicklungsländern in Übereinstimmung mit den Artikeln 16 und 19 des Übereinkommens geleistet wird;
IN DER ERKENNTNIS, dass das öffentliche Bewusstsein für den wirtschaftlichen Wert der Ökosysteme und der biologischen Vielfalt sowie das ausgewogene und gerechte Teilen dieses wirtschaftlichen Wertes mit den Hütern der biologischen Vielfalt wichtige Anreize für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sind;
IN ANERKENNUNG des Beitrags, den der Zugang und die Aufteilung der Vorteile zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt, zur Beseitigung der Armut und zu ökologischer Nachhaltigkeit und somit auch zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele leisten können;
IN ANERKENNUNG des Zusammenhangs zwischen dem Zugang zu genetischen Ressourcen und der ausgewogenen und gerechten Aufteilung der sich aus der Nutzung dieser Ressourcen ergebenden Vorteile;
IN ANERKENNUNG der Tatsache, wie wichtig es ist, im Hinblick auf den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile Rechtssicherheit zu schaffen;
FERNER IN ANERKENNUNG der Bedeutung der Förderung von Gerechtigkeit und Ausgewogenheit bei der Aushandlung einvernehmlich festgelegter Bedingungen zwischen Bereitstellern und Nutzern genetischer Ressourcen;
SOWIE IN ANERKENNUNG der wichtigen Rolle der Frau bei dem Zugang und der Aufteilung der Vorteile sowie IN BESTÄTIGUNG der Notwendigkeit einer vollen Beteiligung der Frau auf allen Ebenen der politischen Entscheidung und Umsetzung im Bereich der Erhaltung der biologischen Vielfalt;
ENTSCHLOSSEN, die wirksame Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens über den Zugang und die Aufteilung der Vorteile weiter zu fördern;
IN ANERKENNUNG der Tatsache, dass eine innovative Lösung hinsichtlich der ausgewogenen und gerechten Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung von genetischen Ressourcen und sich auf genetische Ressourcen beziehendem traditionellem Wissen, die grenzüberschreitend vorkommen oder für die eine auf Kenntnis der Sachlage gegründete vorherige Zustimmung nicht erteilt oder erlangt werden kann, erforderlich ist;
IN ANERKENNUNG der Bedeutung genetischer Ressourcen für die Ernährungssicherheit, die öffentliche Gesundheit, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Minderung des Klimawandels sowie die Anpassung an ihn;
IN ANERKENNUNG des besonderen Charakters der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft, ihrer typischen Merkmale und Probleme, die spezielle Lösungen erfordern;
IN ANERKENNUNG der gegenseitigen Abhängigkeit aller Staaten voneinander in Bezug auf genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft sowie ihres besonderen Charakters und ihrer Bedeutung für die Erreichung der weltweiten Ernährungssicherheit und für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung und dem Klimawandel und in Anerkennung der grundlegenden Rolle des Internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft und der Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft der FAO in dieser Hinsicht;
EINGEDENK der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005)2 der Weltgesundheitsorganisation und der Tatsache, wie wichtig es ist, den Zugang zu menschlichen Krankheitserregern für Gesundheitsvorsorge- und Gesundheitsschutzmaßnahmen zu gewährleisten;
IN ANERKENNUNG der laufenden Arbeiten in anderen internationalen Gremien, die in Zusammenhang mit dem Zugang und der Aufteilung der Vorteile stehen;
UNTER HINWEIS auf das durch den im Einklang mit dem Übereinkommen entwickelten Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft eingerichtete multilaterale System des Zugangs und der Aufteilung der Vorteile;
IN DER ERKENNTNIS, dass sich die internationalen Regelungen, die in Zusammenhang mit dem Zugang und der Aufteilung der Vorteile stehen, wechselseitig stützen sollen, um die Ziele des Übereinkommens zu erreichen;
EINGEDENK des Artikels 8 Buchstabe j des Übereinkommens, soweit er sich auf sich auf genetische Ressourcen beziehendes traditionelles Wissen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung dieses Wissens bezieht;
IN KENNTNIS der wechselseitigen Beziehung zwischen genetischen Ressourcen und traditionellem Wissen, ihres untrennbaren Charakters für die indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften und der Bedeutung des traditionellen Wissens für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie für die nachhaltige Sicherung der Existenzgrundlagen dieser Gemeinschaften;
IN ANERKENNUNG der Vielfalt der Umstände, unter denen indigene und ortsansässige Gemeinschaften Träger oder Eigentümer sich auf genetische Ressourcen beziehenden traditionellen Wissens sind;
EINGEDENK dessen, dass es das Recht der indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften ist, die rechtmäßigen Träger ihres sich auf genetische Ressourcen beziehenden traditionellen Wissens innerhalb ihrer Gemeinschaften zu bestimmen;
FERNER IN ANERKENNUNG der einzigartigen Umstände, unter denen sich auf genetische Ressourcen beziehendes Wissen, das Ausdruck eines reichen kulturellen Erbes ist, welches für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt von Belang ist, in Staaten in mündlicher, schriftlicher oder anderer Form bewahrt wird;
IN KENNTNIS der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte der indigenen Völker,
UNTER BEKRÄFTIGUNG der Tatsache, dass dieses Protokoll nicht so auszulegen ist, als verringere oder beseitige es die bestehenden Rechte indigener und ortsansässiger Gemeinschaften –
SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:
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1 Kundgemacht in BGBl. Nr. 213/1995.1 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 213 aus 1995,.
2 Kundgemacht in BGBl. III Nr. 98/2008 idF BGBl. III Nr. 182/2016.2 Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 98 aus 2008, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 182 aus 2016,.
Zuletzt aktualisiert am
26.06.2026
Dokumentnummer
NOR40238189