Rechtstracker.at

§ 22l BWG

Fassungen
31.12.2010 bis 31.12.2013 — BGBl. I Nr. 72/2010
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
§ 22l31.12.201031.12.2013 § → § BGBl. I Nr. 72/2010 · aufgehoben
§ 22l01.01.200830.12.2010 § → § BGBl. I Nr. 141/2006
§ 22l23.07.200031.12.2007 § → § BGBl. I Nr. 33/2000
§ 22l01.01.199822.07.2000 BGBl. I Nr. 11/1998

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Bankwesengesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 532 aus 1993, zuletzt geändert durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 72 aus 2010,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 22 l

Inkrafttretensdatum

31.12.2010BGBl. I Nr. 72/2010

Außerkrafttretensdatum

31.12.2013

Abkürzung

BWG

Index

37/02 Kreditwesen

Beachte

zum Außerkrafttreten vergleiche Artikel 2, Ziffer 82, der Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 184 aus 2013,

Text

Fortgeschrittener Messansatz

Paragraph 22 l,

  1. Absatz eins,Kreditinstitute und Kreditinstitutsgruppen können mit Bewilligung der FMA gemäß Paragraph 21 d, das Mindesteigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko gemäß Paragraph 22 i, Absatz eins, anhand eines internen Modells (fortgeschrittener Messansatz) ermitteln. Die Bewilligung kann auch für andere geeignete Risiko mindernde Techniken als Versicherungsverträge erteilt werden, wobei Absatz 2 bis 4 in gleicher Weise anzuwenden sind.
  2. Absatz 2,Kreditinstitute und Kreditinstitutsgruppen, die ein internes Modell gemäß Absatz eins, verwenden, können Versicherungsverträge als Risiko mindernd berücksichtigen, die sie mit einem Unternehmen, das zum Vertragsversicherungsgeschäft gemäß Paragraph 2, Ziffer 2, FKG berechtigt ist, abgeschlossen haben, und das hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit bei Versicherungsansprüchen über ein Rating einer anerkannten Rating-Agentur verfügt, das von der FMA gemäß Paragraph 21 b, Absatz 6, zumindest der Bonitätsstufe 3 zugewiesen wurde; Versicherungsverträge dürfen nur dann berücksichtigt werden, wenn die Voraussetzungen gemäß Absatz 4, erfüllt werden und der FMA gegenüber ein nennenswerter Risikominderungseffekt nachgewiesen werden kann.
  3. Absatz 3,Die durch die Anerkennung von Versicherungen und sonstigen Risikoübertragungsmechanismen entstehende Eigenmittelerleichterung darf 20 vH des gesamten Mindesteigenmittelerfordernisses für das operationelle Risiko vor Anerkennung dieser Risiko mindernden Techniken nicht übersteigen.
  4. Absatz 4,Die FMA hat durch Verordnung folgende Voraussetzungen für die Anrechenbarkeit von Versicherungsverträgen näher festzulegen:
    1. Ziffer eins
      die Mindestlaufzeit des Versicherungsvertrages unter Berücksichtigung der Restlaufzeit;
    2. Ziffer 2
      die Gestaltung bestimmter Bestandteile des Versicherungsvertrages, wie insbesondere hinsichtlich der Mindestkündigungsfrist und der Ausschlussklauseln und Begrenzungen für den Fall des Konkurses des Kreditinstitutes;
    3. Ziffer 3
      die Konsistenz des Verhältnisses der Deckungssumme des Versicherungsvertrages zur Verlustwahrscheinlichkeit und der Ermittlung des Mindesteigenmittelerfordernisses;
    4. Ziffer 4
      die Unabhängigkeit des Versicherungsunternehmens von gruppenangehörigen Kreditinstituten und
    5. Ziffer 5
      die Methodik und Dokumentation der Berücksichtigung von Versicherungsverträgen.
    Die Voraussetzungen haben den Bestimmungen des Anhangs römisch zehn, Teil 3, Nummern 27 und 28 der Richtlinie 2006/48/EG zu entsprechen.

Anmerkung

EU: Art. 1, BGBl. I Nr. 141/2006; Art. 1, BGBl. I Nr. 72/2010

Im RIS seit

13.09.2010

Zuletzt aktualisiert am

27.09.2013

Gesetzesnummer

10004827

Dokumentnummer

NOR40120624