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BGBl. I Nr. 131/2017

kundgemacht 02.08.2017 RIS↗Parlament↗
Gesundheitsreformumsetzungsgesetz 2017 – GRUG 2017
Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über die Primärversorgung in Primärversorgungseinheiten (Primärversorgungsgesetz – PrimVG) erlassen und das Gesundheits-Zielsteuerungsgesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, das Bauern-Sozialversicherungsgesetz, das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz, das Unterbringungsgesetz, das Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetz, das Gesundheitstelematikgesetz 2012, das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, das Hebammengesetz, das Medizinische Assistenzberufe-Gesetz und das Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz geändert werden (Gesundheitsreformumsetzungsgesetz 2017 – GRUG 2017)
Kundmachung BGBl. I Nr. 131/2017× zu ××

Änderungen durch diese Kundmachung

Primärversorgungsgesetz (PrimVG) neu § 0↗RIS↗
§ 4neu
in Kraft 03.08.2017 – 31.07.2023 · idF BGBl. I Nr. 131/2017 · danach: BGBl. I Nr. 81/2023 § 4↗RIS↗

Anforderungen an die Primärversorgungseinheit

Paragraph 4,

Die Primärversorgungseinheit hat mit dem Ziel eines für die Patientinnen und Patienten sowie die Gesundheitsdiensteanbieter/innen optimierten Diagnose- und Behandlungsprozesses jedenfalls folgenden Anforderungen zu entsprechen:

  1. Ziffer eins
    wohnortnahe Versorgung, gute verkehrsmäßige Erreichbarkeit,
  2. Ziffer 2
    bedarfsgerechte Öffnungszeiten mit ärztlicher Anwesenheit jedenfalls von Montag bis Freitag, einschließlich der Tagesrandzeiten,
  3. Ziffer 3
    Organisation der Erreichbarkeit für Akutfälle außerhalb der Öffnungszeiten in Absprache und Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitseinrichtungen und gegebenenfalls unter Einbindung von Bereitschaftsdiensten,
  4. Ziffer 4
    Einbindung von vorhandenen telemedizinischen, telefon- und internetbasierten Diensten in das Erreichbarkeitskonzept,
  5. Ziffer 5
    Gewährleistung von Hausbesuchen,
  6. Ziffer 6
    Sicherstellung der Kontinuität
    1. Litera a
      in der Behandlung und Betreuung insbesondere von chronisch kranken und multimorbiden Patientinnen und Patienten sowie Palliativpatientinnen und -patienten,
    2. Litera b
      der Behandlungsabläufe zwischen den Versorgungsstufen und
    3. Litera c
      in der Betreuung in anderen Versorgungsbereichen,
                                insbesondere durch Zusammenarbeit mit anderen Versorgungsbereichen
  7. Ziffer 7
    barrierefreier Zugang und bedarfsgerechte Sprachdienstleistungen,
  8. Ziffer 8
    Vorhandensein der notwendigen (medizinisch-)technischen und apparativen Ausstattung,
  9. Ziffer 9
    Teilnahme an nationalen Vorsorge- und Screeningprogrammen und an integrierten Versorgungsprogrammen.