Gründe:
Mit Urteil des Bezirkgsgerichtes Ferlach vom 29.Jänner 1996, GZ 2 U 2/95-33, wurden Ernst W***** und Mario O***** einerseits des Vergehens der fahrlässigen Körperverletzung nach § 88 Abs 1 und Abs 4 erster Fall StGB schuldig erkannt und zu Geldstrafen verurteilt sowie andererseits vom Vorwurf einer fahrlässigen Körperverletzung nach § 88 Abs 1 StGB zum Nachteil der Karoline M***** gemäß § 259 Z 3 StPO freigesprochen.Mit Urteil des Bezirkgsgerichtes Ferlach vom 29.Jänner 1996, GZ 2 U 2/95-33, wurden Ernst W***** und Mario O***** einerseits des Vergehens der fahrlässigen Körperverletzung nach Paragraph 88, Absatz eins und Absatz 4, erster Fall StGB schuldig erkannt und zu Geldstrafen verurteilt sowie andererseits vom Vorwurf einer fahrlässigen Körperverletzung nach Paragraph 88, Absatz eins, StGB zum Nachteil der Karoline M***** gemäß Paragraph 259, Ziffer 3, StPO freigesprochen.
Das Urteil erging über Anklagevorwürfe, denen ein Verkehrsunfall zugrunde lag, bei welchem die beiden Verurteilten am 25.September 1994 in Z***** jeweils als Lenker eines Personenkraftwagens wegen sorgfaltswidriger Fahrweise eine Kollision der beiden Fahrzeuge verschuldet hatten. Durch den Zusammenstoß erlitten die beiden Verurteilten schwere Körperverletzungen. Außerdem wurden die Beifahrerinnen Christine W***** und Karoline M***** leicht verletzt, wobei hinsichtlich der Letztgenannten keine Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit von mehr als dreitägiger Dauer eintrat.
Das Bezirksgericht lastete dem Beschuldigten Ernst W***** die fahrlässige Körperverletzung zum Nachteil des Mario O***** und dem Beschuldigten Mario O***** die fahrlässigen Körperverletzungen zum Nachteil des Ernst W***** und der Christine W***** an. Vom Vorwurf einer fahrlässigen Körperverletzung der Karoline M***** sprach das Gericht die beiden Beschuldigten gemäß § 259 Z 3 StPO frei, weil es mangels schweren Verschuldens der Täter und im Hinblick auf die Geringfügigkeit der Tatfolgen den Straflosigkeitsgrund nach § 88 Abs 2 Z 4 StGB als erfüllt ansah.Das Bezirksgericht lastete dem Beschuldigten Ernst W***** die fahrlässige Körperverletzung zum Nachteil des Mario O***** und dem Beschuldigten Mario O***** die fahrlässigen Körperverletzungen zum Nachteil des Ernst W***** und der Christine W***** an. Vom Vorwurf einer fahrlässigen Körperverletzung der Karoline M***** sprach das Gericht die beiden Beschuldigten gemäß Paragraph 259, Ziffer 3, StPO frei, weil es mangels schweren Verschuldens der Täter und im Hinblick auf die Geringfügigkeit der Tatfolgen den Straflosigkeitsgrund nach Paragraph 88, Absatz 2, Ziffer 4, StGB als erfüllt ansah.
Ernst W***** und Mario O***** ließen das Urteil unangefochten, wogegen die Staatsanwaltschaft gegen den freisprechenden Teil eine Berufung wegen Nichtigkeit aus dem Grunde des § 468 Abs 1 Z 4 (§ 281 Abs 1 Z 9 lit a) StPO ergriff.Ernst W***** und Mario O***** ließen das Urteil unangefochten, wogegen die Staatsanwaltschaft gegen den freisprechenden Teil eine Berufung wegen Nichtigkeit aus dem Grunde des Paragraph 468, Absatz eins, Ziffer 4, (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera a,) StPO ergriff.
Dieser Berufung gab das Landesgericht Klagenfurt mit Urteil vom 30. April 1996, AZ 7 Bl 58/96, nicht Folge.
Das Berufungsgericht gelangte in Übereinstimmung mit dem Erstgericht zur Auffassung, daß die Straflosigkeit einer fahrlässigen Körperverletzung nach § 88 Abs 2 Z 4 StGB selbst dann gegeben sei, wenn durch das Tatgeschehen auch strafbarkeitsbegründende Körperverletzungen anderer Personen herbeigeführt wurden.Das Berufungsgericht gelangte in Übereinstimmung mit dem Erstgericht zur Auffassung, daß die Straflosigkeit einer fahrlässigen Körperverletzung nach Paragraph 88, Absatz 2, Ziffer 4, StGB selbst dann gegeben sei, wenn durch das Tatgeschehen auch strafbarkeitsbegründende Körperverletzungen anderer Personen herbeigeführt wurden.